1. BuzzFeed.at
  2. News

Mögliches Quarantäne-Aus: Gesundheitsminister Rauch von eigener Ehefrau kritisiert

Erstellt:

Von: Johannes Pressler

Kommentare

Gesundheitsminister Rauch spricht bei einer Pressekonferenz.
Planen Gesundheitsminister Rauch (Grüne) und die Regierung das Ende der Corona-Quarantäne? © Roland Schlager/APA-PictureDesk

Die erwartete Quarantäne-Lockerung der Bundesregierung sieht vor allem die SPÖ kritisch - darunter sogar die Ehefrau von Gesundheitsminister Rauch.

Am Mittwoch (27. Juli) soll es dann also so weit sein. Es wird nämlich davon ausgegangen, dass die Bundesregierung beim Ministerrat eine Lockerung, wenn nicht sogar das Ende der Quarantäne nach einer Corona-Infektion verkündet. Laut dem möglichen Entwurf sollen für Infizierte nur mehr Verkehrsbeschränkungen gelten. Mit einer FFP2-Maske wäre es vollkommen legal, sich fast überall frei zu bewegen - bis auf Krankenhäuser, Pflege- und Behinderteneinrichtungen, Kindergärten, Volksschulen und Horte. Insbesondere die SPÖ zeigt sich besorgt, Kritik kommt sogar von der Ehefrau des Gesundheitsministers Johannes Rauch (Grüne).

Mögliches Quarantäne-Aus: Kritik von SPÖ

An vorderster Stelle der Kritik rund um die Corona-Politik von ÖVP und Grüne steht wieder einmal Wien-Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ). Aus seiner Sicht wäre die mögliche Maßnahme ein „Schritt in die falsche Richtung“ - insbesondere aufgrund der derzeit hohen Zahl an Neuninfektion, die bei bis zu 15.000 pro Tag liegen. Man würde in der Hauptstadt eine bundesweite Regelung zum Ende der Quarantäne übernehmen, die Verantwortung liege laut Ludwig jedoch klar bei der Bundesregierung. Kritik der SPÖ kommt aber nicht nur vom Wiener Bürgermeister, sondern auch aus den anderen Bundesländern.

Minister Rauch von eigener Ehefrau kritisiert

Da gäbe es etwa das von der ÖVP und den Grünen regierte Vorarlberg. Dort sieht die SPÖ das mögliche Quarantäne-Aus sogar noch kritischer: „Ein Aus für die Quarantäne in Anbetracht der vor der Tür stehenden Herbstwelle und bereits hoher Sommerzahlen ist mit Sicherheit die falsche Entscheidung von Gesundheitsminister Rauch“, heißt es in einer Aussendung. Kurioses Detail: Als Absenderin ist SPÖ-Landesparteivorsitzende Gabi Sprickler-Falschlunger angeben. Sie ist die Ehefrau von Minister Rauch.

Gabi Sprickler-Falschlunger spricht beim Landesparteitag der SPÖ Vorarlberg.
Gabi Sprickler-Falschlunger ist seit Oktober 2021 wieder Parteivorsitzende der Vorarlberger SPÖ. © Dietmar Stiplovsek/APA-PictureDesk

Rauch arbeitete bis vor seiner Angelobung zum Gesundheitsminister viele Jahre in der Vorarlberger Landesregierung. Mit Sprickler-Falschlunger ist er seit Dezember verheiratet. Die SPÖ-Politikerin ist seit Oktober des letzten Jahres sozialdemokratische Parteichefin im „Ländle“. Denselben Posten hatte die praktizierende Allgemeinmedizinerin mit einer Praxis in Dornbirn schon von 2016 bis 2018 inne.

Auch interessant

Kommentare