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Alles, was ihr über die Reality-Show „Too Hot To Handle“ wissen müsst

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Die Kandidatinnen und Kandidaten dürfen sich eigentlich nicht zu nahe kommen - tun es aber.
Die Netflix-Serie „Too Hot To Handle“ kommt semi-gut an. © Netflix

In „Too Hot To Handle“ dürfen sich die teilnehmenden Singles keinesfalls näher kommen, da sich bei Verstößen gegen diese Regel ihr Preisgeld reduziert – ob das jemand geschafft hat?

In der Netflix-Reality-Show „Too Hot To Handle“ verbringen mehrere Singles vier Wochen gemeinsam in einer Villa in warmen Gefilden. Anfangs sind es zehn Teilnehmer, nämlich fünf Männer und fünf Frauen. Im Laufe einer Staffel kommen weitere Kandidat:innen hinzu. Alle Kandidat:innen hatten zuvor keine ernsthaften Beziehungen, sondern lediglich kurzfristige Liebschaften. Im Verlauf der Serie sollen sie die anderen Teilnehmer:innen kennenlernen und aufrichtige Verbindungen aufbauen. Es ist ihnen jedoch verboten, sich zu küssen oder sexuellen Kontakt zu haben.

Deutlich erschwert wird dies dadurch, dass es in der Villa nur einen Schlafraum mit acht Betten gibt. Einige Kandidat:innen müssen daher im selben Bett übernachten. Mit der Außenwelt dürfen die Teilnehmer:innen nicht kommunizieren, weshalb sie zu Beginn ihre Smartphones abgeben müssen. In Kontakt mit den Produzenten stehen sie über Lana, eine virtuelle Assistentin, die in Form eines Lautsprechers daherkommt. Lana wird von der US-amerikanischen Komikerin Desiree Burch gesprochen. In den vier Wochen absolvieren die Kandidaten verschiedene Workshops, die sie einander näherbringen sollen.

Reality-Show „Too Hot To Handle“: Die Spielregeln

Zu Beginn jeder Staffel der Serie „Too Hot To Handle“ steht ein Preisgeld von 100.000 US-Dollar im Raum. Dieses wird jedoch reduziert, wenn die Teilnehmer sexuelle Handlungen durchführen. Die Beträge, die von der Gewinnsumme abgezogen werden, sehen wie folgt aus:

Um Verstöße zu erkennen und zu ahnden, wird die Villa größtenteils mit Kameras überwacht. Private Bereiche wie die Toiletten sind mit Mikrofonen ausgestattet. Zwei Kandidat:innen, bei denen eine deutliche Chemie zu erkennen ist, dürfen sich in eine private Suite zurückziehen und dort Körperkontakt haben – allerdings nicht nachts. Sollten Kandidat:innen keine Bindung zu den anderen Teilnehmer:innen aufgebaut haben, müssen sie die Villa vorzeitig verlassen. Das Preisgeld wird am Ende einer Staffel der Serie unter den verbliebenen Kandidat:innen aufgeteilt.

„Too Hot To Handle“: Entwicklung, Produktion und Verfügbarkeit

Die Idee für „Too Hot To Handle“ hatte Laura Gibson, Creative Director bei der Produktionsfirma Talkback, im Jahr 2016. Inspiriert wurde sie dafür von der Folge „Der Wettstreit“ der Serie „Seinfeld“. Darin wetten die vier Hauptfiguren, wer von ihnen am längsten aushält, ohne sich selbst zu befriedigen. Entwickelt wurde die Reality-Show dann von Charlie Bennett. Die Produktion übernahm Talkback, eine Tochterfirma des britischen Produktionsunternehmens Fremantle.

Das Casting für die erste Staffel fand im Jahr 2018 statt. Mehr als 3.000 Personen nahmen daran teil, die zehn Kandidaten für die Show kristallisierten sich aber schnell heraus. Die Dreharbeiten fanden im März und April 2019 auf der mexikanischen Halbinsel Punta Mita statt. Das Luxus-Ressort Casa Tau, das als Schauplatz der ersten Staffel dient, war erst im Dezember 2018 eröffnet worden. Im Mai 2019 sicherte sich Netflix den Titel „Too Hot To Handle“, die erste Staffel erschien im April 2020. Die zweite Staffel wurde 2020 auf den Turks- und Caicosinseln gedreht und im Juni 2021 veröffentlicht.

„Too Hot To Handle“: Zusatzfolgen

Am 8. Mai 2020 ging die Extrafolge „Das Wiedersehen“ online. Darin trafen sich die Kandidaten einige Zeit nach dem Ende der ersten Staffel wieder. Dies fand jedoch aufgrund der Corona-Pandemie per Video-Chat statt. Die ersten vier Folgen der zweiten Staffel erschienen am 23. Juni 2021. Der Rest der Staffel, der aus sechs weiteren Episoden besteht, ging eine Woche später online. Drei Wiedersehensfolgen wurden im Juni und Juli 2021 auf YouTube veröffentlicht. Schon im Jänner 2021 wurde bekannt, dass Netflix zwei weitere Staffeln der Reality-Show bestellt hat.

Reality-Show „Too Hot To Handle“: Rezeption und Ableger

Nach Erscheinen der ersten Staffel von „Too Hot To Handle“ im April 2020 war die Reality-Show die beliebteste Serie auf Netflix. Bei vielen Zuschauer:innen kam das Format jedoch nicht allzu gut an. So erhielt es von mehr als 10.000 Nutzern der Plattform IMDb lediglich eine Wertung von 4,6 von zehn Sternen. Auch auf Rotten Tomatoes sind die Beurteilungen der Show unterdurchschnittlich. Nur 29 Prozent der User gaben bis Anfang Dezember 2021 eine positive Wertung ab, die Kritiker:innen waren mit 37 Prozent Zuspruch nicht viel wohlwollender.

Dennoch ist Netflix von „Too Hot To Handle“ so überzeugt, dass der Streaming-Dienst 2021 zwei Ableger in lateinamerikanischen Ländern an den Start brachte. „Brincando com Fogo: Brasil“ ist seit Juli 2021 auf Netflix verfügbar. Dort führt Bruna Louise durch die Sendung, während Lana von Letícia Quinto gesprochen wird. Das mexikanische Spin-off „Jugando con Fuego: Latino“ ging im September 2021 online. Itatí Cantoral wirkt daran als Moderatorin mit.

Von Alexander Kords

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