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Beim „Wir sind Wien“-Festival wird jeder Bezirk zur Partyzone

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Von: Christian Kisler

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Montage: Menschen mit Kopfhöreren auf Motorbooten im Rahmen von Bootskonzerten, die Autorin Stefanie Sargnagel
Beim „Wir sind Wien“-Festival gibt es Bootskonzerte und Lesungen, etwa mit Stefanie Sargnagel. © Appolonoia Teresa Bitzan/Helmut Prochart/BuzzFeed Austria

Beim „Wir sind Wien“-Festival stehen vom 1. bis zum 23. Juni der Reihe nach alle 23 Wiener Gemeindebezirke im Mittelpunkt. Dabei gibt es Konzerte, Fotoausstellungen und Lesungen.

Schon Goethe dichtete: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah. Lerne nur das Glück ergreifen. Denn das Glück ist immer da.“ Soll heißen, die besten Dinge liegen oft vor der Haustür. So oder so ähnlich kann man sich den Hintergedanken zum „Wir sind Wien“-Festival vorstellen. An 23 Tagen findet schön der Reihe nach in jedem der 23 Wiener Gemeindebezirke ein buntes Programm statt, das mit Lesungen, Fotoaufstellungen und Konzerten aller Art, nämlich von Neo-Soul bis hin zu Klassik, eine Menge zu bieten hat. Fast hätte ich gesagt, Spaß für die ganze Familie, aber das klingt ein wenig bieder, und das soll es ja nicht sein.

Das „Wir sind Wien“-Festival markiert den Start in den Sommer

Die Stadt Wien hat in den warmen Monaten eine Menge zu bieten, sei es das Donauinselfest Ende Juni oder der Kultursommer im Juli. Da passt das „Wir sind Wien“-Festival nur allzu gut dazu, das von 1. bis 23. Juni über die Bühne gehen wird. Das Prinzip ist schnell erklärt: Am 1. Juni ist der erste Bezirk an der Reihe, am 2. Juni der zweite Bezirk, am 3. Juni der dritte Bezirk und so weiter. Wohnst du in Mariahilf, kannst du dich also am 6. Juni über jede Menge Veranstaltungen freuen, wohnst du in Hernals, am 17. Juni. Das wäre schon einmal geklärt.

Um offensichtlich ein bisschen Verwirrung zu stiften, wurde seitens der Veranstalter:innen beschlossen, die Opening-Party am 31. Mai stattfinden zu lassen, also einen Tag bevor die Bezirkssause losgeht. Dabei hat es das „Vorprogramm“, wenn man so will, in sich. Der fabelhaft Lou Asril und die legendäre Formation Count Basic geben sich im Volksgarten ein Stelldichein, ein Treffen der Generationen quasi. Das ganze Festival hindurch und über alle Bezirksgrenzen hinweg begleiten die Fotoausstellungen „Ich bin Wiener:in“, Porträts, die Ly Lagazelle von Wiener:innen afrikanischer Abstammung gemacht hat, „Beckstage Vienna“ von Lukas Beck oder „Die Hunde vom Heldenplatz“ von Clemens Schneider das Programm.

Beim „Wir sind Wien“ gibt es Popkultur-Picknicks und Drag-Brunches

Highlights sind bestimmt Picknicks mit Popkultur-Literat:innen wie Stefanie Sargnagel oder Barbi Marković, sogenannte Drag-Brunches, Tanz- und Theaterworkshops sowie Konzerte von Texta, dem Café Drechsler oder den Wiener Symphonikern. Auch Bootskonzerte soll es geben, dazu Erkundungstouren, etwa zum 40. Jubiläum von Falcos Song „Ganz Wien“. Der Eintritt ist frei, der Satz „Mir ist fad“ hat im Juni also keine Gültigkeit. Wem das alles bekannt vorkommt: Ja, das „Wir sind Wien“-Festival gibt es schon ein bisschen länger, nur heißt es erst seit 2009 so. Früher waren es halt die Wiener Bezirksfestwochen. Aber egal, wichtig ist nicht, was drauf steht, sondern was drin steckt.

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