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Immer mehr kündigen ihr Netflix-Abo, aber „Stranger Things“ verhindert Schlimmeres

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Von: Johannes Pressler

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Ein Haus mit dem Netflix-Schriftzug auf dem Dach.
Befindet sich Netflix in der Krise? © Chris Delmas/AFP/APA-PictureDesk

Streaming-Riese Netflix verliert zunehmend an Abonnent:innen. Dank „Stranger Things“ aber nicht so viele, wie erwartet.

Die Zahl an Menschen, die ein Abo des US-amerikanischen Streaming-Dienstes Netflix haben, sind weiter am absteigenden Ast. Alleine in den letzten drei Monaten ist es zu einem Verlust von 970.000 Bezahlabos gekommen. Das gab das Unternehmen mit Sitz in Kalifornien am Dienstag (19. Juli) nach Börsenschluss bekannt. Es hätte aber noch viel schlimmer kommen können, wenn da nicht der Serienhit „Stranger Things“ gewesen wäre.

Netflix verliert Abos, „Stranger Things“ als Retter

Netflix selbst sei damit gar nicht so unhappy, wie es vom Streaming-Dienst heißt. Laut eigenen Angaben hätte man im letzten Quartal nämlich mit einem Minus von rund zwei Millionen Abos gerechnet. Der Rettungsanker, der Netflix vor einem größeren Verlust gerettet haben soll, soll die Science-Fiction-Serie „Stranger Things“ sein.

Der Streaming-Dienst selbst ist mit Klickzahlen ja nicht immer so transparent, die vierte Staffel rund um Eleven, Jim Hopper und Co soll laut eigenen Angaben aber die beliebteste Serie sein, die auf Netflix je ausgestrahlt wurde, zumindest in englischer Sprache. Nicht zuletzt deshalb ist es wenig überraschend, dass auch schon die fünfte Staffel verkündet wurde.

Netflix: Weniger Abos, mehr Einnahmen

Trotz Verlusten ist Netflix immer noch ein wahrer Riese in der Streaming-Welt. Fast 221 Millionen Abos zählt die Plattform derzeit. Das zeigt sich auch in den Umsatzzahlen. In den letzten drei Monaten konnte man hier nämlich eine Steigerung von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Acht Milliarden Dollar waren es insgesamt im letzten Quartal. Um jedoch nicht noch viel mehr Abos zu verlieren und dadurch weniger Umsatz zu erzielen, soll es in Zukunft auch eine günstigere Version geben - mit einzelnen Werbeclips, die immer wieder aufpoppen.

Auf der Suche nach der eigenen Riesen-Marke

Was Netflix trotz des zahlreichen Angebots immer noch von der Konkurrenz wie Disney+ und Prime Video unterscheidet, sind die ganz großen Popkultur-Kapazunder. Disney+ hat mit Star Wars und Marvel große Freude, bei Prime Video startet in Bälde die erste Spin-off-Serie aus der „Der Herr der Ringe“-Welt. Laut der Nachrichtenagentur Reuters soll nun auch Netflix Überlegungen gestartet haben, wie man eine eigene Franchise aufziehen könnte.

Dazu soll Netflix vor Kurzem mehrere Scouts verpflichtet haben, die sich auf die Suche nach Fantasy-Geschichten mit Hit-Potenzial machen sollen. Zudem soll eine eigene Videospiel-Abteilung gegründet worden sein. Und dann gäbe es da ja noch „Stranger Things“ selbst. Nach der fünften und voraussichtlich letzten Staffel sei es schon so gut wie fix, dass daraufhin mehrere Spin-offs folgen werden. Auch so kann man sich sein eigenes Universum aufbauen.

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