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11 Bücher über Feminismus, die unbedingt auf deiner Leseliste stehen sollten 

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Von: Natascha Berger

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Eine junge Frau liest ein Buch, daneben das Wort Feminismus in einem Wörterbuch.
11 feministische Bücher im Überblick. (Fotomontage) © IMAGO / Westend61 & IMAGO / Panthermedia

Du willst anfangen, dich in Feminismus einzulesen oder möchtest gerne noch mehr Input haben? Dann solltest du dir diese 11 Lektüren auf keinen Fall entgehen lassen.

Ein kleiner Tipp vorweg: Bei all diesen Werken lohnt es sich, einen Marker parat zu haben. Denn was diese Frauen zu sagen haben, wirst du dir merken wollen. Und am liebsten allen Menschen in deinem Umfeld vorlesen, ohne lange nach der richtigen Stelle zu suchen.

1. „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski

Dieses Buch ist ein Muss - egal ob du dich gerade in Feminismus einliest oder ob du das Patriarchat schon lange stürzen willst. Margarete Stokowski schreibt in verschiedenen Essays, wie es ist, als Mädchen in Deutschland aufzuwachsen. Ein persönliches Buch, in dem sich vermutlich jede Frau an der ein oder anderen Stelle wiederfindet. Die Journalistin schafft es, auch mal zum Schmunzeln zu bringen und natürlich vor allem, zum Nachdenken anzuregen.

2. „Unsagbare Dinge“ von Laurie Penny

In „Unsagbare Dinge - Sex, Lügen und Revolution“ schreibt die britische Journalistin und Feministin in fünf Kapiteln über Missstände, die sie in Rage versetzen. Außerdem rechnet sie mit dem Mainstream-Feminismus ab und geht auch auf deformierende Männlichkeitsideale ein. Besonders gut: Begriffe wie cis erklärt Penny, womit sich das Buch auch super als Feminismus-Einstieg eignet.

3. „Wenn Männer mir die Welt erklären“ von Rebecca Solnit

Rebecca Solnit beschreibt in „Wenn Männer mir die Welt erklären“ genau das, was Feministinnen heute als Mansplaining bezeichnen: Männer, die ihren Gesprächspartnerinnen herablassend einen Sachverhalt erklären - einfach, weil sie davon ausgehen, sowieso mehr als eine Frau zu wissen. Auch wenn Rebecca Solnit den Begriff Mansplaining in ihrem Buch nicht benutzt, bringt sie die sexistischen Mechanismen auf den Punkt. Neben Mansplaining schreibt sie außerdem über Gewalt gegen Frauen und wieso die Kernfamilie längst überholt ist.

Aber wie der Rassismus kann auch die Frauenfeindlichkeit niemals allein von den Opfern bekämpft werden. Männer, die begreifen, worum es geht, verstehen auch, dass der Feminismus keine Verschwörung mit dem Ziel ist, Männern etwas wegzunehmen, sondern eine Kampagne zu unsrer aller Befreiung.

Rebecca Solnit

4. „Unsichtbare Frauen“ von Caroline Criado-Perez

„This is a man‘s world“ ist nicht nur eine James-Brown-Line, die immer mal wieder mitgegrölt wird, sondern auch die traurige Essenz von „Unsichtbare Frauen - Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert“. Das Buch der Britin Caroline Criado-Perez macht deutlich, dass Frauen in einer von und für Männer erschaffenen Welt leben. An vielen Beispielen erklärt sie die „Gender Data Gap“ und macht klar, wie diese zu Benachteiligung und Gefährdung von Frauen in allen Bereichen des Lebens führt.

5. „Die letzten Tage des Patriarchats“ von Margarete Stokowski

Schon wieder ein Buch von Margarete Stokowski? Was sollen wir sagen - die Frau hat es einfach drauf. In „Die letzten Tage des Patriarchats“ hat die geborene Berlinerin ihre wichtigsten Essays seit 2011 gesammelt, teils überarbeitet und mit passenden Leserbriefen von aufgebrachten alten weißen Männern versehen. In den zehn Kapiteln schreibt sie unter anderem über sexuelle Erfahrungen, den weiblichen Körper und die Rolle der Medien.

