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Sex Education: Alles, was ihr über die erfolgreiche Netflix-Serie wissen müsst

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Ola, Lily, Olivia, Aimee, Maeve und Viv sitzen ganz hinten im Bus. Darunter eine Nahaufnahme von Aimee, die erleichtert zu Olivia guckt, während Maeve daneben lächelt.
„Sex Education“: Die Bus-Szene ist einer der besten TV-Szenen zum Thema Female Empowerment aus den letzten Jahren. © Netflix

Die Fernsehserie „Sex Education“ ist eine der erfolgreichsten Eigenproduktionen von Netflix. Im September 2021 erschien Staffel drei der Serie.

„Sex Education“ beschäftigt sich mit dem Schüler Otis Milburn, der eher unfreiwillig zum Amateur-Sextherapeuten an seiner Schule wird.

Allgemeines zur Serie Sex Education

Im Mittelpunkt der Dramedy-Serie „Sex Education“, die auf Netflix gestreamt werden kann, steht der jugendliche Schüler Otis Milburn. Er ist eher schüchtern und in Sachen Sex unerfahren. Allerdings ist er der Sohn der Sextherapeutin Jean Milburn, die dementsprechend sehr offen mit dem Thema Sexualität umgeht. Aufgrund seines Wissens kann Otis einem Mitschüler bei einem Problem helfen. Dies bekommt Maeve Wiley mit, die daraufhin die Idee hat, mit Otis eine Sextherapie anzubieten. Während sie sich um die Organisation kümmert und die Bezahlung entgegennimmt, berät Otis die Schüler, die um seine Hilfe ersuchen.

Im Laufe der ersten Staffel entwickelt Otis Gefühle für Maeve, die sich jedoch zu Jackson Marchetti hingezogen fühlt. Ironischerweise bittet Jackson Otis sogar darum, ihm Tipps zu geben, wie er Maeve näherkommen kann. Die Fernsehserie beschäftigt sich auch mit anderen Schülern und ihren Problemen. So spielt auch Otis’ bester Freund Eric Effiong eine wichtige Rolle. Und auch das Leben und der Charakter von Otis’ Mutter Jean werden im Laufe der Serie näher beleuchtet.

„Sex Education“: Die Hauptfiguren

Die Hauptfigur der Dramedy-Serie Sex Education ist Otis Milburn. Er ist zu Beginn der Handlung zurückhaltend und kann nicht masturbieren. Sein bester Freund Eric Effiong ist offen homosexuell und stammt aus einer sehr gläubigen Familie. Er wird von Adam Groff gemobbt, der der Sohn des strengen Schuldirektors ist. Weil Adam Probleme hat, beim Sex mit seiner Freundin Aimee einen Orgasmus zu haben, kommt die Handlung der Fernsehserie ins Rollen. Denn Otis’ Mutter Jean Milburn ist Sextherapeutin und geht auch ihrem Sohn gegenüber offen mit dem Thema Sex um.

Sie hat Affären mit verschiedenen Klienten, ist aber nicht in der Lage, eine Liebesbeziehung zu führen. Maeve, mit der Otis seine Sextherapie anbietet, lebt allein in einem Wohnwagen und braucht dringend Geld. Daher schreibt sie gegen Bezahlung auch Essays für ihre Klassenkameraden. Jackson Marchetti, für den sich Maeve interessiert, ist ein Musterschüler und zugleich ein sehr erfolgreicher Schwimmer. Eine wichtige Rolle spielen auch die Mitglieder der Clique Untouchables, die respektlos mit anderen Schülern umgehen. Ihre Anführerin ist Ruby Matthews.

„Sex Education“: Die Darsteller:innen

In der Hauptrolle als Otis in der Dramedy-Serie „Sex Education“ ist Asa Butterfield (24) zu sehen. Er ist bereits seit seinem achten Lebensjahr als Schauspieler beschäftigt und wirkte unter anderem in den Filmen „Der Junge im gestreiften Pyjama“ (2008), „Hugo Cabret“ (2011) und „Die Insel der besonderen Kinder“ (2016) mit.

Die bekannteste Darstellerin von „Sex Education“ ist aber wohl Gillian Anderson (53). Sie verkörperte von 1993 bis 2002 sowie 2016 und 2018 in insgesamt 218 Folgen die Dana Scully in der Fernsehserie „Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“. Zudem war sie 2020 in der vierten Staffel von „The Crown“ als Margaret Thatcher (87) zu sehen.

Maeve wird von Emma Mackey (25) gespielt, die vor „Sex Education“ lediglich in den Filmen „Badger Lane“ und „Summit Fever“ mitwirkte. Zusätzlich ist sie als Model tätig. Die Rolle von Jackson übernimmt Kedar Williams-Stirling (26), der zuvor in mehreren kleinen Filmen und Serien mitgespielt hat. Ncuti Gatwa (29) ist in „Sex Education“ als Eric zu sehen. Geboren ist er in Ruanda, aber aufgewachsen in Großbritannien.

