1. BuzzFeed.at
  2. News

Starkes Zeichen gegen Russland: Austria Wien trennt sich von Gazprom-Sponsor

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Johannes Pressler

Kommentare

Drei Funktionäre der Austria und von Gazprom halten ein Austria-Wien-Trikot in die Kamera.
Funktionäre der Austria und von Gazprom auf der Sponsor-Präsentation im August 2018. © Johann Schwarz/SEPA.Media/APA-PictureDesk

Auf der ganzen Welt reagiert der Sport auf die Invasion Russlands in der Ukraine. Nun auch der Traditionsverein aus Wien-Favoriten.

Seit dem Einmarsch russischer Truppen in der Ukraine am vergangenen Donnerstag (24. Februar) hat sich nicht nur in der Politik und Kultur, sondern auch im Sport einiges getan. Die großen Fußballverbände FIFA und UEFA haben Russland von allen Wettbewerben ausgeschlossen. Die Internationale Eishockey-Föderation (IIHF) hat die Nationalmannschaften aus Russland und Belarus, ein Partner von Präsident Wladimir Putin, verbannt. Die restliche Skisaison bei den Alpinen wird nach der Entscheidung des Internationalen Skiverbandes (FIS) ebenfalls ohne die Teams aus Russland und Belarus stattfinden.

Doch nicht nur internationale Sportverbände reagierten auf die Ereignisse der letzten Tage, auch einzelne Vereine mussten sich überlegen, wie sie mit ihren russischen Partnern umgehen. Der deutsche Zweitligist Schalke 04 gab bereits am Donnerstag bekannt, sich von seinem russischen Sponsor zu trennen. Ab sofort wird nicht mehr der Schriftzug des Energiekonzerns Gasprom auf der Brust der Schalke-Spieler stehen. Auch wenn einige Tage später, kam am Dienstag (1. März) der Wiener Traditionsverein FK Austria Wien zu einem ähnlichen Entschluss.

Starkes Zeichen gegen Russland: Austria Wien trennt sich von Gazprom-Sponsor

Bereits am Freitag (25. Februar) gab die Vereinsführung bekannt, dass die zweite Mannschaft der Wiener Austria, die Young Violets, ohne den Gazprom-Schriftzug auf dem Trikot spielen würde. Das war zumindest die „erste Reaktion“. Wie es mit der Kampfmannschaft weitergehen würde, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Im Vergleich zu den Young Violets hat die erste Mannschaft der Wiener Austria zwar einen anderen Brustsponsor, doch der Vertrag mit Gazprom hätte den Violetten bis 2023 aus der Zusammenarbeit für den Nachwuchs und die Fußballakademie noch 7,5 Millionen Euro gebracht. Im März 2018 begann diese Partnerschaft. Aufgrund des Krieges in der Ukraine beschloss die Austria aber am Dienstag, den Deal mit den Russen aufzulösen.

Im Vergleich zu vielen anderen Sportverbänden und -vereinen kommt diese Entscheidung etwas später. Das könnte allerdings wohl daran liegen, dass Austria Wien seit Jahren mit finanziellen Problemen zu kämpfen hat und zuletzt sogar darum ringen musste, überhaupt noch eine Bundesliga-Lizenz zu erhalten. Wie die Vereinsführung die Vertragsauflösung mit Gazprom kompensieren möchte, bleibt noch offen. Es gibt aber wichtigere Dinge im Leben als die Tatsache, in welcher Liga man spielt. Auch für einen Traditionsverein wie die Wiener Austria.

Zahlreiche Menschen zeigen sich solidarisch mit den Opfern des Krieges in der Ukraine. Wenn du nicht weißt, die du gerade helfen kannst, bist du hier richtig.

Auch interessant

Kommentare