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Speed-Dating mal anders: In Vorarlberg kannst du jetzt „Gondeln statt Tindern“ (April, April!)

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Von: Christian Kisler

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Montage: Eine Seilbahn in Vorarlberg, ein Pärchen in einer Gondel
Beim Speed-Dating-Format „Gondeln statt Tindern“ kann man in der Seilbahn daten. © imagebroker/Imago/Juri Pozzi/Westend61/APA-PictureDesk

Wer genug von Online-Dating über Tinder, Bumble, OkCupid und Co hat, kann auf andere Weise Zweisamkeit und Liebe suchen. Das Speed-Dating-Format „Gondeln statt Tindern“ der Vorarlberger Bergbahnen verspricht zumindest Abwechslung. Vorsicht, vielleicht nicht ganz ernst gemeint!

Vorweg: Vor der Lektüre dieses Artikels vielleicht einmal checken, wann er das erste Mal veröffentlicht worden ist, nämlich am 1. April. Und nein, der Scherz kam nicht von BuzzFeed Austria, er ging auch auf unsere Kosten. Dazu aber später mehr. Jetzt: Weiter im Text.

Fast ein Drittel der österreichischen Bevölkerung lebt alleine. Genauer gesagt leben hierzulande derzeit knapp 1,8 Millionen Singles, 29 Prozent der Bevölkerung. Eine Zahl, die sich in den letzten Jahren auch nicht verändert hat. Das ist eine Menge und öffnet einen riesigen Markt, auch was Dating anbelangt. Die COVID-19-Pandemie hat den Online-Dating-Boom nicht ausgelöst, aber bestimmt verstärkt. Was jetzt aber auch nicht alle sooo prickelnd finden. Jemanden auf anderem Wege als über eine App kennenlernen zu dürfen, das hat halt schon was.

Dass zum Thema Dating die Meinungen durchaus auseinander gehen, ist auch an den Vorarlberger Bergbahnen nicht vorübergegangen. Für alle, die nicht über Tinder, Bumble, OkCupid und von mir aus Parship oder Elite Partner ihr Glück in Sachen Liebe und Partnerschaft suchen wollen, hat man das Speed-Dating-Format „Gondeln statt Tindern“ ersonnen. Das Konzept ist einfach: Singles verbringen eine Gondelfahrt lang miteinander Zeit, um sich näher kennenzulernen, und das vor der Kulisse der Vorarlberger Bergwelt - romantisch.

Nach bestandener Fahrt kann man dann via Taferl entscheiden, ob es ein Wiedersehen geben soll oder ob man weitersucht. Blöd nur, wenn sich das Gegenüber schon bei Beginn der Fahrt als ungeeignet herausstellt. Dann muss man die ganzen zehn bis 15 Minuten in einer Gondel mit einer Person zubringen, der man nichts zu sagen hat. Und man darf einer Fahrt mit einer Gondel prinzipiell natürlich nicht abgeneigt sein, auch wenn man aus einer Stadt kommt, in der Seilbahnen Zukunftsmusik sind.

„Gondeln statt Tindern“ kannst du am Osterwochenende

Andreas Gapp, Obmann der Fachgruppe der Seilbahnen in Vorarlberg, gibt sich gegenüber ORF Vorarlberg jedenfalls optimistisch, was „Gondeln statt Tindern“ anbelangt: „Die vergangenen zwei Jahre waren für Singles keine leichten. Mit ‚Gondeln statt Tindern‘ möchten wir Menschen die Möglichkeit geben, wieder im echten Leben zu flirten und zu daten. Eine Gondelfahrt bietet dafür den idealen Rahmen: ein romantisches Panorama und zehn bis 15 Minuten Zeit für ungestörte Gespräche und ein erstes Kennenlernen.“

Wer sich jetzt denkt, er stattet demnächst Vorarlberg einen Besuch ab, setzt sich in eine Gondel und findet so die große Liebe, muss enttäuscht werden. Die Aktion findet nur am Osterwochenende in Lech, in der Silvretta Montafon und im Kleinwalsertal statt. Und natürlich muss man sich vorher dafür anmelden. Abgesehen davon, dass man womöglich die Person fürs Leben findet, können alle Teilnehmenden etwas gewinnen. Einerseits Saisonkarten für ihr Lieblingsskigebiet. Andererseits winkt eine Hochzeit am Berg. Was mir persönlich etwas verfrüht vorkommt, aber jedem Tierchen sein Pläsierchen. Mitmachen kann man, indem man Selfies von sich und dem jeweiligen Date in der Gondel auf Instagram postet, Hashtag #meintraumtag.

April, April!

So, und wer sich jetzt tatsächlich auf ein romantisches Gondel-Date gefreut hat, muss noch einmal enttäuscht werden. Ein Blick aufs Datum zeigt: Es war ein ausgezeichnet gemachter April-Scherz, auf den auch ich hereingefallen bin. Hut ab! Aber: „Leider muss ich dir sagen, dass die Kampagne nur ein April-Scherz war“, so Katharina Schneider von der dafür verantwortlichen Vorarlberger Social-Media-Agentur ipk gegenüber BuzzFeed Austria. „Durch das Mega-Feedback aus den Medien sowie der Community, sind wir aber gerade am überlegen, Gondeln statt Tindern Wirklichkeit werden zu lassen.“ Und auf Instagram schrieb man: „Als kleine Entschädigung bekommen alle, die sich bereits angemeldet haben, ein Sommerticket für die gewählte „Gondeln statt Tindern“-Destination.“ Immerhin, vielleicht wird es ja doch noch was mit dem Gondel-Date in den Bergen.

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