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11 historische Fotos von Schwarzen Frauen, die Geschichte geschrieben haben

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Von: Jana Stäbener

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Schwarze Frauen haben unsere Welt verändert. Trotzdem sind sie in Geschichtsbüchern und Bildarchiven unterrepräsentiert. Wir machen sie mit 11 Bildern sichtbar.

Schwarze Menschen sind in vielen Ebenen unserer Gesellschaft noch immer unterrepräsentiert. Kinder in Deutschland malen mit rosafarbenen Hautfarbstiften, und spielen teilweise sogar mit rassistischem Spielzeug – eine Kulturwissenschaftlerin erklärt uns in einem Interview, was dahinter steckt. Das Problem: Durch dieses Fehlen Schwarzer Hautfarbe bei Spielzeugen, Buntstiften und auch in Büchern, bleibt das „Unbekannte“ präsent und Rassismus kann viel leichter entstehen. Die Autorin Cornelia Funke würde ihre „Wilden Hühner“ deswegen heute nicht mehr alle weiß schreiben und gesteht, 1993 noch anders über Diversität gedacht zu haben.

Schwarze Frauen der Geschichte: Getty Images will Menschen aller Hautfarben repräsentieren

Auch Getty Images, Anbieter von visuellen Inhalten wie Bildern und Videos, räumt ein, in der Vergangenheit zu wenig Wert auf Diversität gelegt zu haben. Wenn Menschen nach Bildern zu einem bestimmten Thema suchen (zum Beispiel „Mann im Büro“), dann wurden ihnen viel zu lange vermehrt weiß gelesene Menschen angezeigt. Der Algorithmus hatte also rassistische Tendenzen. Ein Phänomen, das auf einige künstliche Intelligenzen zutrifft, zeigte eine aktuelle Studie.

Weil zu einer diversen Gesellschaft aber nun einmal gehöre, dass auch in Medien Menschen aller Hautfarben repräsentiert werden, startete Getty Images jetzt die „Black History & Culture Collection“ (BHCC). Die gibt Medien oder verschiedenen Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) Zugang zu historischen und kulturellen Bildern der afrikanischen und Schwarzen Diaspora vom 19. Jahrhundert bis heute. Das Ziel: den immer noch vorhandenen Bias in der Repräsentation von Hautfarben abzubauen. Diesen unterschwelligen Rassismus sehen auch 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland.

Rosa Parks, Madam CJ Walker, Kamala Harris, Josephine Baker und Angela Davis (von links nach rechts) sind Schwarze Frauen, die Geschichte schrieben.
Rosa Parks, Madam CJ Walker, Kamala Harris, Josephine Baker und Angela Davis (von links nach rechts) sind Schwarze Frauen, die Geschichte schrieben. ©  Getty Images/Bettmann/Michael Ochs Archives//Jack Kurtz/dpa//Getty Images/Hulton Archive/Bettmann

„Blick in die Vergangenheit“: 11 Bilder von Schwarzen Frauen, die Geschichte geschrieben haben

„Das visuelle Archiv von Getty Images kann einen einzigartigen Blick in die Vergangenheit bieten und unerzählte Geschichten in die Gegenwart bringen“, so Ken Mainardis von Getty Images über die Kollektion. Der Bild-Anbieter sei stolz darauf, mit der Einführung der „Black History & Culture Collection“, Inhalte ans Tageslicht zu bringen, die vorher so nirgends zu finden gewesen seien, sagt er. Die Geschichten Schwarzer Menschen besser erzählen und verstehen zu können – dies sei das Ziel.

Dafür stellt Getty Images auch uns von BuzzFeed News Deutschland einige Bilder zur Verfügung. Sie zeigen Schwarze Frauen, die Pionierinnen waren, Großes erreicht haben, soziales Engagement zeigten oder sich für Frauenrechte und gegen Rassismus einsetzten. Wir präsentieren: 11 Bilder von Schwarzen Frauen, die Geschichte geschrieben haben.

