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„Ich bin O.K.“: Dieser Tanzverein setzt sich für die Inklusion von Menschen mit Down-Syndrom ein

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Von: Sophie Marie Unger

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Inklusives Tanztheater für Kinder und Erwachsene im Theater Akzent am 19. Jänner und 2. Februar 2022
Der Tanzverein „Ich bin O.K.“ fördert die Inklusion von Menschen mit Behinderung. © „Ich bin O.K.“

Am 21. März war Welt-Down-Syndrom-Tag. Noch immer werden Menschen mit Behinderungen vorverurteilt. Der Tanzverein „Ich bin O.K.“ setzt sich gezielt für Inklusion ein.

In den letzten Jahren hat sich die Einstellung gegenüber Menschen mit Down-Syndrom in vielen Ländern zum Positiven gewandelt. Es gibt immer mehr und vielseitigere Möglichkeiten, um die Bildungschancen der Betroffenen zu optimieren und auszuschöpfen. Mit dem Einzug der Sozialen Medien in unseren Alltag besteht jedoch auch die Gefahr, dass Schönheitsideale durch Filter kreiert werden, die von der Realität abweichen und somit Äußerlichkeiten einen hohen Stellenwert einnehmen. Der Verein „Ich bin O.K.“ möchte gegensteuern und versucht mittels Tanz, die Integration von Menschen mit Down-Syndrom zu fördern.

In a nutshell

Was genau macht der Tanzverein „Ich bin O.K“?

Menschen mit und ohne Behinderung sollen in das kulturelle Leben eingebunden werden. Durch die Leichtigkeit der Kunst will man dabei Inklusion vorantreiben. Menschen mit Interesse an Bewegung, Tanz und Gemeinschaft sind stets herzlich willkommen - unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft oder persönlichen Voraussetzungen. Im Tanzstudio gibt es verschiedene pädagogische Konzepte, mit denen man auf Vielfalt und Können reagiert. Das „Ich bin O.K.“-Team zielt darauf ab, die Begeisterung für Tanz bei allen gleichermaßen zu entfachen und das verbindende Element des Tanzes in den Vordergrund zu stellen.

Wir haben für unser Tanzstudio ein Konzept für Menschen mit Behinderung erarbeitet. Dieses Konzept wird ständig weiterentwickelt. Unser Ziel ist die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung im Leben und in der Kunst. Unsere fortgeschrittenen Tänzer:innen tanzen in der Dance Company gemeinsam mit Tänzer:innen ohne Behinderungen. Wie vor Kurzem bei einem Aufritt an der Landesbühne Sachsen.

Werner Schuster, Pressekoordinator von „Ich bin O.K.“

Wo treten „Ich bin O.K“-Tänzer:innen auf?

Neben offiziellen Auftritten, wie etwa an der Landesbühne Sachsen oder auf der Bühne des Wiener Akzent Theaters, möchte man am 21. März explizit auf Menschen mit Down-Syndrom und ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten aufmerksam machen. Jedes Jahr wird daher eine Streetdance-Performance aufgeführt. Heuer folgen die Tänzer:innen dabei dem Aufruf der Organisation „EU for Trisomy 21“ und studieren einen Tanz-Flashmob ein. Dieser findet von 16:15 bis 17:30 am Stephansplatz statt.

Wie kannst du „Ich bin O.K.“ unterstützen?

Bist du selbst an Tanz interessiert, besuche doch die Vorstellungen des Ensembles oder buche einen geeigneten Kurs und mache einfach mit. Der Tanzverein ist zudem auf Spenden angewiesen. Einmalige oder monatliche Spenden kommen der pädagogischen Weiterentwicklung des Konzepts und den Tänzer:innen zugute.

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