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10 Leute erzählen von Jobs, die sie nach dem ersten Tag gekündigt haben

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Von: Michelle Anskeit

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„Ich habe mir den ganzen Abend meine Hände an heißen Tellern verbrannt und durfte keine Handtücher verwenden. Sie meinten, ich soll mich dran gewöhnen.“

Ein Mann in einem Anzug, der von hinten zu sehen ist und der die Arme hinter dem Kopf verschränkt hat. Das Bild ist verschwommen, damit die Schrift besser lesbar ist. Text: „Der Hotelchef sagte zu mir: ‚Nicht da lang, du bist nicht gut genug, um durch den Speisesaal zu gehen.‘“
Leute auf Reddit erzählen, wie sie ihren Job nach einem Tag gekündigt haben © agefotostock/IMAGO / Zitat: Reddit: u/gkemball

Hattest du schon mal einen Job, bei dem du dir direkt dachtest: „Hier bleib ich nicht“? Vielleicht hast du keine vernünftige Einweisung in die Aufgaben bekommen oder wurdest nicht darauf vorbereitet, dich mit einer extrem wütenden Kundschaft auseinanderzusetzen. Ich glaube, wir haben alle eine Geschichte, wo wir zumindest mal kurz davor waren.

u/redmambo_no6 wollte in einem Post auf Reddit neulich genau diese Geschichten hören und hat deshalb gefragt: „An die Leute, die ihren Job am ersten Tag gekündigt haben: Was war euer ‚Ich bin weg‘-Moment?“

Die Antworten sind teilweise echt heftig, manche auch etwas witzig und viele machen mich einfach wirklich sauer:

1. „Ich hab in einem Bastelladen als Kassiererin gearbeitet, aber aufgehört, als ich umgezogen bin. Ein paar Jahre später wollte ich noch etwas dazuverdienen und habe nochmal dort angefangen. Diesmal aber in dem Bereich, wo Dinge eingerahmt werden.“

„Während des Vorstellungsgesprächs haben die Interviewer mir mehrmals geschworen, dass ich nur als Back-up Kassiererin arbeiten müsste, weil ich gesagt habe, dass ich keine vollen Schichten als Kassiererin machen werde.

In meiner ersten Schicht wurde ich in der Einrahmen-Abteilung eingeteilt. Ich wurde aber an die Kasse gestellt und man sagte mir, dass eigentlich auch die meisten meiner Schichten als Kassiererin sein würden, weil sie jemand anders fürs Einrahmen gefunden haben.

Ich habe dann die nächsten sechs Stunden damit verbracht, allen, die zu meiner Kasse gekommen sind, 20 Prozent auf alles zu geben und danach bin ich nie wieder zurückgekommen.“ -Katy-L-Wood

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2. „Ich hab mich auf eine Anzeige für einen Babysitter-Job gemeldet. Ich hatte schon einen Gelegenheitsjob, aber der war eher sporadisch, also dachte ich, ein paar Stunden Babysitten wäre eine gute Gelegenheit, noch was dazuzuverdienen.“

„Die Eltern waren beide im Militär und sie sagten mir, ich würde im Gästezimmer schlafen und mich rund um die Uhr sowohl um ihr sechs Monate altes Kind, als auch um die Hausarbeit kümmern. Ich hätte jede zweite Woche einen Tag freigehabt. Das Geld hätte ich bar auf die Hand bekommen, damit ich mir noch einen Antrag auf Arbeitslosengeld stellen könnte, um das fehlende Geld aufzustocken.

Ich bin sofort gegangen. Sie wollten ein Hausmädchen und eine Nanny, keine Babysitterin und sie waren nicht bereit dafür zu zahlen. Ich habe auch keine Ahnung, warum sie geglaubt haben, dass es meine Aufgabe sei, mir illegal Arbeitslosengeld zu verschaffen, um das Geld aufzustocken, was sie mir hätten geben sollen.“ -battleangelred

3. „Es war nicht direkt mein erster Tag, aber ich bin nach der zweiten Schicht nicht mehr aufgetaucht. Ich habe in einem ziemlich beliebten Café gearbeitet, das zu einer Kette gehört hat.“

„Ich wurde angestellt, um gemeinsam mit einem anderen, Senior Koch in der Küche zu arbeiten. Ich hatte keine Ahnung vom Kochen und der ältere Senior Koch hat alle fünf Minuten die Küche verlassen, um eine Zigarette zu rauchen.

Ich stehe also da, alleine in der Küche, während die Bestellungen sehr SCHNELL hereinkommen und habe keine Ahnung, was ich zuerst machen soll. Dazu kam noch die Kellnerin, die mich anschrie, dass ich etwas kochen soll, was ich ganz sicher nicht hätte alleine kochen können.

Später hat mir der Senior Koch dann noch erzählt, dass sie mindestens zwei Ratten hatten, die in der Küche herumliefen. Er hat mir auch gezeigt, dass sie ihr Geschäft auf einem Teller gemacht hatten.

