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6 einfache Tipps, damit du beim Skifahren auf der sicheren Seite bist

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Von: Johannes Pressler

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Ein Skifahrer fährt bei einem Schild mit der Aufschrift „LANGSAM“ vorbei.
Wir haben ein paar Tipps für dich, damit du beim Skifahren sicher unterwegs bist. © Barbara Gindl/APA-PictureDesk

Damit du bei deinem nächsten Pisten-Rodeo nicht auf der Nase landest oder sogar noch schlimmeres passiert.

Es sind nur mehr wenige Wochen bis zu den Semesterferien und falls du die Lust und Möglichkeit hast, ist das der perfekte Zeitpunkt, um sich mit deinen Ski auf die Berge zu begeben. Für mehr und mehr (junge und alte) Menschen wird das Skitourengehen zu einer immer beliebter werdenden Alternative. Doch sind wir ehrlich: Die Königsdisziplin der österreichischen Winter-Hobbys ist und bleibt das Skifahren.

Der ganze Ski-Spaß (vor allem auch in nachhaltigen Skigebieten) ist schön und gut, du solltest aber nicht vergessen, dass da mit schnellem Tempo, teils schlechter Sicht oder aus welchen Gründen auch immer das Ganze auch sehr schnell, sehr gefährlich werden kann. Einen besonders tragischen Vorfall gab es am Mittwoch (19. Jänner), als der französische Schauspieler Gaspard Ulliel im Alter von 37 Jahren bei einem Skiunfall ums Leben kam. Gerade erst wenige Tage zuvor wurde der erste Trailer der neuen Marvel-Serie „Moon Knight“ veröffentlicht, in der Ulliel eine wesentliche Rolle spielen soll.

Auch auf den österreichischen Skipisten kommt es immer wieder zu solchen Unglücken. Laut Angaben des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit (ÖKAS) sind es pro Wintersaison durchschnittlich 33 tödliche Skiunfälle. Bei all der Action und der Freude ist das Wichtigste also immer noch: Safety first! Dazu haben wir für dich sechs einfache Tipps gesammelt, damit du beim Skifahren auf der sicheren Seite bist.

1. Die richtige Vorbereitung

Ein gut geplanter Skitag beginnt natürlich nicht erst auf der Piste, sondern schon zu Hause bei einer ordentlichen Vorbereitung. Bevor du dich dazu entscheidest, was du anziehst, solltest du dir einen guten Überblick über das Skigebiet verschaffen, wohin es denn genau geht. Wie sind die Temperaturen? Gab es gerade erst Neuschnee? Das kann dir dabei helfen, nicht nur von der Kleidung her, sondern auch mental schon top vorbereitet zu sein. Und unbedingt nicht vergessen, die Ski stabil im Kofferraum zu befestigen. Sonst kann das böse enden.

2. Passgenau und sicher: Ausrüstung

Nicht nur bei den Profis kann es zu Materialfehlern kommen, die richtige Ausrüstung ist natürlich für alle beim Skifahren das A und O. Am allerwichtigsten ist da der Helm. Die Zeiten, wo man lässig mit einer Haube über die Piste gerast ist, sind vorbei. Nicht nur bei den Skifahrer:innen hat sich das so gut wie überall durchgesetzt, es ist nämlich auch gesetzlich verpflichtet. In Österreich zumindest für Jugendliche bis 15 Jahren. Dazu sollte auch die Skibrille passgenau auf den Helm abgestimmt sein. Bei den Ski sollten die Kanten ausreichend geschliffen sein, damit du nicht schnell ausrutscht, und die Skischuhe sollten perfekt in die Bindung passen. Das lässt du dir am besten in einem Sportgeschäft machen. Für Extra-Schutz empfehlen wir dir auch noch einen Rückenprotektor, so wie ihn die Snowboarder:innen tragen.

3. Übertreibe es nicht, denn du bist nicht alleine

Wir alle kennen die Bilder von Marcel Hirscher, Anna Veith & Co., wie sie bei Weltcuprennen in Höchstgeschwindigkeit die Piste runterrasen. Doch es gibt einen Grund, warum die ihr Geld damit verdienen und du das Ganze nur als Hobby betreibst. Natürlich macht schnelles Skifahren verdammt Spaß, aber du darfst nie vergessen, dass du (in den meisten Fällen) nicht alleine auf der Piste bist. Also lieber ein paar km/h weniger und den ein oder anderen Blick nach links und rechts mehr, damit nicht nur du auf der sicheren Seite bist, sondern auch die anderen Menschen um dich herum.

4. Pistenregeln beachten

Neben der Selbsteinschätzung gibt es aber auch noch offizielle Pistenregeln, die es einzuhalten gilt. Aufgestellt wurden die von der FIS, dem internationalen Ski-Verband. Zu den wichtigsten gehören, dass man immer nur am Pistenrand pausieren sollte oder auch die Markierungen zu beachten hat. Das können Vertretungsverbote für bestimmte Pisten sein, die zu wenig Schnee haben oder auch die Anzeigen, wie schwierig ein Hang ist. Da wären wir ja wieder bei der Selbsteinschätzung. Außerdem gilt Ausweispflicht. Falls es zu einem Unfall kommt, müssen alle Beteiligten und jene, die es gesehen haben, Personalien angeben.

5. Après-Ski ist nach (!) dem Skifahren

Ja ich weiß, Après-Ski hat in Österreich eine riesige Tradtition. Selbst Corona kann die Party-Stimmung der Menschen nicht aufhalten, wenn man einen Blick auf Social Media wirft. An und für sich ist es ja eine verdammt schöne Sache, gemeinsam mit deinen Friends auf einer Berghütte richtig Party zu machen. Doch danach wieder auf die Ski zu steigen, solltest du definitiv vermeiden. Don‘t drink and drive gilt auch für die Piste.

6. Wenn nötig, hole dir Hilfe

Wenn du vielleicht noch nicht so ein Profi auf den Ski bist, das ist kein Problem. Es ist keine Schande, jemandem um Hilfe zu bitten. Bei einem Unfall gibt es dazu in Österreich auch eine eigene Telefonnummer: 140 lautet die Notrufnummer der österreichischen Bergrettung. Nur in Vorarlberg gilt 144. Und nicht vergessen, die Sache mit der Hilfe ist auch umgekehrt: Alle Skifahrer:innen und Snowboarder:innen sind bei Unfällen dazu verpflichtet, Hilfe zu leisten. Wir empfehlen dir also ab und zu eine Auffrischung deines Erste-Hilfe-Kurses.

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