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Diese Frau posted „gestellt vs. ungestellt“-Bilder und zeigt damit, wie fake Social Media sein kann

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„Es ist völlig normal und menschlich, Tage zu haben an denen man nicht mit dem Körperbild zufrieden ist.“

Liebes Internet, das ist Sara Puhto, eine 25-Jährige finnische Influencerin und Fürsprecherin für Body Acceptance. Sie hat bereits eine Fangemeinde von über 403.000 Menschen angesammelt, indem sie zeigt, wie fake Fotos auf sozialen Medien wirklich sein können.

Mit ihrer beliebten „Posed vs. Unposed“-Foto-Reihe, bei der Sara ihre natürliche Körperform und eine verzerrte Version nebeneinander stellt, hofft die Creatorin andere davon abzubringen, sich mit Menschen online zu vergleichen.

Sie benutzt sich selbst als Beispiel und enthüllt, wie sie zuvor für Fotos posiert hat, und wie es in Wirklichkeit ist:

Links zieht Sara ihren Bauch ein und zieht den Oberkörper lang, rechts hat sie ihren Bauch entspannt.
Durch Posing kann die Körperform anders dargestellt werden © Instagram: @saggysara

Die Idee für die Foto-Reihe kam ihr im Jahr 2016, als ihr Instagram Profil darauf zugeschnitten war, ihren Fitness-Fortschritt zu zeigen und Sara sich als Inspiration die Fotos anderer Menschen angesehen hat.

„Ursprünglich habe ich die Idee bekommen, diese ‚Posed vs. Unposed‘-Bilder zu machen, als ich mir Bilder von Menschen auf Instagram angesehen habe.“

„Ich habe mich so gefühlt, als ob ich die Einzige bin, die sich konstant Bilder auf Instagram ansieht und das Gefühl hat, nicht gut genug zu sein. Ich habe meinen Körper immer mit all den ‚perfekten‘ Bildern verglichen“, erklärt sie weiter.

„Aber ich habe angefangen zu realisieren, dass ich nicht die Einzige bin und ich wollte nicht, dass andere sich weiterhin so fühlen, wie ich mich gefühlt habe – damit besessen zu sein, immer ‚Instagram worthy‘ auszusehen. Also habe ich angefangen, Fotos zu posten, die die Realität hinter meinen Instagram Fotos zeigen.“

Sara steht in einem schwarzen Kleid und hat links die Arme erhoben, um den Oberkörper zu strecken, rechts sind ihre Arme auf Höhe der Schultern und der Körper ist nicht mehr ganz so gestreckt.
Die Armposition ist entscheidend © Instagram: @saggysara

Ob es nun ein Seite-an-Seite-Vergleich mit angespannten und nicht angespannten Muskeln ist ...

... die wahre Form von Hüftwölbungen zeigt ...

Sara zeigt, wie die Form eines Hinterns beeinflusst werden kann, indem Rücken durchgestreckt wird.
Die Form der Hüften liegt am Knochenbau © Instagram: @saggysara

... andere dazu ermutigt, damit aufzuhören, ihren Bauch einzuziehen und ihren Körper atmen zu lassen ...

Von der Seite kann man Saras Bauch sehen, links hat sie die Muskeln angespannt und zieht den Bauch ein, rechts entspannt sie ihn.
Jede Körperform ist wunderschön! © Instagram: @saggysara

... oder einfach den gleichen Körper in unterschiedlichen Posen zeigt, Sara hofft darauf, dass Zuschauer:innen verinnerlichen, dass „die Menschen in diesen scheinbar ‚perfekten‘ Bildern nicht immer so aussehen.“

„Diese Perfektion, [der manche Menschen] hinterherjagen, existiert nicht wirklich und deshalb sollten wir uns nicht so stressen und stattdessen lernen, uns selbst so zu schätzen wie wir sind“, ergänzt sie. „Wir müssen realisieren, dass diese Bilder, die wir täglich sehen, bearbeitet, posiert, etc. sein können und, dass sie nicht immer eine realistische Darstellung von Körpern und der Vielfältigkeit von Menschen in unserer Gesellschaft sind. Wir alle haben unterschiedliche Formen und Größen und es ist unmöglich, dass wir uns alle an eine bestimmte Körperform anpassen. Deine Einzigartigkeit macht dich zu etwas Besonderem. Es macht uns schön und wir sollten uns nicht ändern müssen, um uns selbst zu akzeptieren.“

„Dein Körper ist kein Trend“, schreibt Sara in ihrer Instagram Bio. „Also behandle ihn nicht wie einen!“

Obwohl es im Nachhinein einfach erscheinen mag, hat die 25-Jährige einige Zeit gebraucht, um sich in ihrem Körper wohl zu fühlen und an manchen Tagen ist es für sie einfacher als an anderen.