1. Harriet Tubman – befreite hunderte Schwarze Sklaven.

Harriet Tubman mit Familie, Freund:innen und Nachbarn.
Ganz links steht Harriet Tubman, die selbst ehemalige Sklavin war und anderen Sklav:innen zur Freiheit verhalf. © Getty Images/Archive Photos - MPI

Die erste Frau auf unserer Liste ist Harriet Tubman, die etwa um 1820 in Maryland das Licht der Welt erblickte, wie es National Geographic schreibt. Sie war Sklavin seit sie ein Kind war und unternahm mehrere Fluchtversuche, um der Sklaverei zu entkommen. Die Flucht gelang ihr schließlich mithilfe der Organisation Underground Railroad. Später arbeitete sie für diese Organisation als Fluchthelferin und verhalf über 70 anderen Menschen zur Freiheit aus der Sklaverei. Während des Bürgerkriegs half sie Sklav:innen außerdem nach Kanada zu fliehen und arbeitete als Krankenschwester, Kundschafterin und Spionin.

2. Ida Wells Barnett – recherchierte zur Lynchmorden an Schwarzen in den USA.

Journalistin und Suffragistin Ida Wells-Barnett
Die Journalistin und Aktivistin Ida Wells-Barnett musste mehrfach umziehen, weil den Bürger:innen der USA im 19. Jahrhundert nicht gefiel, was sie zu sagen hatte. © Getty Images / R.Gates - Hulton Archive

Ida B. Wells-Barnett lebte Ende des 19. Jahrhunderts (geboren 1862) und war Journalistin, Aktivistin und Forscherin aus Mississippi. Als Pionierin kämpfte sie in den Südstaaten des damaligen Amerika gegen Sexismus, Rassismus und Gewalt. Sie stand ein für ihre Meinungen – und zwar so sehr, dass sie sogar von ihrer Universität, dem Rust College, verwiesen wurde. Auch dieser Schwarzen Ärztin wurde gekündigt, weil sie sich für Schwarze in der Medizin einsetzt – und zwar im 21. Jahrhundert!

Wells-Barnett untersuchte laut National Womens History Museum vor allem die Lynchmorde an Schwarzen und schrieb mehrere Kolumnen in lokalen Zeitungen über ihre Erkenntnisse. Auch das kam nicht gut um – sie musste nach Chicago ziehen. Im Laufe ihres Lebens war sie in mehreren Bürgerrechtsbewegungen aktiv – eine davon befasste sich unter anderem mit dem Frauenwahlrecht.

3. Madam CJ Walker – erfolgreiche Schwarze Unternehmerin und Wohltäterin.

Portrait von Madam CJ Walker.
Madam CJ Walker war eine der erfolgreichsten Schwarzen Unternehmerinnen – und das im frühen 20. Jahrhundert. © Getty Images // Michael Ochs Archives

Die Geschichte von Madam C. J. Walker ist so spannend, dass Netflix sie sich unbedingt krallen musste. Genauso wie bei anderen wahren Geschichten, wie der Serie über die deutsche Fake-Erbin Anna Sorokin, fesselt „Self Made – Das Leben von Madam C.J. Walker“ gerade deswegen, weil man weiß: Diese Frau gab es tatsächlich! In der Hauptrolle der Netflix-Serie die unglaubliche Octavia Spencer, die auch in „Hidden Figures“ (siehe Nr. 6) mitspielt.

Madam C. J. Walker wurde 1867 als Sarah Breedlove geboren – zwei Jahre nach der offiziellen Abschaffung der Sklaverei, schreibt Fembio. Inspiriert von einem Vetreter:innen-Job für die Haarpflege-Produkte von Minerva Turnbo-Pope, brachte sie 1906 eine eigene Produktlinie auf den Markt, die speziell für afroamerikanisches Haar zugeschnitten war. Madam Walkers „wunderbares Haarwuchsmittel“ war ein absoluter Kassenschlager, machte Madam C. J. Walker zur Millionärin und verleitete sie dazu, sich mit ihrem Einfluss auch für andere Schwarze Frauen und Unternehmerinnen einzusetzen. Ihr Motto: „Learn to grow hair and make money“. 

„Sind das Deine echten Haare?” – das werden Schwarze Frauen oft gefragt. Hier 22 weitere Sätze, die Schwarze Frauen nicht mehr hören wollen.

