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Putins geliebtes Botox wird knapp, weil Hersteller nicht mehr nach Russland liefern

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Von: Jana Stäbener

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Putin sitz auf einem Stuhl und lächelt. Aufgrund seiner Mimik könnten mögliche Botox-Behandlungen tatsächlich nicht ausgeschlossen werden. Auf diesem Bild hat er Benjamin Netanjahu zu Besuch.
Schönheitschirurg:innen munkeln über Wladimir Putin er habe neben Botox-Injektionen auch ein Augenlifting an den Unterlidern und eine Aufspritzung der Wangen machen lassen (Archivbild). © Shamil Zhumatov/dpa

Einige Arzneimittelhersteller stoppen den Verkauf nicht-lebensnotwendiger Medikamente in Russland. Dazu gehört auch Botox, der Favorit des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Schon länger kursieren Gerüchte über Wladimir Putins Verhältnis zu Schönheitsoperationen. Der russische Präsident soll laut einem Artikel des Guardian Botox-Injektionen in die Stirn gehabt haben. Auch ein Augenlifting und Füllmaterial in den Wangenknochen glauben Schönheitschirurg:innen in seinem Gesicht ablesen zu können – das behaupteten sie jedenfalls in einem 2011 erschienenen Artikel des New Times Magazine.

Kein Botox mehr für Putin? Pharmaunternehmen reagieren auf den Ukraine-Krieg

Aufgrund des mittlerweile über drei Wochen andauernden Ukraine-Kriegs, haben sich viele Unternehmen entschlossen, ihre Geschäfte in Russland einzustellen oder zu reduzieren. Laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters sind unter diesen nun auch Pharmaunternehmen wie Eli Lilly and Co. und Abbvie Inc., letzterer ein großer Produzent des Nervengifts Botox.

Was der Welt vor einigen Wochen noch eine Satiremeldung wert war, erfüllt sich nun offenbar: weniger Botox für Russland und Putin. Viele Arzneimittelhersteller fahren den Verkauf ihrer ästhetischen Produkte oder nicht-lebensnotwendigen Medikamente zurück. Dazu gehören neben Botox auch Mittel gegen Erektionsstörungen, was in diesem Zusammenhang beinahe ironisch klingt.

Botox-Stop dürfte Putin nicht schwer treffen

Ob der russische Präsident Putin vom Botox-Stop direkt betroffen sein wird, bleibt jedoch zu bezweifeln. Anat Bhan, Forscher für globale Gesundheit und Bioethik, gibt gegenüber Reuters zu bedenken, dass die proaktive Haltung gegen den Ukraine-Krieg zwar zu begrüßen sei, jede Aussetzung medizinischer Produkte aber auch Patient:innen in Russland gefährden könne.

Einige Hersteller wie Pfizer, Bayer, Johnson & Johnson Inc. und Novartis liefern aus diesem Grund weiterhin nach Russland und reduzieren nur Marketing-Ausgaben oder bauen keine Standorte mehr. Das Unternehmen Lilly will zusätzlich alle Gewinne aus dem weiteren Verkauf in Russland an Organisationen spenden, die in der Ukraine humanitäre Hilfe leisten.

Du willst mehr News zu Sanktionen gegenüber Putin lesen? Dann schau dir diesen Artikel über einen jungen Mann aus Russland an, der sich aus Protest über die Schließung der McDonald´s-Filialen an eine Ladentür bindet.

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