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Leute teilen die 13 frechsten Dinge, die je auf der Arbeit von ihnen verlangt wurden

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Von: Michelle Anskeit

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Eine Braut, die auf ihr Handy guckt. Eine Sprechblase sagt: „Kannst du heute um 12 arbeiten?“
Klar, ich sag die Hochzeit eben ab. © agefotostock / IMAGO

„Ich sollte die Flensburger Punkte vom Chef übernehmen, damit er nicht schon wieder den Führerschein verliert.“

Besonders wenn du neu in einem Job bist, aber auch dann, wenn du schon lange für jemanden arbeitest, ist es oft schwierig Grenzen zu setzen. Du machst mal eine unbezahlte Überstunde mehr oder holst die Wäsche deines Chefs aus der Reinigung, obwohl du doch eigentlich in der IT arbeitest. Wenn dafür auch die entsprechende Dankbarkeit gezeigt wird und niemand ausgenutzt wird, ist das mal in Ordnung – nicht aber, wenn die Vorgesetzten oder die Kolleg:innen plötzlich mit wirklich dreisten Anfragen kommen und sich auch nicht erkenntlich zeigen.

Genau darum ging es in dem Post von Redditor u/olli21, in dem gefragt wurde: „Was ist das frechste, was von euch jemals auf der Arbeit abverlangt wurde?“ Die Antworten haben mich teilweise echt geschockt und ich hoffe wirklich, dass die User:innen nun alle einen weniger toxischen Arbeitsplatz mit weniger dreisten Bossen gefunden haben.

1. „Ich hatte mal einen Chef, der enorm Druck ausgeübt hat, damit wir auch krank zur Arbeit kommen. Ich war in der Probezeit und habe mich mit schwerer Bronchitis und Hustenanfällen zur Arbeit geschleppt.“

„Nach einer Besprechung hat der Chef auf mich gezeigt und vor allen gesagt, dass so Arbeitsmoral aussieht und sich alle an mir ein Beispiel nehmen sollen. Ich habe dringend ins Bett gehört, war aber nur da, aus Angst um meinen Job. Ich habe ein Jahr später gekündigt.“

-Anonym

2. „Ich saß um 10 Uhr beim Friseur, um 12 Uhr hatten wir unsere standesamtliche Trauung. Ich wurde angerufen, ob ich heute noch im Spätdienst einspringen könnte (beginnt um 12:50 Uhr).“

„Und ja, die wussten von meiner Hochzeit.“

-schnatti00

3. „Mir wurde aufgetragen, Leserbriefe zu schreiben, weil keine echten Leserbriefe bei uns ankamen.“

-seems_like_f4n

4. „24/7 auf dem Diensthandy erreichbar sein, es nicht ausschalten dürfen und falls ein Notfall in der Firma ist, egal wann kommen – ohne Ausgleich, versteht sich.“

-Shunima

5. „Ich sollte die Flensburger Punkte vom Chef übernehmen (sagen, dass ich am Steuer war), damit er nicht schon wieder den Führerschein verliert.“

-noreader

6. „Ich wurde nach einer brutal anstrengenden 15–16 Stunden Nachtschicht als ich von der Montage zurückkam vom damaligen Meister gefragt, ob ich noch was in der Werkstatt machen kann.“

„Ich war selten so sprachlos und bin einfach kopfschüttelnd abgehauen.“

-Beatzz2k

7. „Chef wollte, dass wir jeden Morgen 15 Minuten vor Dienstbeginn pünktlich zu einer Besprechung auftauchen. Wir durften aber erst DANACH einstempeln.“

-Miezchen

8. „Umzugsunternehmen: lange Tour gehabt, um 7 Uhr angefangen, dann nachts um 3 Uhr zu Hause gewesen. Mein damaliger Chef wollte, dass wir um 8 Uhr wieder auf der Matte stehen. Wir haben dann 11 Uhr ausgemacht.“

-Satufaction

9. „Mir wurde gesagt, ich würde zu oft auf Toilette gehen. Ich musste jedes Mal den Laden abschließen, wenn ich mal musste, weil ich immer alleine gearbeitet habe, teilweise 10 Stunden lang.“

„Und anscheinend war zweimal am Tag zu viel für meine Chefin und sie sagte, ich solle doch weniger auf Toilette gehen. Und nicht so lange brauchen.“

-EliaismyName

10. „Eine frühere Stelle war ca. 10 Minuten von meinem Zuhause entfernt. Ich sollte während meines Urlaubs für ein Vorstellungsgespräch (auf AG Seite) in die Firma kommen, da der eigentlich zuständige Bereichsleiter dieses vergessen hatte und im Homeoffice war.“

„Hab dankend abgelehnt und hab dafür nach meinem Urlaub eine Abmahnung wegen Arbeitsverweigerung bekommen (die ich natürlich nicht angenommen hab).“

-Brtprt

11. „Nachdem mein Überstundenkonto in den tief roten Bereich gelaufen ist und der Betriebsrat die weitere Mehrarbeit nicht genehmigen wollte, kam mein Chef zu mir und meinte in verwirrter Ehrlichkeit: ja, aber warum tragt ihr denn eure Arbeitszeit ins System? Macht das doch einfach in eine Excel.“

-Martkro

12. „Der Chef wollte, dass ich ihm als Praktikantin, während des Lockdowns die Haare schneide, weil ja die Friseurläden geschlossen waren. Ich habe sehr bestimmt abgelehnt.“

-corsasis

13. „Hab mal kurz bei einer Zeitarbeitsfirma gearbeitet und hatte eine Baustelle knapp fünf Minuten von zu Hause. Mein Freund hatte einen medizinischen Notfall, bei dem er nicht sicher war, ob man einen Rettungswagen rufen kann und wollte, dass ich ihn ins Krankenhaus fahre.“

„Hab dann meinen Chef angerufen, ob das in Ordnung ist, und dass das natürlich von meiner Pause abgeht, etc. Er sagt alles klar, kann ich machen, soll mich melden, wenn ich zurück bin.

Gerade ins Auto gestiegen bekomme ich ne Mail, ich solle meine Abmahnung am Nachmittag in der Niederlassung abholen. Hab mich kurz darauf kündigen lassen, weil ich mir so nen Umgang nicht bieten lass.“

-Floxi29

Und falls du dir jetzt gerade denkst, dass einige dieser Dinge dir bekannt vorkommen oder von dir auch zu viel abverlangt wird, dann hilft dir vielleicht dieser Artikel: Unsere US-Kolleg:innen haben mit einer Karriere-Coachin gesprochen, die vier Red Flags, teilt, die auf toxische Vorgesetzte hinweisen.

Einige der Antworten wurden gekürzt oder der Verständlichkeit halber bearbeitet.

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