1. BuzzFeed.at
  2. Buzz
  3. Popkultur

„Sex And The City“ war eigentlich richtig sexistisch, vor allem wenn es um Samantha ging

Erstellt:

Kommentare

Bildmontage: Samantha und Carry in einer Szene von “Sex And The City“.
Sex And The City war eigentlich richtig sexistisch. © HBO/Screenshot/YouTube

„Sex And The City“ haben fast alle, die jetzt über 30 sind, richtig hart gefeiert. Die Neuauflage „And Just Like That“ hat die Herzen vieler Fans höher schlagen lassen. Auch wenn Samantha nicht mit dabei ist. Wenn wir uns alte Szenen anschauen, ist es aber ein Wunder, dass Samantha nicht schon viel früher die berühmte Freundesgruppe verlassen hat.

Wie ihre Freund:innen mit ihr umgegangen sind, beweist, dass „Sex And The City“ zum Teil richtig toxisch und frauenfeindlich war:

Charlotte, Carry und Miranda machten sich über Samantha lustig, als sie mit einer Frau zusammen war

In Staffel 4, Episode 4 offenbart Samantha ihren Freund:innen, dass sie mit jemanden namens Maria in einer Beziehung steckt. Diese Offenbarung scheint Carrie, Miranda und Charlotte ziemlich zu verblüffen. Wobei es die drei hier noch eher überrascht, dass Samantha tatsächlich eine feste Beziehung eingegangen ist. Später lassen sich die drei aber ziemlich heftig über ihre Freundin aus, ohne dass diese überhaupt anwesend ist. Carrie ärgert sich über die Sexualität ihrer Freundin: „Wie funktioniert das überhaupt? Du gehst schlafen, stehst am nächsten Morgen auf und ‚Puff‘ du bist lesbisch?“

Miranda zieht einen unpassenden Vergleich: „Ich hab vergessen, dir zu sagen, dass ich ein Hydrant bin.“ Carrie schießt gleich nach und erklärt, sie wollte immer schon ein Schuh sein. Charlotte slut-shamed zu allen Überfluss auch noch: „Ich denke nicht, dass sie lesbisch ist, ich denke ihr sind die Männer ausgegangen.“ Nein, liebe Leute, so funktioniert Sexualität nicht. Und Freundschaft schon gar nicht.

Samantha wurde generell sehr oft Opfer von Slut-Shaming - besonders durch Charlotte

Samantha hat gerne Sex. Who cares? Anscheinend Charlotte, die eigentlich eine ihrer besten Freundinnen sein sollte. In Staffel 3, Episode 15 regt sich Charlotte darüber auf, dass Samantha nichts über einen Mann weiß, mit dem sie Sex hatte. „Wie kannst du nichts über ihn wissen? Ihr hattet Sex“, fragt sie ihre Freundin. „Ich habe mit ihm geschlafen. Ich bin sechsmal gekommen. Das reicht mir“, kontert Samantha schlagfertig.

Darauf hin entfacht eine Diskussion über die Bedeutung von Sex. „Oh mein Gott, du bist so eine...“ rutscht es Charlotte schließlich heraus, ehe sie von ihrer Freundin unterbrochen wird. „Eine was? Was bin ich, Charlotte?“, fragt Samantha herausfordernd. „Wann wirst du endlich lernen, dass du nicht mit allem vögeln kannst, was nicht bei Drei auf dem Baum ist?“, fragt Charlotte wütend und verlässt den Tisch. Slut-Shaming at its best! Samantha kann sehr wohl so viel einvernehmlichen Geschlechtsverkehr haben wie sie will. Miranda und Carrie sitzen übrigens die ganze Zeit stillschweigend neben ihren Freundinnen und verteidigen Samantha nicht ein einziges Mal.

Apropos Slut-Shaming: Carry hatte das auch ziemlich gut drauf

In Staffel 5, Episode 4 platzt Carry in Samanthas Büro, also diese gerade Oral-Verkehr mit einem Lieferanten hat. Aus irgendeinem Grund regt das Carry ziemlich auf. „Du würdest mich nie mit einem Lieferanten beim Oral-Verkehr erwischen. Das würde ich nie tun“. Zum Glück ist Samantha nicht auf den Mund gefallen und kann sich gut verteidigen: „Ich werde mich weder von dir noch von der Gesellschaft verurteilen lassen.“ Richtig so, Samantha. Danke!

Samantha wurde übrigens auch aufgrund ihres Gewichtes verurteilt

Im ersten „Sex And The City“-Film nimmt Samantha etwas zu, weil ihr Sexleben nicht so läuft, wie sich das vorstellt. Der kleine Bauch wird von ihren Freund:innen nicht nur sofort erkannt, sondern gleich einmal verurteilt. Not cool. Body-Shaming ist nicht in Ordnung - egal, wie lange man sich kennt.

Hinter dem Fehlen von Samantha in der Neuauflage „And Just Like That“ stecken Unstimmigkeiten zwischen Kim Cattrall, die Samantha verkörpert, und Hauptdarstellerin Sara Jessica Parker. Vielleicht ist es aber für die fiktive Samantha gar nicht so schlecht, endlich einmal Abstand von ihrer toxischen Freundschaft zu Carry, Miranda und Charlotte zu bekommen.

via GIPHY

Dieser Artikel wurde geändert und gekürzt. Er erschien zuerst auf Englisch.

Auch interessant

Kommentare