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Alles, was du über das legendäre Popfest in Wien wissen musst

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Popfest Wien am Karlsplatz
Das Popfest begeistert Jahr für Jahr zahlreiche Menschen. © Herbert Pfarrhofer

Das Festival für Popmusik aus Österreich macht seinem Namen alle Ehre: Mit vielseitiger Musik ist das Popfest ein einzigartiger Publikumsmagnet am Karlsplatz.

2010 fand erstmals das Popfest in Wien statt. Das Festival bietet Popmusik österreichischer Künstler:innen eine musikalische Bühne. Seinen Ursprung hat das Popfest in einer 2008 erstmalig stattfindenden Konzertreihe, die von der Projektgruppe karlsplatz.org ins Leben gerufen wurde. Ziel war es, österreichische Musiker:innen des Liedermachergenres und der experimentellen Popmusik bekannter zu machen. Die unter dem Namen Kunstzone Karlsplatz bekannte Veranstaltung fand stets auf dem Platz und im Park vor der Karlskirche statt.

Österreichische Acts werden gefördert

Hauptsächlich österreichische Musiker:innen traten auf der Seebühne im Teich vor der Karlskirche auf, während auf der Baumbühne Performancekünstler:innen zu sehen waren. Positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung und den Medien führten zur Planung des Popfestes. Träger des neuen Festivals ist der Verein Popfest Wien. Das Popfest findet seither am Karlsplatz sowie in angrenzenden Gebäuden statt. Dazu gehören die Technische Universität, das Wien Museum, der Project Space der Kunsthalle und das Brut Wien, eine Spielstätte für die internationale und nationale Theater-, Tanz- und Performanceszene. Der Eintritt ist frei.

Festival der Popmusik: die Premiere 2010 und 2011

2010 fand das erste Popfest vom 6. bis 9. Mai 2010 statt. Das Festival verzeichnete über 40.000 Besucher:innen an den vier Veranstaltungstagen. Die Seebühne vor der Karlskirche diente als Hauptbühne für die Auftritte der verschiedenen Bands. Im Rahmen sogenannter Showcases wurden außerdem Künstler:innen verschiedener Plattenlabels vorgestellt. Rund um das Festival wurden zudem thematisch begleitende Veranstaltungen angeboten. Dazu zählten Workshops, Diskussionsrunden und Vorträge, die verschiedene Themen der Popmusik adressierten. Die Kulturabteilung der Wiener Landesregierung stellt 150.000 Euro zur Förderung des Popfestes zur Verfügung.

Im Jahr 2011 fand das Popfest vom 5. bis 8. Mai statt. Die Seebühne wurde neugestaltet. Eine höhere Bühne sollte eine bessere Sicht für die Zuschauer:innen sicherstellen. Die zusätzliche Überdachung der Bühne schützte bei schlechtem Wetter. Überdies wurde das Sounddesign verbessert. Als neue Locations kamen 2011 das Brut im Künstlerhaus sowie der Hof der Technischen Universität hinzu. Der Gemeinderatsausschuss einigte sich zudem auf eine erneute Förderung des Festivals in Höhe von 180.000 Euro. Die Besucherzahlen konnten sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals verbessern: 50.000 Zuschauer:innen besuchten 36 Konzerte.

Das Popfest 2012 und 2013

Im Jahr 2012 fand das Popmusik Festival im Juli statt. Grund für die Verschiebung war hauptsächlich das bessere Wetter im Sommer. Erstmalig gehörte der Ost Klub am Schwarenbergplatz zu den Locations. Wie üblich, war die Seebühne am Karlsplatz Zentrum der Veranstaltung und wurde an den ersten drei Tagen in den späten Nachmittagsstunden bespielt. Im Prechtlsaal der Technischen Universität, dem Wien Museum und dem Brut Wien bot der Veranstalter verschiedene Nachtprogramme. Insgesamt fanden 43 Konzerte sowie zwei DJ-Specials statt. Die begleitenden Sessions im project space thematisierten die Pop-Kultur. Mit etwa 50.000 Besucher:innen blieb der Andrang im Vergleich zum Vorjahr konstant.

2013 fand das Festival abermals vom 25. bis 28. Juli statt. In diesem Jahr lag der Fokus vorwiegend auf jungen und wenig bekannten Bands der Popmusik. Zum ersten Mal stand als Event-Location außerdem die Karlskirche zur Verfügung, die am letzten Tag zwei Konzerte beheimatete. Konzertbeginn auf dem Musikfestival war – wie in den Jahren zuvor – am Nachmittag.Das Künstlerhaus hingegen war aus finanziellen Gründen nicht dabei.

