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Forschende haben untersucht, ob sich die Corona-Impfung auf unsere Periode auswirkt

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Von: Pia Seitler

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Bildmontage: Forscherin untersucht etwas unter dem Mikroskop und Frau hält Tampon in die Kamera.
Symbolbild: Forschende haben herausgefunden, dass sich die Corona-Impfung kaum auf unseren Zyklus auswirkt. © Westen61/Shotshop/Imago/BuzzFeed Austria

Ein US-Forschungsteam untersucht, ob die Corona-Impfung einen Einfluss auf den Menstruationszyklus hat. Sie stellen nur minimale Veränderungen der Zykluslänge fest.

Seit wir uns gegen Corona impfen lassen können, berichten vor allem in den sozialen Medien Menstruierende, dass sich ihr Zyklus nach der Impfung deutlich verschoben habe und sie ihre Periode viel früher oder später als sonst bekamen. Forschende aus den USA haben nun analysiert, ob der Impfstich mit Zyklusveränderungen verbunden sein kann.

In a Nutshell

Neue Daten zeigen: Menstruierende können beruhigt sein

Bisher gab es keine Studien zum Zusammenhang zwischen einer Corona-Impfung und einem veränderten Menstruationszyklus. In klinischen Studien zu den Corona-Impfstoffen wurde das nicht erfasst. Dahinter steckt ein Problem, das sich in vielen weiteren Bereichen der Medizin zeigt. Die Forschung konzentrierte sich lange viel zu wenig auf wichtige Geschlechterunterschiede, was zum sogenannten Gender Health Gap führte. Das will die Gendermedizin ändern und beschäftigt sich mit dem Einfluss des biologischen und sozialen Geschlechts (Gender) auf Krankheiten und medizinische Behandlungen.

Die Forscher:innen liefern mit ihrer Studie nun Daten, die verunsicherte Menstruierende beruhigen dürften. Nach der ersten Impfung verlängerte sich der Zyklus im Durchschnitt lediglich um 0,64 Tage, nach dem zweiten Impfstich um 0,79 Tage. Dabei machte es keinen Unterschied, welcher Impfstoff gespritzt wurde. Dieser Anstieg könne laut den Forscher:innen auf die Personen zurückzuführen zu sein, die beide Impfdosen innerhalb eines Zyklus erhielten. Bei dieser Untergruppe kam es in 10 Prozent der Fällen zu einer Zyklusverlängerung von acht Tagen und mehr. In den USA werden die beiden BionTech-Impfdosen mit einem Abstand von drei Wochen verabreicht, so kann es zu zwei Impfungen innerhalb eines Zyklus kommen.

Das kann für die einzelne Menstruierende beunruhigend sein, ist allerdings aus medizinischer Sicht nicht ungewöhnlich. Der Menstruationszyklus ist störanfällig und reagiert auch auf Stress. Bei einer Impfung kommt es zu einer Immunantwort des Körpers, das bedeutet Stress für ihn und liefert eine Erklärung für die Verschiebung der Periode. Die Veränderung ist allerdings nur kurzfristig: Innerhalb von zwei Zyklen nach der Impfung pendelte sich der Rhythmus wieder ein.

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