„Sex Education“: Die Produktion

Die Dramedy-Serie „Sex Education“ wurde von Laurie Nunn (Alter unbekannt) entwickelt. Im November 2017 gab Netflix bekannt, die Serie in Produktion zu geben. Im Mai 2018 wurden die wichtigsten Ergebnisse des Castings öffentlich gemacht. Es wurde verkündet, dass unter anderem Gillian Anderson, Asa Butterfield und Emma Mackey die Hauptrollen übernehmen.

Die Dreharbeiten fanden an verschiedenen Orten in Wales und England statt. Als Moordale Secondary School diente beispielsweise der ehemalige Campus der University of South Wales in Caerleon. Die Idee hinter der fiktiven Stadt Moordale war es, dass sie sich nicht eindeutig verorten lässt. So kann sie sich in England oder den USA befinden.

Auch ist die Epoche, in der die Fernsehserie spielt, bewusst vage gehalten. So sind in den Straßen kaum moderne Autos unterwegs, aber es existieren Smartphones. Anerkennung erhielt die Serie unter anderem durch ihren Umgang mit den intimen Themen, die sie behandelt. Zudem wurde die Intimitätskoordinatorin Ita O’Brien engagiert. Ihre Aufgabe war es, am Set auf das Einhalten von Richtlinien zu achten und die beteiligten Darsteller zu betreuen.

„Sex Education“: Die Verfügbarkeit

Ende 2018 kündigte Netflix an, dass die erste Staffel der Dramedy-Serie „Sex Education“ im Jänner 2019 erscheinen würde. Am 11. Jänner 2019 geschah dies auch und alle acht Episoden der ersten Staffel waren sofort auf der Plattform online verfügbar. Im Original sind sie lediglich mit „Episode 1“, „Episode 2“ und so weiter betitelt. Entsprechend lauten die deutschen Titel „Folge 1“, „Folge 2“ et cetera.

Nur wenige Wochen nach Erscheinen der ersten Staffel wurde die Fernsehserie bereits um eine zweite Staffel verlängert. Ihre acht Folgen erschienen am 17. Jänner 2020 und hatten die gleiche Struktur bei den Titeln wie die Episoden der ersten Staffel. Die Verlängerung um eine weitere Staffel gab Netflix im Februar 2020 bekannt.

Die acht Folgen gingen am 17. September 2021 online. Auch die Titel der dritten Staffel beschränken sich auf die Bezeichnung „Episode“ beziehungsweise „Folge“ und die entsprechende Zahl. Wenige Tage nach der Premiere der dritten Staffel verkündete Netflix, dass eine vierte Staffel in Planung sei. Ihr Erscheinen war für Ende 2022 geplant.

Auszeichnungen und Nominierungen der Serie

Seit ihrem Erscheinen werden die Fernsehserie „Sex Education“ und die daran mitwirkenden Personen regelmäßig für Preise nominiert und haben auch einige davon gewinnen können. So wurde Ncuti Gatwa im Jahr 2019 für zwei MTV Movie & TV Awards nominiert, nämlich für die Breakthrough Performance und für den besten Kuss mit Connor Swindells (25). Beide Preise gingen jedoch an andere Nominierte.

Beim Newport Beach Festival im April 2020 gewann Asa Butterfield die Auszeichnung als Artist of Distinction. Zudem erhielt Ncuti Gatwa bei den BAFTA Scotland Awards 2020 den Preis als bester Fernsehschauspieler. Bei den BAFTA TV Awards wurde die Dramedy-Serie für die folgenden vier Auszeichnungen nominiert:

Bei den BAFTA TV Awards 2021 stand die Serie sogar sechs Mal in fünf Kategorien auf der Nominierungsliste. Aimee Lou Wood (26) gewann den Preis für die beste weibliche Comedy-Darstellung – unter anderem gegen ihre Serienkollegin Emma Mackey. Ncuti Gatwa war erneut nominiert, ging aber wieder leer aus.

Serie „Sex Education“: Die Kritiken

Die Dramedy-Serie „Sex Education“ wird von Zuseher:innen und Kritiker:innen überwiegend positiv betrachtet. Auf der Plattform IMDb erhielt sie bei mehr als 220.000 Bewertungen im Schnitt 8,3 von zehn Sternen. Bei Rotten Tomatoes lagen die Bewertungen der User Ende November 2021 bei 93 Prozent. Sogar noch besser kommt die Fernsehserie bei internationalen Kritiker:innen an. Rotten Tomatoes hat 95 Prozent der Kritiken als positiv bewertet. Auch die einzelnen Staffeln wurden jeweils zu mindestens 90 Prozent positiv rezensiert.

Das deutsche Magazin „Spiegel“ schrieb, dass Otis Milburn ein typischer Jugendlicher sei, der in Sachen Sex zutiefst verunsichert sei. Für die gleiche Publikation schrieb ein weiterer Autor, dass „Sex Education“ durch komplexe Charaktere glänzt. Zudem sei die Serie nicht schlüpfrig, sondern lehrreicher als Unterricht in Sexualkunde. CNN meinte hingegen zur ersten Staffel, dass es ihr nur darum ginge, zu schockieren. Dagegen bliebe die Ausarbeitung der Charaktere auf der Strecke. Das war eine der wenigen Kritiken, die sich gegenüber der Qualität der Serie eher zurückhaltend äußerten.

Von Alexander Kords

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