6. „Das beherrschte Geschlecht“ von Sandra Konrad

Die Psychologin Sandra Konrad beschäftigt sich in „Das beherrschte Geschlecht - Warum sie will, was er will“ mit der Frage, wie frei und selbstbestimmt Frauen im 21. Jahrhundert wirklich sind. Dabei schreibt sie viel über die weibliche Lust, sexuelle Befreiung, als auch Pornografie und Prostitution und wie sich all diese Aspekte im Laufe der Zeit geändert haben. Das Buch ermutigt zu hinterfragen, wo Frau sich selbst zu stark an Erwartungen anderer anpasst - und wie es möglich ist, die eigenen Wünsche an erste Stelle zu setzen.

7. „Das andere Geschlecht“ von Simone de Beauvoir

Wir geben zu: „Das andere Geschlecht: Sitte und Sexus der Frau“ von Simone de Beauvoir aus dem Jahr 1949 ist nicht gerade die leichteste Kost, vor allem für Feminismus-Neulinge. Spannend ist jedoch, wie viel aus dem Werk der französischen Schriftstellerin auch heute noch brandaktuell ist. Wie das Patriarchat die Frau zu einem „anderen Geschlecht“ gemacht hat und wieso sie deshalb einen härteren Kampf haben. Beauvoir setzt die Lage der Frauen in einen kulturgeschichtlichen und soziologischen Zusammenhang - das Buch gilt als radikalster Feminismus-Beitrag im 20. Jahrhundert.

Niemand ist den Frauen gegenüber aggressiver oder herablassender als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist.

Simone de Beauvoir

8. „Yalla, Feminismus!“ von Reyhan Şahin

Feminismus muss intersektional sein - und um das zu verstehen, eignet sich das Buch „Yalla, Feminismus!“ von Reyhan Şahin perfekt. Als Wissenschaftlerin, türkisch-muslimische Alevitin und Rapperin in der männlich dominierten Hip-Hop-Szene schreibt die Autorin unter anderem über Sex, Religion und Frauensolidarität. Vor allem macht sie aber klar, wieso Feminismus auch jene mitdenken muss, die verschiedenen Diskriminierungsformen ausgesetzt sind.

9. „Alle drei Tage“ von Laura Backes und Margherita Bettoni

„Alle drei Tage: Warum Männer Frauen töten und was wir dagegen tun müssen“ von den beiden deutschen Journalistinnen Laura Backes und Margherita Bettoni handelt von Femiziden. Von der Tatsache, dass in Deutschland jeden Tag ein Mann versucht, eine Frau umzubringen - und dass es jeden dritten Tag gelingt. Durch Analysen von Femiziden, Gesprächen mit Expert:innen und Überlebenden machen die Autorinnen klar, wieso Mord aufgrund des Geschlechts ein Thema ist, über das nicht mehr geschwiegen werden darf.

10. „Bitch Doktrin“ von Laurie Penny

Neben „Unsagbare Dinge“ sollte ein weiteres Buch von Laurie Penny auf deiner Liste nicht fehlen: „Bitch Doktrin: Gender, Macht und Sehnsucht“. Auch dieses Buch besteht aus verschiedenen Essays, die am Puls der Zeit sind und aufrütteln, auch mal wütend machen. Laurie Penny plädiert in „Bitch Doktrin“ dafür, dass sich Frauen, People of Colour und die LGBTQIA-Community nicht den Mund verbieten lässt und alle gemeinsam für eine Gleichstellung kämpfen müssen.

Es ist nicht übertrieben, wenn ich behaupte, dass toxische Männlichkeit die Welt zerstört.

Laurie Penny

11. „Feministin sagt man nicht“ von Hannah Herbst

Last but not least wollen wir dir „Feministin sagt man nicht“ von Hannah Herbst auf keinen Fall vorenthalten. In ihrem Debüt beschäftigt sich die deutsch-österreichische Journalistin mit der Frage, was es heutzutage bedeutet, eine junge Frau zu sein. Mit einer persönlichen Note und Einblicken aus ihren eigenen Erlebnissen deckt Hannah Herbst tiefgehende Probleme unserer Gesellschaft auf und erklärt, wieso das Wort Feminismus oft so negativ behaftet ist und weshalb wir ihn dennoch umso mehr brauchen.

Für alle, die sich nicht als Leseratte bezeichnen würden und lieber durch Social Media scrollen, haben wir inspirierende feministische Instagram-Accounts herausgesucht, die euren Feed sicher bereichern werden.

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