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8 Gründe, endlich wieder zur Viennale zu gehen

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Von: Christian Kisler

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Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi vor einer Leinwand, auf die das aktuelle Viennale-Plakat projiziert ist.
Viennale-Direktorin Eva Sangiorgi präsentiert das Programm. © Alexi Pelekanos/Viennale

Die Viennale wirft ihren Schatten voraus. Heute ist das Filmfestival nicht nur das größte Österreichs, sondern auch eines der angesehensten Europas.

Seine 60. Ausgabe feiert die Viennale heuer bereits, seit 1962 gibt es das Filmfestival also schon. Und wie seit 1973 findet die große Eröffnungsgala auch 2022 wieder im Gartenbaukino am Wiener Parkring statt. Seit 2018 ist die Italienerin Eva Sangiorgi künstlerische Leiterin der Viennale. Sie ist also verantwortlich für die rund 350 Filme, die auch heuer gezeigt werden. Freuen darf man sich jetzt schon, für Filmfans ist der Zeitraum von 20. Oktober bis 1. November ohnehin ein Ausnahmezustand. Warum? Darum!

1. Du kannst dir nur für die Viennale Urlaub nehmen

Das machen tatsächlich nicht wenige. Bei der Fülle an Filmen, die es weder im regulären Kinobetrieb noch auf Netflix und Co zu sehen gibt, ist das nur allzu verständlich. Denn alle Filme zu sehen, geht sich meist eh nicht aus, so viel Zeit kannst du gar nicht haben.

2. Du darfst dich auf eine Überraschung freuen

Am zweiten Festivalsonntag wird traditionell ein Überraschungsfilm gezeigt. In der Vergangenheit waren das später abgefeierte Filme wie Werner Herzogs 3D-Doku „Die Höhle der vergessenen Träume“, Jim Jarmuschs Vampirfilm „Only Lovers Left Alive“ oder das Ringerdrama „Foxcatcher“ mit Steve Carell, Channing Tatum, Mark Ruffalo, Sienna Miller und Vanessa Redgrave. Heuer fällt der Überraschungsfilmsonntag ja auf Halloween, du darfst gespannt sein, ob das vom Viennale-Team bei der Auswahl des Streifens berücksichtigt wird.

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3. Du darfst einem Stargast zujubeln

Jedes Jahr werden zahlreiche Stargäste eingeflogen, Regisseur:innen und Schauspieler:innen, versteht sich. Das waren in der Vergangenheit Cate Blanchett, Matt Dillon, Christoph Waltz, Will Ferrell oder Jane Fonda, Sofia Coppola und Yoko Ono. Heuer hat sich der große deutsche Filmemacher Werner Herzog angekündigt, mit ihm wird es einen besonderen Abend im Volkstheater geben.

4. Du kannst Kinos besuchen, in denen du sonst selten bist

Wie es sich für ein Festival für Filmliebhaber:innen gehört, werden die bisweilen seltenen gespielten Streifen nicht in Multiplex-Kinos gezeigt. Das Gartenbaukino ist dabei der Hotspot, aber auch unter anderem Stadtkino, Metro Kino und Filmmuseum sind Lichtspieltheater, die du sonst wahrscheinlich nicht so oft aufsuchst. Eine Gelegenheit!

5. Es gibt Süßes (und nicht Saures)

Wenn du schon mal bei der Viennale warst, weißt du: Es gibt kleine Snacks zum Beißen. Und zwar immer österreichische Süßigkeiten, und das gratis. Das war in der Vergangenheit etwa Sportgummi, mittlerweile ist man zu Dragee Keksi übergegangen. Mir soll‘s recht sein, ich mag beides.

6. Heuer gibt es besonders viele österreichische Filme

Dass auch das Filmland Österreich einiges zu bieten hat, ist nicht erst seit Marie Kreutzer, Jessica Hausner und Michael Haneke bekannt. In ihrer 60. Ausgabe zeigt die Viennale ungewöhnlich viele österreichische Werke, nämlich ungewöhnlich viele Spiel- und Kurzfilme. Mit dabei ist auch Ulrich Seidls Streifen „Sparta“, über dessen Entstehungsprozess viel diskutiert wurde - der Filmemacher soll den Kinderschutz missachtet haben. Dementsprechend viel Aufregung gab es um die Entscheidung der Viennale, ihn zu spielen.

7. Gleich sechs Viennale-Trailer gibt es heuer zu sehen

Zum 60. Jubiläum sollte es nicht einen, sondern gleich mehrere Trailer geben. Dabei sind es keine Film-Trailer im herkömmlichen Sinne, sondern sechs Mikro-Kurzfilme von namhaften Regisseur:innen, und zwar von Claire Denis, Nina Menkes, Sergei Loznitsa, Ryusuke Hamaguchi, Narcisa Hirsch und Albert Serra. Drei sind schon veröffentlicht, allesamt sehenswert. Und in diesem Artikel verstreut.

8. Es gibt noch Karten

Aber du musst flott sein und Geduld haben. Hast du jemals schon am ersten Tag, an dem man Tickets bestellen konnte, versucht welche online zu kaufen, hast wahrscheinlich auch du einen Nervenzusammenbruch erlitten. Denn die Viennale vergeigt es regelmäßig, die Server streiken, nichts geht mehr. Deshalb lieber jetzt zugreifen, der große Ansturm am Sonntag, dem 16. Oktober, ist vorbei. Es gibt zwar virtuelle Warteschlangen, aber die lösen sich schnell auf.

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