4. Josephine Baker – die „Schwarze Venus“ unter den Geheim-Agentinnen.

Josephine Baker auf einem Tigerfell.
Josephine Baker war nicht nur Tänzerin – sondern auch Spionin. © Getty Images / Hulton Archive

Sie wurde von Männern „Schwarze Venus“ genannt und war trotzdem ein Sinnbild für Schwarzen Feminismus – Josephine Baker wuchs Anfang des 20. Jahrhunderts in Missouri auf (geboren 1906) und zog mit 19 Jahren nach Frankreich. Dort tanzte sie unter anderem im Théâtre des Champs-Elysées. Doch sie war nicht nur Tänzerin: Als der Zweite Weltkrieg begann, arbeitet Baker als Geheim-Agentin für die Alliierten und weigerte sich nach dem deutschen Einmarsch sogar, sich den Besatzern zu ergeben, schreibt die Welt über sie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Baker dann in den USA gegen Rassismus und Diskriminierung zu kämpfen. Ach ja: Und sie adoptierte zwölf Kinder von unterschiedlichen Kontinenten, mit denen sie in ein Schloss in Südwest-Frankreich zog – wie cool ist das denn?

5. Rosa Parks – der Funke für die Schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA.

Rosa Parks vor Gericht.
Rosa Parks – der Funke für die Schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA, der Menschen wie Martin Luther King Jr. inspirierte. © Getty Images / Bettmann

Rosa Parks – ist das nicht die, die im Bus einfach sitzen geblieben ist? Richtig. Parks wird 1913 als McCauley geboren, zu der Zeit, als in den USA noch die Rassentrennung vorherrschte. Das bedeutete, sie musste auf eine Schule gehen, auf die nur Afroamerikaner:innen gehen, berichtet Demokratiegeschichten. Weil die Schulbusse nur weiße Schüler:innen mitnehmen, musste Rosa zu Fuß laufen. Am ersten Dezember 1955 nahm sie einen öffentlichen Bus und setzte sich in den Bereich „Coloreds only“. Als ein weißer Fahrgast sie und alle anderen Afroamerikaner:innen in ihrer Sitzreihe aufforderte, den Platz freizumachen, weigerte sie sich und wurde verhaftet.

Ihre Verhaftung wiederum inspirierte den damals noch unbekannten Martin Luther King Jr. zum „Montgomery Bus Boycott“, der sich über ein Jahr hinziehen sollte. Er bewirkte, dass das Oberste Gericht in den USA die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln wie Bus und Bahn für unrechtmäßig erklärte. Rosa Parks war also so etwas wie der Funke, der die Schwarze Bürgerrechtsbewegung in den USA erst so richtig anfachte.

Repräsentation von Schwarzen Menschen in einer historischen Serie schafft auch die Netflix-Produktion „Bridgerton“. Hier 10 Serien, die du gucken kannst, wenn du Bridgerton schon durch hast.

6. Katherine Johnson – NASA-Pionierin und Mathematik-Genie.

Katherine Johnson im Langley Research Center in Virgina.
NASA-Pionierin Katherine Johnson. © dpa

Wer den Film „Hidden Figures“ (dt. Unerkannte Heldinnen) gesehen hat, könnte über ihren Namen schon einmal gestolpert sein. Die Rede ist von Katherine Johnson, die im August 1918 in West Virginia geboren wurde. Sie war die erste Frau überhaupt, die in der NACA eine führende Rolle in der Forschung übernahm. Wie das Deutsche Patent- und Markenamt über sie schreibt, startete sie gemeinsam mit Mary Jackson und Dorothy Vaughan (die auch im Film vorkommen) einen Job im Rechenzentrum der NACA.

Im Jahr 1957 wurde aus NACA dann NASA – die Einrichtung strukturierte sich um und setzte neue Ziele. Für Johnson eine Chance – sie wechselte die Abteilung und schrieb bald darauf ein Mathematik-Papier, das als theoretische Grundlage für die bemannte Raumfahrt diente. Für ihren Beitrag zur Mondlandung und ihre Lebensleistung für die NASA erhielt Katherine Johnson 2015 die Freiheits-Medaille des Präsidenten, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Im Februar 2020 verstarb die Mathematikerin

7. Toni Morrison – Literaturnobelpreisträgerin.

Schriftstellerin Toni Morrison diskutiert „Playwriting“.
Toni Morrison schrieb Bücher, die sie sich selbst als Schwarzes Kind gewünscht hätte und bekommt 1993 einen Literaturnobelpreis für ihr Werk. © Getty Images / Bettmann

