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5 „Princess Charming“-Momente, die beweisen, dass Dating-Shows nicht immer cringy sein müssen

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Von: Helena Dimmel

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Lou und Irina (Princess Charming) küssen sich
Den letzten Kuss von „Princess Charming“ bekam die Saarländerin Lou im Finale. © TVNOW

Gefühlt respektvoller, aufgeschlossener und authentischer als so manche Hetero-Dating-Show geht es in der „Charming“-Show-Reihe von TVNOW zu. Zum Start der neuen Staffel von „Prince Charming“ haben wir dir fünf der besten Momente aus der letzten Staffel „Princess Charming“ herausgesucht, die ziemlich woke sind.

Dass Dating-Shows nicht immer nur ein reidiges Abschleck-Fest zum Fremdschämen sein müssen, beweisen die „Prince Charming“ und „Princess Charming“-Reihen von RTL+, beziehungsweise TVNOW. Konzipiert als Dating-Shows für die LGBTQIA+-Community haben die beiden TV-Formate auf sehr natürliche Art und Weise wichtige Themen wie Coming-Out, weibliche Sexualität aber auch die Repräsentation von queeren Personen in den Medien aufgegriffen.

Ain‘t no shame in the motherfucking vulva game!

Es ist ein seltener Anblick, der den Freund:innen des sonst so seichten Entertainments ausgespielt wird: Junge, reflektierte Frauen, Männer aber auch Non-Binary Personen treffen aufeinander und navigieren gemeinsam die Fragen, die für die digitale, queere Dating-Generation des 21. Jahrhunderts wichtig sind. Was ist ein heteronormatives Verständnis von Sexualität? Wo liegt die Grenze zwischen aggressivem Flirten und Übergriffigkeit? Darf man sagen, dass man gewisse Menschen per se nie daten würde? Die Protagonist:innen wirken dabei meist authentischer als ihre Hetero-Counterparts und sehen den Auftrag der Show darin, Awareness zu schaffen.

Mehrmals in der Serie wird ganz offen darüber gesprochen, dass einige von ihnen sich extra beworben haben, um dem deutschsprachigen Raum zu zeigen, wie queere Liebe aussehen kann. Vielleicht ist es auch gerade dieser selbst zugeschriebene Bildungsauftrag, der die „Charming“-Formate so erfrischend menschlich macht - gerade im Vergleich mit oberflächlichen Trash TV-Klassikern wie „Ex on the Beach“ oder „Temptation Island“ oder „Too Hot to Handle“. Zum Start der neuen Staffel von „Prince Charming“ haben wir dir fünf der besten TV-Momente herausgesucht, in denen „Princess Charming“ bewiesen hat, dass Fernseh-Dating auch ganz schön woke sein kann:

1. Wikis emotionales Gedicht über das Coming Out

„...Solange du so tust, als betreffe mein Outing dich“ - Wiki trägt ein emotionales Gedicht über das Coming Out und dessen gesellschaftliche Implikationen vor und rührt die anderen Kandidatinnen zu Tränen.

2. Die Kandidatinnen klären über weibliche Lust auf

Bine macht‘s vor: Ein ausschlaggebender Moment in der TV-Show war die spielerische Aufklärung über die verschiedenen Typen des weiblichen Orgasmus und wie Frau dazu kommen kann.

3. Die transparente Kommunikation von Lou und Miri

Lou und Miri kämpfen in der Show um die Princess, dennoch sind die beiden nicht nur Konkurrentinnen, sondern auch Freundinnen: Mit sehr viel Gefühl und Respekt gelingt es den beiden, ihren Konflikt zu lösen.

4. Die Normalisierung von Vulven in allen Farben und Formen

„Ich sag immer es riecht nach Yogurette“ - Die Mädels diskutieren offen über ihre Komplexe und darüber, dass die stereotypisierte Darstellung von Frauen in Pornos und deren Vagina nicht der Realität entspricht.

5. Die Kandidatinnen räumen mit Voruteilen zu gleichgeschlechtlichem Sex auf

Jeder Mensch hat andere Vorlieben und das gilt auch für die Mädels aus „Princess Charming“: Über die Rolle von Penetration im Sex, Cunnilingus und Fetische wird offen diskutiert.

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