1. BuzzFeed.at
  2. News

Erster Tot-Impfstoff gegen Corona kommt nach Österreich: Das musst du dabei beachten

Erstellt:

Von: Johannes Pressler

Kommentare

Spritzen und Dosen des Valneva-Impfstoffes.
Valneva wird der erste Tot-Impfstoff gegen Corona in Österreich sein. © Justin Tallis/AFP/APA-PictureDesk

Ab Ende August wird es in Österreich erstmals die Möglichkeit geben, sich mit dem Tot-Impfstoff Valneva gegen das Corona-Virus impfen zu lassen.

Das gab das Gesundheitsministerium von Johannes Rauch (Grüne) am Mittwoch (10. August) in einer Presseaussendung bekannt. Valneva ist damit der erste klassische Tot-Impfstoff gegen Corona, der in Österreich verfügbar sein wird. Doch was ist ein Tot-Impfstoff eigentlich? Und gilt die aktualisierte Empfehlung für eine Auffrischungsempfehlung für alle Menschen in Österreich oder nur für bestimmte Bevölkerungsgruppen?

Tot-Impfstoff Valneva: Was ist das überhaupt?

Bei Tot-Impfstoffen werden die Krankheitserreger bzw. deren Bestandteile abgetötet oder inaktiviert. Das funktioniert über physikalische oder chemische Prozesse. Das führt dazu, dass die Erreger sich nicht mehr vermehren und keine Infektion auslösen können. Tot-Impfstoffe haben allerdings eine schwächere Immunantwort als Lebend-Impfstoffe und müssen daher in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Das gibt es übrigens nicht erst seit Corona, sondern schon seit langer Zeit bei anderen Krankheiten, wie etwa gegen Tollwut oder FSME.

Seit Juni ist bekannt, dass der Valneva-Tot-Impfstoff laut der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zulässig sei. Anfang August entschieden sich die EU-Staaten dazu, 1,25 Millionen Dosen von der französisch-österreichischen Firma zu kaufen. Bei ihrer neuesten Anwendungsempfehlung hat das Nationale Impfgremium (NIG) in Österreich den Valneva-Impfstoff nun erstmals berücksichtigt und empfiehlt den Menschen in Österreich eine Auffrischungsimpfung - egal mit welchem der bereits zugelassenen Impfstoffe. Das gilt aber nicht für alle Personen hierzulande.

Nationales Impfgremium: Empfehlung zur Auffrischung

Eine konkrete Empfehlung gibt es vom Nationalen Impfgremium nur für Menschen ab 60 Jahren sowie Risikopersonen ab 12 Jahren. Ein allgemeiner Ratschlag für eine Auffrischungsimpfung wurde weiterhin nicht ausgesprochen. „Auf persönlichen Wunsch soll aber auch diesen Personen eine Auffrischungsimpfung nicht vorenthalten werden“, heißt es dazu vom Gesundheitsministerium. Es sieht aber sehr stark danach aus, dass im Herbst wieder eine allgemeine Empfehlung für die Auffrischungsimpfung bevorsteht, sagen die Expert:innen.

Eines ist klar: Es wird weiterhin bei Empfehlungen bleiben. Die (ohnehin nicht aktive) Impfpflicht wurde nämlich im Juli abgeschafft - trotz regelmäßiger Neuinfektionszahlen im vierstelligen Bereich. „Wir werden uns an daran gewöhnen müssen“, sagte dazu der Virologe Lukas Weseslindtner (MedUni Wien) exklusiv im Interview mit BuzzFeed Austria.

Auch interessant

Kommentare