Toni Morrison war die erste afroamerikanische Frau, die 1993 den Literaturnobelpreis erhielt, schreibt Zett über sie. Die Jury begründete dies damit, dass ihre Bücher eine visionäre und poetische Kraft hätten. Sie wurde 1931 in Ohio geboren und schaffte es an der renommierten Cornell University Anglistik zu studieren. Später hatte sie an der Princeton University eine Professur für afroamerikanische Literatur inne. Bekannte Bücher von Morrison sind „Sehr blaue Augen“, „Solomons Lied“, „Menschenkind“ und viele mehr, die sich verstärkt damit auseinandersetzen, was es heißt, als Schwarzes Mädchen in einer schwarz-weißen Welt aufzuwachsen.

Hier erklärt eine Schwarze Expertin für Beauty, worum es bei Dreadlocks und kultureller Aneignung geht: Natürlich dürft ihr sie tragen, aber nennt sie bitte nicht so!

8. Jackie Tonawanda und Marian Tyger Trimiar – die ersten Schwarzen Profiboxerinnen.

Pionierinnen des Frauenboxens: Jackie Tonawanda und Marian Tyger Trimiar
Jackie Tonawanda (links) hält eine Faust in die Kamera, während Marian Tyger Trimiar von Desmond Goertz am Sitz der New York State Athletic Commission die Fingerabdrücke abgenommen bekommt. © Getty Images / Bettmann

Boxen ist nur was für Männer? Von wegen, dachten sich Jackie Tonawanda (geboren 1933) und Marian Tyger Trimiar (geboren 1953). Die beiden waren gemeinsam mit Cathy Davis Pionierinnen des Frauenboxens in den USA und gehören zu den ersten Schwarzen Frauen, die den Sport professionell ausübten. Im Jahr 1978 erhielten sie in New York eine Lizenz fürs Profiboxen (siehe Foto).

Jackie Tonawanda holte sich laut Boxrec Mitte der 1970er Jahre den Weltmeistertitel im Schwergewicht der Frauen und wurde als Champion der „Women‘s Boxing Association“ im Halbschwergewicht anerkannt. Ihr Spitzname: „The Female Ali“. Die Zeitschrift Boxing Illustrated kürte sie in den 80er-Jahren zu Nummer eins im Halbschwergewicht.

Marian Tyger Trimiar verfolgte schon als Zehnjährige Muhammad Ali im Fernsehen und träumte vom Boxen, schreibt Grueling Truth über sie. Im Alter von achtzehn Jahren begann sie zu trainieren und wurde zum „Tyger“, der sich auch dann nicht unterkriegen ließ, wenn er gegen männliche Box-Partner verlor. Im Jahr 1979 gewann sie im Leichtgewicht der Frauen gegen Sue „KO“ Carlson. Sie setzte sich Zeit ihres Lebens immer wieder für bessere Bedingungen für Frauen im Boxen ein und dafür, dass Mädchen Selbstverteidigung lernen, um sich selbst zu schützen. 2021 wurde Trimiar in die International Boxing Hall of Fame aufgenommen.

9. Angela Davis – setzte sich für Schwarze Gefangene ein.

Angela Davis bei einer Pressekonferenz.
Angela Davis spricht auf einer Pressekonferenz für Gus Hall, den Präsidentschaftskandidaten der Kommunistischen Partei der USA. © Getty Images / Bettmann

Angela Davis, geboren 1944 in den USA, studierte dort erst französische Literatur und zog dann nach Frankfurt am Main, wo sie Soziologie und Philosophie studierte. Schon immer war sie Teil von kommunistischen Organisationen und Parteien, nach ihrer Rückkehr in die Vereinigten Staaten wurde sie jedoch kurzzeitig Teil der „Black Panther Party“, eine Organisation, die sich für die Freilassung von Schwarzen Gefangenen einsetzte. Nicht ganz unproblematisch, denn als sich ein Gefangener mithilfe einer Waffe befreien wollte, kam es zur Schießerei und Angela Davis, auf die die Waffe zugelassen war, wurde verhaftet.

