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„Feminismus ist mehr als ein Label“: Österreichs erster Vulva Shop geht am 1. April online

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Von: Emily Erhold

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Sofia Surma und Produkte aus dem Vulva Shop
Hinter dem neuen Vulva Shop steht Sofia Surma, die auch den Verein Viva la Vulva gegründet hat. © Ines Gadermaier/Screenshot @vulva_shop

Muschicraft Bier, Vulva-Abdruck-Sets, gehäkelte Tampon-Schlüsselanhänger: Das alles kann man ab April im Vulva-Shop bestellen. Der Store will aber auch Feminismus vorantreiben.

„Alle Produkte im Vulva Shop behandeln Themen der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung. Feminismus ist für uns mehr als ein Label“, heißt es auf der Instagram-Seite des neuen Online-Shops. Gründerin ist Sofia Surma von Viva la Vulva - der Verein arbeitet seit vier Jahren daran, Frauen und feministische Themen sichtbarer zu machen. So sind die Aktivist:innen von Viva la Vulva mitverantwortlich für die Femizid-Gedenkstätte am Yppenplatz.

Die Vulva: Kein Tabu

Der Penis ist gefühlt überall. Er wird kulturell mit Macht und Potenz assoziiert. Im öffentlichen Raum stolpert man öfter mal über ein übergroßes Phallus-Symbol, sogar im All. Über den Penis werden aber auch Witze gemacht. Tabu ist das männliche Geschlechtsorgan also wirklich nicht. Über die Vulva hingegen - die noch immer viel zu oft mit der Vagina verwechselt wird - hat man jahrelang gar nicht oder nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen.

Dass es sich bei der Vulva um die äußeren Geschlechtsorgane, also Schamlippen, Klitoris und Scheidenvorhof handelt, während die Vagina die inneren Geschlechtsorgane, also die Verbindung zwischen Vulva und Gebärmutter beschreibt, wissen nur wenige. Allein das reicht wohl aus, um die Bedeutung eines eigens der Vulva gewidmeten Online-Shops zu erklären. Die Enttabuisierung des weiblichen Geschlechtsorgans ist aber nicht die einzige Absicht der Gründerin.

Vulva Shop: T-Shirts und Bier

Feminismus, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Veränderung sollen durch den Concept-Store vorangetrieben werden. Alle Produkte sind von als weiblich gelesene Personen gemacht. „Hinter jedem Produkt, steht eine Frau*, die für Gleichberechtigung kämpft und feministische Anliegen vertritt“, heißt es auf Instagram. Kaufen können die Produkte aber alle, die wollen: „Es ist ein Shop für Menschen, denen Feminismus, soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Veränderung am Herzen liegen.“

Gehäkelte Tampon-Schlüsselanhänger, T-Shirts mit feministischen Slogans, DIY-Vulva-Abdruck-Sets oder das ebenfalls aus Österreich stammende Craft-Bier Muschicraft: Die Produkt-Palette ist groß. Neben der Gründerin Surma sind auch 12 weitere Frauen daran beteiligt, den Vulva Shop online zu bringen.

Der Vulva Shop geht am 1. April um 19:30 online.

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