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Gen Z ist nach zwei Jahren Pandemie die unglücklichste Generation Deutschlands

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Von: Felicitas Breschendorf

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Unglücklicher junger Typ. Die Gen Z ist 2022 unglücklicher als die älteren Generationen.
Die Gen Z ist 2022 unglücklicher als die älteren Generationen. © Cavan Images/ Imago

Die Deutschen werden wieder glücklicher. Nur die Jüngeren sind 2022 noch lange nicht so zufrieden, wie noch vor der Pandemie.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Lebenszufriedenheit der Deutschen stark abgenommen. In diesem Jahr sind sie wieder glücklicher als im Vorjahr, wie der Glücksatlas 2022 zeigt. Nur Gen Z hat sich offenbar von der Pandemie am wenigsten erholt. Um wieder so glücklich zu werden wie davor, haben die Jüngeren noch einen langen Weg vor sich.

Seit Pandemie ist Gen Z unglücklicher als die älteren Generationen

Im Sommer erklärte der Kinderpsychiater Michael Kölch gegenüber BuzzFeed News Deutschland, dass der Stress durch die Corona-Pandemie bei jungen Menschen weiter anhält. Der aktuelle Glücksatlas zeigt, dass sich ihre Unzufriedenheit durch das Jahr 2022 zieht. 2019 waren die Jüngeren die Glücklichsten in Deutschland. Wie beim Rest der Gesellschaft nahm das Glücksniveau im Jahr 2020 rasant ab.

Die Zahl der unglücklichen Menschen in Deutschland hat sich in der Pandemie verdoppelt. Die Gen Z traf die Veränderung am härtesten: Während der Pandemie wurden sie zur unglücklichsten Generation Deutschlands. Das Glücksniveau der Deutschen bewegt sich in Richtung Vor-Corona-Niveau. Nur die Gen Z ist im Vergleich noch viel unglücklicher als im Jahr 2019 – wenn auch etwas glücklicher als im vergangenen Jahr.

Ende von Home-Schooling macht Familien und Frauen glücklicher, aber nicht Gen Z

Die Gründe, warum sich das Glücksniveau der Deutschen langsam erholt, liegt laut Glückskompass in den geringeren Corona-Maßnahmen: Weil Homeschooling zum Beispiel nicht mehr notwendig ist, sind Familien glücklicher. Auch bei Frauen, die während der Pandemie noch deutlich unzufriedener als Männer waren, hängt die Zunahme des Glücksniveaus damit zusammen. Frauen kümmern sich laut einer Studie immer noch deutlich mehr um Care-Arbeit als Männer. Bei Gen Z hat das Ende von Homeschooling jedoch nicht zu dieser enormen Verbesserung geführt – obwohl besonders sie konkret davon betroffen sind.

Kimakrise und Ukraine-Krieg, über die sich Gen Z Sorgen macht, dauern an

Nach einer aktuellen Studie haben junge Menschen am meisten Angst vor der Klimakrise, gefolgt von Ukraine-Krieg und Pandemie: Krisen, denen sich die Gesellschaft weiterhin stellen muss. Auf das Glücksniveau der Gesamtbevölkerung scheinen die Energie und Klimakrise noch keinen negativen Einfluss zu haben. Zumindest nimmt das Glücksniveau der Deutschen in diesem Jahr nicht weiter ab. Auch die Fluchtbewegung 2015, die häufig auch als „Flüchtlingskrise“ bezeichnet wurde, trübte die Stimmung der Deutschen damals nicht. Sie wurden in dem Zeitraum sogar noch glücklicher.

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