1. BuzzFeed.at
  2. Buzz
  3. Popkultur

Internationaler Tag gegen den Lärm: 5 Dinge, die so laut sind, dass sie dich unendlich nerven

Erstellt:

Von: Christian Kisler

Kommentare

Frau hält sich mit Polstern die Ohren zu.
Am Internationalen Tag des Lärms kann man sich nur noch die Ohren zuhalten. © Westend61/Imago

Kaum etwas ist so allgegenwärtig, lästig und nervig wie Lärm - vor allem, wenn man ihn nicht selbst verursacht. Dabei können nervige Geräusche sogar krank machen. Unsere Liste zum Welttag gegen den Lärm.

Wer unter Phonophobie leidet, ist tatsächlich zu bemitleiden. Das ist nämlich die Angst vor Geräuschen, diese müssen nicht einmal besonders laut sein. Und ganz ehrlich, vollkommen still ist es eh nirgends. Auf der Straße röhrt der Verkehr, in der Wohnung hörst du die Waschmaschine der Nachbar:innen, in der Natur ertönen Blätterrauschen, knacksende Zweige und Vogelgezwitscher. Das ist alles noch halbwegs erträglich, unangenehm wird es allerdings, wenn aus Geräuschen Lärm wird und der wiederum zur Belastung. Und wie gesagt, er ist überall und kommt nicht selten äußerst ungelegen.

Außerdem kann er nachweislich krank machen, er belastet Herz und Kreislauf. Dabei ist er nicht nur dich und mich ungesund, sondern auch für unsere Umwelt. Was kaum jemand auf dem Schirm hat, auch Unterwasserlärm ist schädlich, für alle Meeresbewohner:innen: Schiffsverkehr, Suche und Bohrungen nach Öl und Gas, Tiefseebergbau und militärische Aktivitäten. Lärm stört aber in erster Linie und lässt uns manchmal halb wahnsinnig werden. Vor allem, wenn er dann kommt, wenn man nicht damit gerechnet hat. Dabei nimmt jeder Mensch Lärm anders wahr - und das hat nichts mit Schwerhörigkeit zu tun. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Lärm hier also eine kleine Liste mit nervigen Lärmverursachern, ohne bestimmte Reihenfolge.

1. Die Baustelle im Haus oder davor

Du hast einen Tag frei, lernst für Schule oder Uni oder sitzt gemütlich im Homeoffice. Und dann das: Es wird gehämmert, es wird gestemmt, es wird gebohrt, der Lärm ist überall. Und es nimmt kein Ende. Konzentration adé, da hättest du gleich in die Schule, Uni oder ins Büro fahren können. Dabei ist es fast schon egal, ob vor deinem Fenster auf der Straße gewerkt wird oder im Haus selbst. Bei Letzterem kannst du dir nur sicher sein, dass die Wände den Lärm schön weiter leiten. Yay!

2. Flugzeug und Verkehr, ich hasse euch sehr

Es hätte so schön sein können. Die neu bezogene Wohnung mit Balkon, am Feierabend am Balkon die Abendsonne genießen, schon klischeehaft mit einem guten Buch und einem Glas Wein. Und dann das: Rooooaaarrr!!! Was man dir VOR Einzug in die neue Bude nämlich nicht verraten hat: Du lebst ab sofort unter einer Flugschneise. Soll heißen: Mehrmals am Tag setzen nur knapp über den Dächern Flugzeuge zur Landung an. Hurra!

Auch nicht schlecht: Wenn du niemals lüften kannst, weil all deine Fenster auf eine dicht befahrene Straße hinausgehen. Abgesehen davon, dass du sämtliche Abgase in deiner Wohnung hast, darfst du dich auch noch über einen Lärmpegel freuen, der seinesgleichen sucht.

3. Deine Nachbar:innen hören laut Musik oder spielen ein Instrument (und das schlecht)

Okay, es ist ja nicht so, dass ich nicht selbst auch schon das eine oder andere Mal laut Musik gehört habe und mich darüber gefreut habe, dass meine alte Stereoanlage auch noch fette Bässe rausblasen kann. Aber, hey, das war gute Musik! Und: Niemals außerhalb der Ruhezeiten. Ich weiß ja nicht, was in den Köpfen mancher Zeitgenoss:innen vorgeht, die an einem Sonntag die ganze Nachbarschaft mit der Existenz ihrer neuen Superduperlautsprecher beglücken müssen, sodass man förmlich im Bett steht. Auch nicht besser: Menschen, die ihren Liebeskummer mit dem Abspielen unerträglicher Schnulzen mitten in der Nacht in maximaler Lautstärke bekämpfen müssen.

Ist es nicht Musik aus der Konserve, kann auch ein mehr schlecht als recht gespieltes Instrument den letzten Nerv rauben, gerne bei geöffnetem Fenster. Ganz oben auf der Liste: Violine, diverse Blasinstrumente, Klavier sowie E-Bass und E-Gitarre. Ich meine, „Smoke on the Water“, ernsthaft?

4. Verrückte Möbel in der Nacht

Nein, mit „verrückt“ meine ich nicht „geisteskrank“, sondern etwas Schweres von A nach B bewegen, verschieben quasi. Wobei ich jetzt auch nicht weiß, wie es um den Geisteszustand mancher Menschen bestellt ist, die meinen, um zwei, drei Uhr in der Nacht ihre Möbel, ja, verrücken zu müssen. Warum? Ertragen sie die Anordnung ihrer Einrichtungsgegenstände nicht mehr länger? Zum Beispiel, um das Unterfangen am nächsten Tag zu einer vernünftigen Uhrzeit anzupacken? Benötigen sie mitten in der Nacht besonders viel Platz? Etwa, um Sport zu machen? Das 50.000-Teile-Puzzle fertigzustellen? Oder genug Platz für ihre ausgefallenen Liebesspiele zu haben? Nach dem Verrücken der Möbel hört man nämlich nichts mehr. Hauptsache, ich bin wach und mach mir Gedanken. Dabei will ich gar nicht wissen, was die in ihrer Wohnung treiben. Aaaarrrggh!

5. Kirchengeläut

„Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“, wusste schon Friedrich Schiller. Es müssen aber nicht immer böse Nachbar:innen, die die Ruhe stören. Es kann auch von superfrommer Seite kommen: Kirchen. Wenn es nicht neu errichtete Gebäude aus Beton (Ausnahme: die Votruba-Kirche), sind sie ja meist von außen wie von innen schön anzuschauen. Und auch wenn die Kirchenaustritte immer mehr werden, gibt es in einem katholischen Land wie Österreich immer noch mehr als Menschen, die Kraft aus einem Besuch in einem der Bethäuser schöpfen. Soll sein.

Eines ist allerdings sehr, sehr, SEHR lästig: das Läuten der Kirchenglocken. Es bimmelt mitunter dermaßen laut und hin und wieder lang, dass an arbeiten, sprechen oder gar schlafen nicht zu denken ist. Zumindest, wenn man in unmittelbarer Nähe einer Kirche wohnt, kann das schon sehr den Alltag beeinträchtigen. Es muss ja nicht gleich die Pummerin im Wiener Stephansdom sein, die größte Glocke Österreichs.

Auch interessant

Kommentare