„[Diese Fotos zu teilen] hilft mir an solchen Tagen, an denen ich mich – entweder mental oder emotional – nicht gut mit meinem Körper fühle. Es hilft, eine Plattform zu haben und sagen zu können: ‚Hey, es ist okay nicht okay zu sein‘. Auch das können wir so annehmen!“

„Ich will einfach hervorhoben, wie wichtig die Nichtlinearität von Selbstakzeptanz und Körperakzeptanz ist“, fasste Sara zusammen.

„Es ist komplett normal und menschlich, Tage zu haben, an denen man mit seinem Körperbild nicht zufrieden ist. Wir können nicht erwarten, uns selbst 24/7 zu lieben und mit uns glücklich zu sein. Es ist total menschlich, dass sich im Laufe des Lebens Gefühle verändern. Und deshalb sollten wir nicht zu selbstkritisch und hart mit uns umgehen, wenn diese Tage kommen.“

Es ist eine süße Erinnerung für alle, die auf ihrem eigenen Weg zur Selbstliebe sind. In Saras Kommentarspalte teilen Follower:innen, die mit Unsicherheiten kämpfen, wie Saras Posts sie beeinflusst haben:

Ein lieber Kommentar auf Saras Post.
Saras Posts helfen vielen Menschen mit dem Körperbild © Unbekannt auf Instagram

„Ich habe diese Erinnerung heute gebraucht. Ich war auf einem guten Weg zur Heilung, seit zwei Jahren fühle ich mich die meiste Zeit gut in meinem Körper, aber jetzt plötzlich fühle ich mich wieder unsicher, habe ein schlechtes Körperbild und hasse mich selbst ... Ich war gestresst darüber, wie mein Bauch aussieht. Ich brauchte diese sanfte Erinnerung.“

Sie schätzen es, vorsichtig daran erinnert zu werden, dass viele Menschen irgendwann mit ihrem Selbstbild zu kämpfen haben und es ein täglicher Prozess sein kann:

Eine Followerin bedankt sich bei Sara für ihre Posts
Durch Saras Posts gewinnt eine Followerin an Mut © Unbekannt auf Instagram

„Ich bin dir so dankbar! Ich habe große Probleme mit meinem Gewicht und damit, mich selbst zu lieben. Jeden Tag sehe ich mir deine Posts an. Danke, dass du so ehrlich bist und ans Licht bringst, wie Influencer:innen und die Medien sind. Danke, dass du du bist x x.“

„Deine Posts geben mir immer ein Gefühl von Erleichterung und einen warmen Strom an Selbstbewusstsein“, schreibt jemand auf Instagram.

Ein weiterer lieber Kommentar auf einem von Saras Posts
Danke für deinen Einfluss Sara! © Unbekannt bei Instagram

„Ich habe noch nie bei einem deiner Posts kommentiert, aber jedes Mal, wenn ich einen sehe, denke ich, dass ich dich und was du mit deinem Account machst total bewundere. Insta dafür zu nutzen ein positives Körperbild zu fördern ist so erfrischend. Danke dir, dass du so ein schöner Einfluss bist!“

Wenn du gerne auf dem Laufenden sein möchtest, was Sara tut, kannst du ihr auf Instagram folgen.

Willst du mehr darüber lesen, wie unser Äußeres viel zu oft im Fokus steht? Unsere BuzzFeed Österreich-Autorin Emily hat darüber gesprochen, wie sie es stört, wenn Menschen ihren Körper kommentieren – egal, ob sie es nett meinen oder nicht.

Übersetzt von einem Post von Alexa Lisitza.

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