Sie verbrachte zwei Jahre im Gefängnis – sogar die Todesstrafe drohte ihr wegen Beihilfe zum Terrorismus. Besonders aus der DDR erreichten sie in dieser Zeit abertausende von Briefen, schreibt der MDR. Am 4. Juni 1972 wurde sie in allen Punkten der Anklage freigesprochen. In den vergangenen zehn Jahren war Angela Davis Gastprofessorin an der Goethe-Universität in Frankfurt und setzte sich mit Gefängnis-Strukturen in den USA auseinander. Sie kämpfte immer wieder für die Freilassung von Journalist:innen und Aktivist:innen, bekam jedoch auch schon Kritik, weil sie angeblich die BDS-Bewegung unterstützt habe.

Hier schreiben wir über eine Twitter-Userin, die Schutzräume für Schwarze Menschen fordert – und rassistischen Shitstorm kassiert.

10. Mae Jamison – die erste Schwarze Frau im All.

NASA-Astronautin Mae Jemison bei STS-47 Space Shuttle Endeavour.
Die amerikanische NASA-Astronautin Mae Jemison bei einem autogenen Feedback-Training. © Getty Images / Space Frontiers

Sie ist Ärztin, Ingenieurin und NASA-Astronautin – Mae Jemison. Die heute noch lebende Jemison wurde 1956 in Alabama geboren. Schon als Kind ärgerte sie sich laut dem National Women´s History Museum, dass es keine Astronautinnen gab. Sie war fest entschlossen, irgendwann ins All zu fliegen, studierte aber zuerst Chemieingenieurwesen, afrikanische und afroamerikanische Studien und Medizin. Nachdem Sally Ride 1983 als erste Amerikanerin ins All geflogen war, bewarb sich Jemison für das Astronautenprogramm der NASA – beim zweiten Mal mit Erfolg.

Am 12. September 1992 schrieb Jemison dann Geschichte, als sie mit sechs anderen Astronaut:innen auf der Raumfähre „Endeavor“ ins All flog: Sie war die erste afroamerikanische Frau im Weltraum. Noch heute schreibt sie weiter an ihrer Erfolgsgeschichte, denn sie leitet das Projekt „100 Year Starship“, das in den nächsten 100 Jahren menschliche Raumfahrten zu einem anderen Stern möglich machen will. Jemison erhielt zahlreiche Auszeichnungen, und wurde in die „National Women‘s Hall of Fame“ und die International Space Hall of Fame aufgenommen.

11. Kamala Harris – erste Schwarze Vizepräsidentin der USA.

US-Vizepräsidentin Harris.
Kamala Harris, Vizepräsidentin der USA, spricht auf der Internationalen Konferenz der Alpha Kappa Alpha Sorority. © John Raoux/dpa

Natürlich darf auch Kamala Harris auf unserer Liste nicht fehlen. Kamala Harris ist seit dem 20. Januar 2021 die erste weibliche US-Vizepräsidentin der USA. Mit Kamala Harris wählte Joe Biden eine „furchtlose Kämpferin“ als seine rechte Hand. Doch Harris ist nicht nur die erste Frau, sondern auch die erste Schwarze mit afrokaribischen Wurzeln, die dieses Amt innehat. Sie wurde 1964 in Kalifornien geboren und studierte später Politikwissenschaften und Wirtschaft in Washington, sowie anschließend Rechtswissenschaft in San Francisco.

Harris wurde 2011 als Attorney General vereidigt – eine Mischung aus Justizministerin und Generalstaatsanwältin. Auch hier war sie die erste Amtsinhaberin mit indischem und afroamerikanischem Hintergrund. Als zweite Schwarze zog sie im Januar 2017 dann in den US-Senat ein und positionierte sich seither immer wieder gegen Donald Trumps Einwanderungspolitik. Als Vizepräsidentin ist sie in den USA nun das ranghöchste Mitglied nach Präsident Joe Biden und kämpft unter anderem für Klimaschutz, freie Krankenversicherung und schärfere Waffengesetze ein.

*Diese Liste zeigt nur 11 Schwarze Frauen, die einen wichtigen Beitrag geleistet haben. Natürlich gibt es noch viele mehr, die wir jedoch nicht alle abdecken können, was nicht heißt, dass sie weniger wichtig waren.

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