Festival der Popmusik: 2014 und 2015

Im Jahr 2014 luden die Veranstalter zu 60 Konzerten an vier Tagen zwischen dem 24. und 27. Juli. Damit war dieses Festival das bislang umfangreichste. In diesem Jahr fand erstmals eine Kooperation mit der „MQ Summer of Sounds“ statt. Die „MQ Summer of Sounds“ ist eine Veranstaltung des Museumsquartiers Wien und thematisiert das Verhältnis von Raum und Klang. Rund 60.000 Besucher:innen zählte das Open Air nach den vier Tagen.

2015 traten 57 Acts auf sechs Bühnen auf. 35 dieser Bands spielten zum ersten Mal auf dem Festival in Wien. Eine Band, die ihre Instrumente aus Gemüse gefertigt hatte, eröffnete das Popfest. Die Seebühne war erneut die zentrale Location, aber auch im Brut, in der Technischen Universität, im Club Roxy, im Wien Museum und im neu hinzugekommenen Sass-Club wurde musiziert. Das Line-up beinhaltete sowohl etablierte als auch Nachwuchskünstler. Abschluss des Festivals der Popmusik waren im Jahr 2015 die Konzerte in der Karlskirche. Die bekannten Popfest-Sessions stellten die folgenden Themen in den Mittelpunkt:

Festival der Popmusik: Beständiger Erfolg in den Jahren 2016 und 2017

Ähnlich verhielt sich dies im Folgejahr. Auch 2016 besuchten 60.000 Menschen das Festival der Popmusik auf dem Karlsplatz in Wien. Um Überschneidungen mit dem Elektronik-Festival „Electric Spring“ zu vermeiden, lag der Fokus vermehrt auf Bands aus den Bereichen Rock sowie gitarrenlastiger Popmusik. Zu den Locations gehörten die Seebühne, der Prechtlsaal der Technischen Universität, das Brut, der Red Bull Brandwagen, das Wien Museum, das Heuer, der Club Roxy und die Karlskirche.

2017 hatte das Kuratorenteam ein Programm mit über 60 Künstler:innen zusammengestellt, die eine große Bandbreite an Popmusik repräsentierten. Neben der Seebühne als klassisches Zentrum der Veranstaltung waren das Wien Museum, der Prechtlsaal der Technischen Universität sowie der Kuppelsaal, der wegen der Umbauarbeiten im Brut neu hinzugekommen war, die Veranstaltungsorte. Das Festival zählte erneut über 60.000 Besucher:innen.

Festival der Popmusik: 2018 und 2019

Rund 60 Musiker:innen aus Österreich waren Teil des Line-ups im Jahr 2018. Zu den Örtlichkeiten gehörten wie gewohnt die Seebühne am Karlsplatz, der Red Bull Music Stage, das Wien Museum, das Heuer, der Kuppel- und der Prechtlsaal der Technischen Universität, das Stadtkino, der Club Roxy und erstmalig das Theater Akzent. Auf der Red Bull Music Stage waren neue und besondere Bands der Popmusik zu sehen. Neu hinzugekommen als Location war außerdem der Karlsgarten.

Beim Popfest 2019 gehörten bekannte Namen zum Line-up, aber auch Neulinge und Neuentdeckungen.
Ähnlich wie bei den vergangenen Veranstaltungen legten auch dieses Jahr die Kurator:innen Wert auf Diversität bei den Künstlern. Verschiedene Genres und unterschiedliche Stimmungen machten das Festival vielseitig. Das Festivalzentrum befand sich im Jahr 2019 nicht – wie gewohnt – auf der Seebühne, sondern im Wien Museum. Neben Konzerten beheimatete es mehrere Veranstaltungen wie der Politically Correct Comedy Club, Kerosin 95, Sigrid Horn, Clara Luzia und Squalloscope. Ebenso bespielt wurden die beiden bekannten Säle der Technischen Universität. Außerdem kam eine zweite Open Air-Stage als Location hinzu.

Festival der Popmusik: die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der Blick Richtung 2022

Im Jahr 2020 fand das Popmusik Festival aufgrund der Corona-Pandemie an nur zwei Konzertabenden in der Karlskirche statt. Wegen der geringen Verfügbarkeit wurden die nummerierten Tickets verlost.

Das Popfest im Jahr 2021 fand als Open Air in der Arena Wien statt. Hier konnten die Corona-Bestimmungen besser umgesetzt werden. Mit einer Kapazität von 3.000 Besucher:innen bot das Open Air-Gelände ausreichend Platz, denn nur rund 2.000 Musikbegeisterte wurden gezählt. Der Eintritt war wie gewohnt frei. Notwendig war lediglich ein 3G-Nachweis sowie die Hinterlegung der persönlichen Daten. Für das Popfest im Jahr 2022 wurden die Musikjournalistin Dalia Ahmed und der Musiker Andreas Spechtl als Kuratoren bestimmt.

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