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Erster positiver Fall in Österreich: Was du über die Affenpocken wissen musst

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Von: Johannes Pressler

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Ein Krankenwagen der Berufsrettung in Wien.
Der Mann, der sich mit den Affenpocken infiziert hat, liegt derzeit in der Klinik Favoriten. © Georg Hochmuth/APA-PictureDesk

Während die Corona-Zahlen in Österreich weiterhin sinken, gibt es nun die erste Affenpocken-Infektion.

Erwischt hat es als erste Person in Österreich einen 35-jährigen Mann. Er wurde am Sonntag (22. Mai) in Wien positiv getestet und befindet sich nun auf der Isolierstation im Klinikum Favoriten. Sein Zustand sei trotz Infektion stabil. Nun wird herausgefunden, mit wem der Mann alles Kontakt hatte und wer möglicherweise ebenfalls mit den Affenpocken infiziert sein könnte. Angesteckt haben soll er sich bei einem Italiener, der in Wien zu Besuch war. Doch was sind die Affenpocken eigentlich? Und wie unterscheidet sich das Virus von COVID-19?

Jetzt auch in Österreich: Was du über die Affenpocken wissen musst

In den letzten Jahren waren die Affenpocken vor allem in Afrika verbreitet - in Europa kaum. Doch mittlerweile gibt es an die 100 bestätigten Fälle außerhalb Afrikas - die meisten davon in Europa, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Zu den typischen Symptomen gehören leichtes Fieber und Pusteln im Gesicht. Bei einem schweren Verlauf kann sich das Fieber erhöhen, außerdem besteht die Möglichkeit stärkerer Kopf-, Rücken- und Halsschmerzen sowie geschwollener Lymphknoten und Ausschläge, wie man es von den Windpocken und Syphilis kennt. „Schwere tödliche Krankheitsverläufe kommen selten vor“, heißt es auf der Webseite des Gesundheitsministeriums von Johannes Rauch (Grüne).

Was wir ebenfalls wissen: Grundsätzlich tritt eine Erkrankung an Affenpocken nur selten beim Menschen auf. So wie beim Coronavirus gibt es jedoch auch bei diesem Virus verschiedene Varianten. Die sich nun auch in Österreich befindene Version der Affenpocken scheint zu den linderen zu gehören. „Wir wissen aus Großbritannien, dass es sich wahrscheinlich um den westafrikanischen Stamm handelt - und der ist eher nicht sehr gefährlich. Todesrate liegt bei circa einem Prozent, aber üblicherweise haben wir eher milde Verläufe“, sagt Virologe Norbert Notowny von der Veterinärmedizinischen Universität Wien gegenüber der „ZIB 2“.

Wie man sich mit den Affenpocken anstecken und was man dagegen tun kann

Die Ansteckung bei den Affenpocken verläuft meist über Kontakt mit Körperflüssigkeiten oder Hautkrusten, ebenfalls möglich ist eine Tröpfcheninfektion. Eventuell auch eine sexuelle Übertragung kann der Auslöser für eine Erkrankung sein. Was die Affenpocken von COVID-19 aber besonders unterscheidet, ist die Inkubationszeit - also die Phase von der Ansteckung bis zum Beginn der Erkrankung. Diese liegt bei Corona meist bei rund fünf Tagen. Bei den Affenpocken liegt die Inkubationszeit wiederum bei ein bis zwei Wochen, wie Virologe Notowny gegenüber der „ZIB 2“ sagt: „Das heißt, die Kontakte können durchaus auch bereits zwei Wochen zurückliegen.“

Welche Maßnahmen kannst du also selbst treffen, um eine mögliche Erkrankung an den Affenpocken zu vermeiden? So wie bei COVID-19 helfen auch hier Händewäschen und Desinfektionsmittel vorbeugend. Besonders hilfreich ist zudem die Pockenimpfung, die bis 1981 in Österreich übrigens sogar verpflichtend war.

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