Ich bin nie wieder dorthin zurückgegangen und das Café wurde dann auch dicht gemacht.“ -zackit

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4. „Als ich mir als Food Runner den ganzen Abend meine Hände an den zu heißen Tellern verbrannt habe. Sie haben mir nicht erlaubt, Handtücher zu benutzen, um sie tragen zu können und gemeint, ich solle mich einfach dran gewöhnen. Nope.“

-NorCalKerry

5. „Ich hab als Sommerjob bei einem Landschaftsarchitekten gearbeitet. Wir waren bei der Baustelle und er hat mich gefragt, ob ich ein Loch in den steinigen Boden graben kann.“

„Ich hab ihn nach einer Schaufel gefragt. Er hatte keine. Ich hab ihn dann gefragt, ob er eine Handschaufel hat. Hatte er auch nicht. Dann sagte er mir, ich solle das Loch einfach mit meinen bloßen Händen schaufeln, bevor er wegfuhr und mich bei der Baustelle alleine ließ. Ich hab ein bisschen gegraben und mir dann gedacht ‚sche*ß drauf‘. Dann bin ich gegangen.

Hätte in der Stellenausschreibung gestanden, dass ich eigenes Werkzeug mitbringen muss, hätte ich es machen können, aber es war nicht so. Und ich wollte auch nicht für jemanden arbeiten, der erwartet, dass Leute mit bloßen Händen in harter, steiniger Erde graben.“ -csudebate

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6. „Einmal habe ich mich bei einem Job im Telemarketing beworben. Ich wusste nicht, was das mit sich bringt. Nach einer Stunde wusste ich, dass diese Arbeit überhaupt nichts für mich ist.“

„Es werden automatisch Leute angerufen, die gerade zu Abend essen und wir mussten ihnen Dinge verkaufen, die sie nicht wollten und dabei ein schreckliches Script vorlesen. Und das, während man in seelenlosen grauen Kabine sitzt. Ich bin aufgestanden, zum Manager gegangen und habe mich dann entschuldigt und erklärt, dass der Job nicht zu mir passt. Er schien verständnisvoll.“
-mirageofstars

7. „Ich dachte mir schon beim Vorstellungsgespräch so: ‚Nope‘. Ich hab ihnen am Ende gedankt und gesagt, dass es nichts für mich ist.“

„Diejenigen, die mich interviewt haben und beide in einer Management-Position waren, haben sich während des Interviews vor mir gestritten. Ich dachte mir, wenn das der Vibe beim Management-Level ist, dann will ich ganz sicher kein Arbeitnehmer hier sein.“
-Auto_Fac

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8. „Ich hab in einem Restaurant gearbeitet und gerade unter meiner Station gefegt, als wir zugemacht haben. Ein riesiger brauner Haufen kam zusammen mit dem Besen unter dem niedrigen Kühlschrank hervor. Der Haufen hat sich dann zerstreut. Es waren Hunderte Kakerlaken.“

„Ich bin danach nie wieder zurückgegangen.“ -Chefdingo

9. „Vor langer Zeit, kurz nachdem ich meine Papiere als Koch bekommen habe, hatte ich ein Interview in einem Hotel für eine Stelle in der Küche. Der Geschäftsführer und ich haben etwa 20 Minuten lang in seinem Büro gesprochen und ich habe gedacht, dass er ziemlich arrogant rüberkommt.“

„Ich habe mir aber nicht viel dabei gedacht, weil es in diesem Bereich häufiger so ist und ich außerdem gut bezahlt werden sollte und die Schichten das waren, was ich wollte. Als ich sein Büro verlassen wollte, bin ich in Richtung des Ausgangs gelaufen, der zum Speisesaal führte (wo ich herkam). Der war zu dem Zeitpunkt noch nicht besetzt, weil erst in einer Stunde oder so das Essen vorbereitet worden wäre. Er sagte zu mir: ‚Nein, nicht da lang, geh durch die Küche. Du bist nicht gut genug, um durch den Speisesaal zu gehen.‘

Ich war so überrascht über das, was er gesagt hat, dass ich einfach ohne Kommentar gemacht hab, was er wollte. Als ich später zu Hause war, hab ich ihn dann angerufen und ihm gesagt, dass ich mir sein Menü nochmal genauer angeschaut habe und es nicht gut genug sei und dass ich sein Angebot nicht annehmen würde.“ -gkemball

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10. „Es war als Linienchef in einem Restaurant. Ich hab eine 12 Stunden Schicht gearbeitet und habe zwei Pausen á 10–15 Minuten bekommen. Dazu hab ich mir ständig meine Hand verbrannt, weil sie mir Teller direkt aus dem Ofen gegeben haben.“

„Am Ende der Schicht hab ich meinem Chef gesagt, dass ich raus bin. Er hat mich verweichlicht genannt und gesagt, dass ich die dritte Person sei, die bei ihm nach einem Tag gekündigt hat. Ich sagte nur: ‚Vielleicht liegt es daran, wie du die Leute behandelst.‘“
-ItsMeDoodleBob

Und? Hast du auch so eine Geschichte? Dann kannst du sie gerne direkt hier in den Kommentaren oder auf der Facebook-Seite von BuzzFeed Deutschland erzählen.

Das Gegenteil von sowas ist wohl, wenn dein Beruf dir statt solcher Horror-Storys Gutes tut. So wie diesen Leuten, welche die 20 ungewöhnlichsten Vorteile teilen, die ihr Job mit sich bringt*.

Die Antworten wurden übersetzt und teilweise gekürzt und/oder besseren Verständlichkeit halber bearbeitet. (*BuzzFeed.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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