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Uigurische Aktivistinnen fordern Österreich auf, die Olympischen Spiele zu boykottieren

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Von: Emily Erhold

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Bildmontage: Mihrigul Tursun und Dr. Rushan Abbas
Mihrigul Tursun und Dr. Rushan Abbas fordern Österreich dazu auf, die olympischen Spiele zu boykottieren. © Kuzzat Altay/Jacquelyn Martin/AP/APA-PictureDesk

Am 4. Februar beginnen die Olympischen Spiele in Peking. Die international bekannte Aktivistin Mihrigul Tursun fordert Österreich jetzt dazu auf, die Veranstaltung zu boykottieren. Der Grund sind die massiven Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung gegen Uigur:innen.  

Die Uigurin Tursun wurde 2018 einer großen Öffentlichkeit bekannt, als sie vor der US-Regierung über ihre Gefangenschaft in chinesischen Lagern aussagte.

Uigurisch-amerikanische Aktivistin fordert Politiker:innen auf, das Problem anzusprechen

„Länder wie Österreich müssen jetzt handeln, damit anderen Uigur:innen in Zukunft erspart bleibt, was mir widerfahren ist“, sagte sie gegenüber BuzzFeed Austria. „China hat keine Gnade gezeigt. Das habe ich am persönlichen Leib erfahren.“ Großbritannien, Kanada, Neuseeland und die USA haben bereits angekündigt, keine Regierungsvertreter:innen zu den Winterspielen in der chinesischen Hauptstadt zu entsenden. Der österreichische Bundeskanzler Karl Nehammer hingegen betonte zuletzt, eine Politisierung der Spiele abzulehnen.

Auch die uigurisch-amerikanische Aktivistin Rushan Abbas, deren Schwester in China gefangen gehalten wird, fordert die österreichische Regierung zum Handeln auf. Gegenüber BuzzFeed Austria erklärt sie, es sei die Pflicht von Politiker:innen, das Problem offen anzusprechen: „Wenn Politiker:innen vorangehen, indem sie das, was den Uiguren widerfährt, zum Völkermord erklären, Zwangsarbeit einschränken und Menschenrechtsorganisationen unterstützen, dann wird ein Klima geschaffen, in dem es endlich akzeptabel ist, über diese Probleme zu berichten.“

Die Vereinigten Staaten hätten in den vergangenen zwei Jahren eine Flut von Berichten über die Uiguren-Frage erlebt, insbesondere nach der Einstufung des Völkermords durch das Außenministerium. „Es ist wichtig, dass Politiker das Gespräch über diese Themen führen und als Führungspersönlichkeiten für ihre Gemeinschaften fungieren“, sagt Abbas.

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