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Star der Wiener Club-Szene wird ARD-Schauspieler: Vietha Luong erzählt von der Erfüllung eines Kindheitstraums

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Von: Sophie Marie Unger

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Vietha Luong mit einem Gast beim Event Tipsy Tuesday in Wien und Luong am Set vom ARD-Amsterdam-Krimi
Der Tipsy Tuesday-Veranstalter Vietha ist mit seiner ersten Hauptrolle im TV zu sehen. © Tipsy TuesdayARD Degeto / Raymond van der Bas

Gestern war der Wiener Vietha Luong in seiner ersten Hauptrolle im ARD-Amsterdam-Krimi zu sehen. Der Veranstalter erzählt uns, warum er so dankbar dafür ist und wie er beide Welten vereint.

Im ARD-Amsterdam-Krimi „Der Tote aus dem Eis“ schlüpft der Wiener Event-Veranstalter Vietha Luong in die Rolle des untergetauchten indonesischen Matrosen Joyo. Dieser wurde Zeuge eines Mordes, der inmitten eines Razzia-Vorhabens von Undercover-Ermittler Pollack ans Tageslicht kommt. Weil Joyo ein Handyvideo, das den Mord am Kontrolleur der Meeresschutz-Behörde auf hoher See zeigt, besitzt, wird er Zentrum der Ermittlungen. Eine spannende Geschichte rund um Drogenschmuggel und das von Unternehmen oft betriebene Greenwashing.

Partypeople kennen Vietha schon lange

Für Vietha Luong war es die erste Hauptrolle. Obwohl er schon als Kleinkind diesen Berufswunsch klar vor Augen hatte und mit seinem Bruder und seinem Cousin Filme drehte, hat er zunächst der Gastro und der Nachtszene den Vorzug gegeben. Bereits 2010 gründete er den Dienstagsclub „Tipsy Tuesday“, welcher für viele Wiener:innen zu einem absoluten Fixtermin mitten unter der Woche geworden ist. Auch das Trendlokal „Spear“ auf der Neubaugasse im 7. Bezirk hat er gegründet und aufgebaut. Doch den Schauspieltraum wollte er nicht einfach so loslassen, auch wenn es immer wieder Herausforderungen gab.

Eine Stimmband-OP erschwerte seinen Weg

„Aufgrund einer schweren Erkrankung wurde bei einer Operation im Jahr 2016 mein linker Stimmbandnerv durchtrennt. Seitdem kann ich nur noch mit dem rechten Stimmband meine Stimme bilden. Man sagte mir damals, dass ich mit dieser Stimme die Schauspielerei vergessen kann“, berichtet Vietha. Doch er ließ sich nicht abbringen, besuchte Schauspielkurse, arbeitete hart an seiner Stimme und bekam schon bald erste Jobs in österreichischen Werbespots. „Die harte Arbeit an meiner Stimme in den vergangenen Jahren hat sich ausgezahlt“, erzählt er stolz.

Mit ARD ging Viethas Schauspiel-Traum in Erfüllung

Als er von Marc Schötteldreier bei einem Casting entdeckt wurde und ihm die Hauptrolle beim ARD Amsterdam-Krimi angeboten wurde, konnte Vietha es zunächst selbst kaum glauben. Erst nach und nach realisierte der Wiener, dass wirklich ein Traum in Erfüllung gegangen war. „Ich bin sehr froh, dass mir Regisseur Ismail Sahin die Chance gegeben hat, die Hauptrolle spielen zu dürfen“, berichtet er gegenüber BuzzFeed Austria. Bei den Dreharbeiten bestätigte sich dann immer wieder, dass dies der richtige Schritt war. „Ich war das erste Mal so im Flow, dass ich alles rundum vergessen habe. Ich habe bemerkt, dass ich am Filmset ein noch nie dagewesenes Gefühl von Freiheit empfunden habe, weil ich endlich einfach komplett in meinem Element war und an nichts anderes denken musste“, so Vietha.

Vietha möchte beide Welten vereinen

Der Wiener mit vietnamesischen Wurzeln möchte nun beide Welten vereinen. In all seinem Tun stehen dabei vor allem zwei Aspekte im Mittelpunkt: Gute Laune zu verbreiten und Menschen schöne Erfahrungen zu schenken. Ursprung hat das unter anderem auch in seiner eigenen Vergangenheit. „.Meine Eltern waren Flüchtlinge, leicht hatte auch ich es nicht. Darum habe ich mir vorgenommen, die Menschen auf zweierlei Art zu unterhalten, zum einen als Eventveranstalter von hochklassigen Clubbings wie Tipsy Tuesday und zum anderen, indem ich sie als Schauspieler in fremde Welten entführe und unterhalte“, sagte er über seine Pläne.

Was hat der Allrounder sonst noch so vor?

Der deutsche „Emmy Award“-Juror Rainer Tittelbach sieht in Luong zudem eine echte Entdeckung. Das Schauspielpotential will Vietha nun auf jeden Fall weiter ausbauen. „Ich habe als Schauspieler noch viel vor und möchte auch große internationale Rollen spielen und die größten Filmpreise gewinnen“. Dabei sollen seine älteren Errungenschaften in der Nachtszene keinesfalls untergehen. „Ich sehe, wie die Menschen auf meinen Partys ihre Sorgen vergessen, daher ist es mir auch ganz wichtig, dass es dieses Clubbing weiterhin gibt. Ich habe mittlerweile ein sehr gutes Team, das es auch alleine schafft, wenn ich wieder mal auf einem großen Dreh unterwegs bin“.

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