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Vandalismus an der Universität Leoben: Regenbogenfahne von Unbekannten zerschnitten und verbrannt

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Von: Johannes Pressler

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Fotomontage von zwei Aufnahmen mit einer verunstalteten Regenbogenfahne.
Die Regenbogenfahne vor der Montanuniversität Leoben wurde von Unbekannten verunstaltet. © VSStÖ Leoben

An der Montanuniversität Leoben wurde eine Regenbogenfahne verunstaltet. Studierende zeigen sich empört, die Universität erstattete Anzeige gegen die noch unbekannten Täter:innen.

Der Mai gilt als der Monat für Vielfalt 2022 der Europäischen Union. Diversität und Inklusion sollen in den Mittelpunkt der Gesellschaft gebracht werden. Dazu wurde am Montag (2. Mai) vor der Montanuniversität Leoben in der Steiermark die Regenbogenfahne gehisst. Doch nur wenige Stunden später wurde die Fahne von Studierenden in einem ganz anderen Zustand gefunden - nämlich heruntergerissen, zerschnitten und verbrannt.

VSStÖ Leoben verurteilt Angriff auf Regenbogenfahne, Universität Leoben erstattete Anzeige

Für Markus Gallaun, Vorsitzender des Leoben-Teams des Verbands Sozialistischer Student:innen in Österreich (VSStÖ), sei die Aktion zutiefst zu verurteilen. „Neben uns haben sich viele Teile der Montanuniversität für eine Regenbogenflagge eingesetzt, um zu zeigen, dass dies eine Universität für alle Studierenden und Angestellten ist“, so Gallaun in einer Stellungnahme gegenüber BuzzFeed Austria. Gemeinsam habe die Universität ein Zeichen für Respekt, Akzeptanz und Zusammenhalt geschaffen, „das werden ein paar intolerante Personen nicht ändern oder verhindern“.

Ebenfalls eine Reaktion zu dem Vorfall in Leoben kommt von Mustafa Durmus, Bundesvorsitzender des Vereins SoVie, der sich für die Förderung von Diversität in der Sozialdemokratie einsetzt. „Egal, woher man kommt, ob und woran man glaubt oder wen man liebt: Ein Angriff auf eine Gruppe ist ein Angriff auf uns alle. Ich hoffe, die Täter werden rasch ausgeforscht und zur Verantwortung gezogen“, schreibt Durmus auf Twitter.

Auf eine rasche Ausforschung der mutmaßlichen Täter:innen hofft auch die Montanuniversität Leoben. „Ich darf Ihnen mitteilen, dass die Montanuniversität daraufhin ‚Anzeige gegen Unbekannt‘ (wie es im Amtsdeutsch heißt) wegen mutwilliger Beschädigung von Universitätseigentum erstattet hat“, so Pressesprecher Erhard Skupa in einer Stellungnahme gegenüber BuzzFeed Austria. Dieser „Vandalenakt“ werde die Universität aber nicht daran hindern, den Monat für Vielfalt 2022 der Europäischen Union „in vollem Umfang“ weiterzuführen.

Landespolizeidirektion Steiermark: Suche nach Täter:innen geht weiter

Eingebracht wurde die Anzeige am Mittwoch (4. Mai) um sechs Uhr in der Früh, von wem diese mutmaßliche Straftat stammt, ist jedoch weiterhin ungewiss. „Momentan gibt es keine Hinweise auf konkrete Personen“, sagt Kontrollinspektor Markus Lamb von der Landespolizeidirektion Steiermark im Gespräch mit BuzzFeed Austria. Es sei ein klassischer Fall von Sachbeschädigung, aufgrund des beschädigten Gegenstandes sei es laut Lamb zudem sehr wahrscheinlich, dass der Vorfall unter Umständen in den Bereich der Hasskriminalität anzusiedeln sei. Die Ermittlungen gehen jedenfalls weiter.

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