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7 Ausstellungen, die du dir im Herbst anschauen solltest

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Von: Christian Kisler

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Montage: Das mumok von außen, eine Frau betrachtet ein Bild im Kunsthistorischen Museum
Der Herbst wartet mit vielen tollen Ausstellungen auf. © mumok_vienna/dennis.becher81/Instagram/BuzzFeed Austria

Sobald es herbstelt, kannst du wieder die eine oder andere Ausstellung besuchen. Und das ohne schlechtes Gewissen, dass du nichts im Freien unternimmst.

Der Herbst mag das Ende des Jahres einläuten. Die Blätter, die aufgrund der Trockenheit und des rekordverdächtig heißen Sommers noch nicht braun sind, mögen sich färben und die Temperaturen endlich sinken. Herbst bedeutet aber auch, dass du keine Ausreden mehr brauchst, um nichts im Freien unternehmen zu müssen. Wobei gerade die dritte Jahreszeit ja ihre Vorzüge hat, in den letzten Jahren aber nur gefühlte zwei Wochen angedauert und nahtlos in den Winter übergeleitet hat.

Wie auch immer, im Herbst gibt es endlich wieder neue Ausstellungen, du kannst deine Freizeit in Museen und Galerien verbringen und dir Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und noch viel mehr ansehen. Das Angebot ist groß, deshalb haben wir an dieser Stelle die interessantesten Ausstellungen herausgepickt.

1. „Das Tier in Dir“ im mumok

Voller Titel der Ausstellung: „Das Tier in Dir – Kreaturen aus (und außerhalb) der mumok Sammlung“. Ab 22. September gibt es 22. Bilder von Tieren zu sehen, die uns die Beziehungen untereinander vor Augen führen sollen, in der Familie, unter Freund:innen, unter Paaren. Behandelt wird letztlich unser aller Verhältnis zu Sex, Dominanz und Herrschaft. „In der Ausstellung geht es also weniger um Tiere als um Körper, die sich bewegen oder stillstehen, liegen oder stehen, sich ducken oder kriechen“, heißt es im Pressetext.

2. „Basquiat. Of Symbols and Signs“ in der Albertina

Jean-Michel Basquiat wurde gerade einmal 27 Jahre alt, sein Einfluss kann bis heute nicht hoch genug geschätzt werden. Er war in den 1980ern der erste Schwarze Künstler, dem in der weiß dominierten Kunstwelt der Durchbruch gelang. Dabei bildete er in seinem Werk Rassismus, soziale Ungerechtigkeiten, Konsum und Kapitalismus ab und kritisierte diese subtil. Ab 9. September sind laut Albertina nicht weniger als 50 seiner Hauptwerke zu sehen.

3. „Tilla Durieux. Eine Jahrhundertzeugin und ihre Rollen“ im Leopold Museum

Tilla Durieux war ein gefeierter Theater- und Filmstar, eine moderne Frau der 1920er-Jahre, dabei eine stets politisch engagierte Zeitgenossin. Darüber hinaus galt sie als die am meisten porträtierte Frau ihrer Zeit. Modell saß sie unter anderen Auguste Renoir, Oskar Kokoschka und Max Oppenheimer, zudem wurde sie von den bedeutendsten Fotograf:innen ihrer Ära abgelichtet. Das Leopold Museum widmet sich ab 14. Oktober eingehend dem bewegten Leben dieser fast schon vergessenen Frau, ein Medienstar bevor es Massenmedien gab.

4. „Idole & Rivalen“ im Kunsthistorisches Museum

Die bildende Kunst wurde immer schon auch von Konkurrenz belebt. Das war und ist unter den jeweiligen Künstler:innen so, aber auch unter potenziellen Auftraggeber:innen. Das Kunsthistorische Museum stellt in seiner großen Herbstausstellung verschiedene Werke aus verschiedenen Epochen einander gegenüber, etwa Albrecht Dürer, Benvenuto Cellini oder Peter Paul Rubens, manche sind das erste Mal überhaupt zu sehen. Einen interaktiven Aspekt soll es auch geben: An einzelnen Stationen können die Besucher:innen ihre jeweiligen Favoriten wählen.

5. „Augenblick! Straßenfotografie in Wien“ im MUSA des Wien Museums

Okay, diese Ausstellung läuft bereits seit Mai, aber immerhin noch bis weit in den Herbst hinein, nämlich bis zum 23. Oktober. Und sie ist auf jeden Fall einen Besuch Wert, werden doch Straßenaufnahmen Wiens von den 1860ern (!) bis zu heutigen Instagram-Postings gezeigt, darunter viele, die noch nie zuvor zu sehen waren. Es ist ein Porträt der Stadt, des urbanen Lebens und Treibens sowie ein Zeugnis der Entwicklung der Fotografie.

6. „100 Beste Plakate“ im MAK

Der Name ist Programm: Auch heuer werden die 100 besten Plakate aus Österreich, Deutschland und der Schweiz gezeigt. Der Ablauf ist dabei immer gleich. Die Einreichungen werden von einer international besetzten Fachjury bewertet und anschließend im MAK Forum gezeigt. Grafisch herausfordernd, mit gesellschaftlichem Mehrwert, aufrüttelnd oder einfach nur ausgezeichnet umgesetzt: Diese Plakate haben es in sich. Ab 19. Oktober.

7. „World Press Photo“ in der Fotogalerie WestLicht

Ab 9. September präsentiert die Fotogalerie WestLicht zum bereits 21. Mal die wichtigste Leistungsschau der internationalen Pressefotografie, heuer erstmals auch mit Vertreter:innen des globalen Südens, also nicht nur aus Europa und Nordamerika. Eingereicht wurden knapp 65.000 Fotos von über 4.000 Fotograf:innen aus 130 Ländern. Im WestLicht sind alle rund 140 ausgezeichneten Bilder zu sehen, selbstverständlich auch das Pressefoto des Jahres. Nur so viel: Es kommt heuer aus Kanada und ist extrem aufrüttelnd und berührend. Hier ist es.

Zu viel Hochkultur? Hier sind 12 skurrile Museen, die es nur in Wien geben kann, weil die Hauptstadt eben anders ist.

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