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8 burgenländische Gerichte, die du einmal im Leben probiert haben musst

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Von: Sophie Marie Unger

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Grenadiermarsch und Somlauer Nockerl schön angerichtet
Die burgenländische Küche kann sich allemal sehen lassen. © Instagram

Jedes Bundesland hat so seine Schmankerln. Das Burgenland ist dabei in Sachen Süßspeisen und Sterz-Variationen eine Klasse für sich.

Die Burgenländische Küche - wegen der geografischen Verhältnisse wird sie auch manchmal noch Pannonische Küche genannt - wurde stark von der ungarischen, der kroatischen, der serbischen und der slowakischen Küche beeinflusst. Wer schon mal bei einer burgenländischen Hochzeit war, weiß die Mehlspeisen besonders zu schätzen. Aber auch pikante Gerichte sind über die eigenen Grenzen hinaus populär geworden. Das sind unsere Topgerichte, die du irgendwann im Leben mal probiert haben musst.

1. Sterz

Ja, Sterz gibt es auch in der Steiermark. Die Burgenländer:innen sind aber quasi die Sterz-Meister:innen, denn neben dem herzhaften Krumbansterz, darf man sich auch auf einen gschmackigen Bohnensterz, oder - wer auf Innereien steht - auf einen Blutsterz, im Burgenland Blutnigl genannt, freuen. Zubereitet wir das Ganze mit Weizenmehl, flüssigem Schweineschmalz und je nachdem geröstete Erdäpfel, Bohnen oder Blut.

2. Letscho

Das Letscho hat seine Wurzeln in der ungarischen Küche. Da das Seewinkel ja reich an Paprika und Paradeiser ist, hat das Gericht aber auch hier Tradition. Seine eigene Note bekam die Speise durch die Ergänzung des sogenannten Pusztaschnitzels. Der Name stammt von einer Steppenlandschaft im Großraum Ungarn, deren westliche Ausläufer sich über den nordburgenländischen Seewinkel bis zu einem der größten Steppenseen Europas, dem Neusiedlersee, erstreckt. Das Gemüse wird dabei weich gekocht und meist mit Reis serviert.

3. Balasn

„Balasn“ sind eigentlich Apfeltaschen, deren Teig dünn ausgewalkt, mit einem Löffel Apfel-Zimt-Fülle gefüllt und zusammengeklappt wird. Früher wurde das Ganze „geramftlt“, sprich kunstvoll mit den Fingern verschlossen und danach im Öl herausgebacken. Die Apfeltaschen von McDonalds können dagegen einpacken.

4. Grenadiermarsch

Auch auf Krumbirn-(Kartoffel)-Basis beruht der Grenadiermarsch. Dazu kommen dann noch Nudeln, Zwiebeln, Paprikapulver und manchmal auch noch Speckstücke. Vielen burgenländischen Gerichten ist dabei gemein, dass sie zeiteffizient und leistbar sind, da in der Nachkriegszeit vor allem jene Lebensmittel verwendet wurden, die regional verfügbar waren.

5. Somlauer Nockerl

Auch aus Ungarn stammen ursprünglich die Somlauer Nockerl. Bei der Scheiterhaufen ähnlichen Süßspeise kommen Biskuitstückchen, Rum, Rosinen, Schokolade- und Vanillesauce zum Einsatz. Obendrauf trumpft dann noch ein Schlagobers-Häubchen. mmmmmmmhhh ....

6. Lekwar Datschgerl

„Lekvár“ kommt aus dem Ungarischen und bedeutet auf Deutsch Marmelade. Das Wort „Datschgerl“ ist hingegen schon österreichische Mundart und heißt soviel wie Tasche. Auch hier kommen Erdäpfel in Form von Kartoffelteig zum Einsatz. Als Fülle wird traditionell Powidl, also Zwetschkenmus, verwendet und anschließend in Zuckerbrösel geschwenkt.

7. Martinigansl

Über die Bundesland-Grenze hinaus bekannt ist natürlich das Martinigansl. Doch warum kommt die Gansl-Tradition eigentlich aus dem Burgenland? Das hängt damit zusammen, dass der heilige Martin der Landespatron des Burgenlandes ist. Mittlerweile genießt man aber in ganz Österreich rund um den 11. November gern ein (veganes) Gansl mit Rotkraut und Knödel.

8. Mülifoafal

Die Mülifoafal - auch als Farferlsuppe bekannt - ist ein heute selbst im Burgenland wenig zubereitetes Gericht. Die Milchsuppe mit Mehlnockerl galt früher als Nationalgericht der Burgenländer:innen, verschwand nach dem Zweiten Weltkrieg jedoch nahezu vollständig vom Speiseplan. Die burgenländische Küche wird übrigens auch Hianznkuchl genannt. Heanzen waren Landwirte aus bayrischen und alemannischen Gebieten. Davon leitet sich vermeintlich der Spitzname „Suppenschwaben“ ab, der den Burgenländer:innen früher wegen ihrer Vorliebe für Kraut-, Eintropf- und Gemüsesuppen gegeben wurde.

Die österreichische Küche hat auch sonst einiges zu bieten: Nieren, Herzen und Gehirne.

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