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Corona-Kommission GECKO bekommt neuen Geschäftsführer, zu erledigen gibt es haufenweise

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Von: Johannes Pressler

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Neuer GECKO-Geschäftsführer Stefan Rakowsky auf einer Pressekonferenz.
Stefan Rakowsky ist neuer GECKO-Geschäftsführer. © Christian Fahrngruber/APA-PictureDesk

Personalwechsel im Coronavirus-Beratungsgremium GECKO. Den neuen Geschäftsführer erwartet eine Vielzahl an Baustellen.

Seit Dezember arbeitet die von Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) und dem damaligen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) ins Leben gerufene Taskforce GECKO. Die Abkürzung steht für „Gesamtstaatliche Covid-Krisenkoordination“. Was GECKO genau ist und wie es dazu kam, darüber hat BuzzFeed Austria bereits ausführlich berichtet. Rund drei Monate nach der Gründung der Taskforce gibt es nun einen Personalwechsel. Der bisherige Geschäftsführer, Roman Markhart, wechselt in das Kabinett von Kanzler Nehammer. Sein Nachfolger als GECKO-Geschäftsführer wird Stefan Rakowsky.

GECKO-Geschäftsführer aus Verteidigungsministerium, Co-Vorsitzender Striedinger positiv

Stefan Rakowsky absolvierte die Militärakademie. Auf seiner persönlichen Webseite bezeichnet sich der 48-Jährige als ... Achtung, kurz Luft holen ... Arbeits- und Organisationspsychologe, Forensischer Psychologe, Militärpsychologe, Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe. Der neue GECKO-Geschäftsführer sammelte Berufserfahrung unter anderem in „diversen Führungspositionen im öffentlichen Dienst“ und „unterschiedlichen Führungspositionen in der Privatwirtschaft“. Zuletzt arbeitete Rakowsky im Verteidigungsministerium von Klaudia Tanner (ÖVP) und war für die strategische Kommunikationsabteilung für empirische Sozialforschung zuständig.

Weiterhin an der Spitze des GECKO-Teams neben Rakowsky bleiben die Generaldirektorin für öffentliche Gesundheit, Katharina Reich, und Generalmajor Rudolf Striedinger. Letzterer wird seine Arbeit in den nächsten Tagen wohl von zu Hause aus erledigen. Wie die Austria Presse Agentur (APA) am Dienstag vermeldete, wurde Striedinger nämlich positiv auf das Coronavirus getestet.

Lockdown-Jubiläum in Österreich, „instabile“ Lage in Krankenhäusern

Am Mittwoch (16. März) wird sich der erste Lockdown in Österreich bereits zum zweiten Mal jähren. Ein langsamer, gemütlicher Start für den neuen GECKO-Geschäftsführer Rakowsky ist jedoch mit Sicherheit keine Option. Zu viele Baustellen gibt es immer noch im Land, was das Corona-Management betrifft. Zu viele Neuinfektionen werden immer noch registriert. Am Dienstag (14. März) etwa meldeten Gesundheits- und Innenministerium 37.125 neue positive Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden.

Zwar drohe aufgrund der vielen Neuinfektionen keine Überlastung der Intensivstationen wie im Herbst 2021, die Personalausfälle in den Krankenhäusern führen jedoch wieder zu ersten Verschiebungen von Operationen. „So instabil wie jetzt waren wir noch nie“, sagte dazu Elisabeth Bräutigam, ärztliche Direktorin im Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern, im Interview mit der Tageszeitung „Der Standard“.

Gesundheitsminister Rauch: Gratistests ab April nur mehr limitiert

Ebenso verwirrend bleibt die Frage mit den Coronatests. Wie Neo-Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) am Dienstag bekannt gab, werden ab 1. April nur mehr fünf PCR- und fünf Antigen-Tests pro Person und Monat kostenlos zur Verfügung stehen. Zudem dürfen ungeschützte Kontaktpersonen, also weder geimpft noch genesen, dann mit FFP2-Maske wieder arbeiten gehen. Diesen Entschluss begründet der Gesundheitsminister damit, dass Omikron-Erkrankungen milder verlaufen würden.

Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Roten Kreuzes und GECKO-Mitglied, schrieb dazu auf Twitter: „Transparenz-Tweet: die heutigen Entscheidungen zu Testen & Quarantäne wurden politische getroffen. In GECKO - zumindest dort, wo ich dabei bin - wurden diese Punkte nicht diskutiert und (daher) auch nicht empfohlen.“

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