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11 Kandidaten, die gegen Bundespräsident Van der Bellen antreten könnten

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Von: Johannes Pressler

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Bundespräsident Alexander Van der Bellen spricht auf einer Pressekonferenz.
Egal, wer gegen Alexander Van der Bellen kandidieren wird - der Bundespräsident wird als haushoher Favorit ins Rennen gehen. © Leonhard Foeger/Reuters/APA-PictureDesk

Wer könnte es versuchen, Bundespräsident Alexander Van der Bellen im Wahlkampf um die Hofburg die Stirn zu bieten?

Seit Sonntag (27. Mai) ist es offiziell: Alexander Van der Bellen möchte ein weiteres Mal zum Bundespräsident gewählt werden. Überrascht hat die Verkündung wenige, zu beliebt ist Van der Bellen - unterstützt von den Grünen - im Vergleich zu vielen anderen Politiker:innen in Österreich. Ebenso wenig überraschend ist es daher, dass sowohl ÖVP, SPÖ als auch die NEOS sich dazu entschieden haben, keine eigene Kandidatin oder keinen eigenen Kandidaten ins Rennen um die Hofburg zu schicken. Ganz ohne Konkurrenz wird der Wahlkampf aber wohl doch nicht ablaufen. Nicht zu vergessen ist: Um am Wahltag überhaupt auf dem Stimmzettel stehen zu dürfen, muss man im Vorhinein mindesten 6000 Unterstützungserklärungen gesammelt haben.

1. FPÖ

Die FPÖ hat angekündigt, als einzige Parlamentspartei eine Gegenkandidatin oder einen Gegenkandidat aufstellen zu wollen. Norbert Hofer, der bereits 2016 gegen Van der Bellen den Kürzeren zog, steht diesmal nicht zur Verfügung. Schon länger wurde spekuliert, ob es Parteichef Herbert Kickl selbst in die Hand nimmt. Als größte Favoritin auf den Posten der blauen Kandidatur gilt derzeit aber die Nationalratsabgeordnete Susanne Fürst. Die 53-jährige Rechtsanwältin stammt aus Linz, ist unter anderem spezialisiert auf Medienpolitik und ist seit Dezember 2021 Mitglied im ÖVP-Korruptions-Untersuchungsausschuss.

Susanne Fürst spricht auf einer Pressekonferenz.
Susanne Fürst ist Nationalratsabgeordnete der FPÖ. © Helmut Fohringer/APA-PictureDesk

2. Marco Pogo

Dominik Wlazny, besser bekannt als Marco Pogo, ist Gründer und Vorsitzender der Bierpartei. Seit 2014 als Sänger der Punkrock-Band Turbobier tätig, sitzt der Wiener seit rund zwei Jahren im Simmeringer Bezirksrat. Bereits im Oktober 2021 kündigte Pogo im „Wien heute“-Interview an, bei der Hofburg-Wahl kandidieren zu wollen. Fix ist das aber noch nicht, der 35-Jährige soll derzeit noch am Überlegen sein.

Marco Pogo spielt E-Gitarre.
Der Punkrocker Marco Pogo ist Gründer und Vorsitzender der Bierpartei. © Florian Wieser/APA-PictureDesk

3. Gerald Grosz

Ehemals ein Mitglied der Jörg-Haider-Partei BZÖ, ist Gerald Grosz heute vor allem als Kolumnist und Autor aktiv. Große Aufmerksamkeit erhält der Grazer durch seine regelmäßigen Gastauftritte auf OE24.TV. Dort diskutiert er meist mit dem Unternehmensberater und Tierschutz-Aktivisten Sebastian Bohrn Mena. Ob Grosz zur Hofburg-Wahl antreten wird, ist noch nicht fix. Auf die Ankündigung von Van der Bellen zur Wiederkandidatur reagierte er zumindest auf TikTok mit: „Sascha go home, it‘s time for make Austria Grosz again.“

Gerald Grosz auf einer Pressekonferenz, im Hintergrund das BZÖ-Logo.
Gerald Grosz bei seinem Rücktritt aus der BZÖ im Jahr 2015. © Gert Eggenberger/APA-PictureDesk

4. Robert Marschall

Bis vor wenigen Monaten war Marschall Obmann der Partei „Wir für Österreich“ (WFÖ). Geboren in Wien, machte der 56-Jährige schon des Öfteren als Initiator von erfolgreichen Volksbegehren auf sich aufmerksam - unter anderem mit einer Kampagne gegen die Corona-Impfpflicht. Es ist übrigens nicht der erste Versuch von Marschall, Bundespräsident werden zu wollen. 2016 scheiterte er allerdings an der 6000er-Marke.

Der Politiker und Aktivist Robert Marschall.
2016 scheiterte Robert Marschall an den 6000 Unterschriften. © EXPA/APA-PictureDesk

5. Martin Wabl

1998, 2004, 2010 und 2016. Ja, schon viermal versuchte es Martin Wabl mit einer Kandidatur für die Hofburg-Wahl. Genauso oft ist er an der 6000er-Hürde gescheitert. Jetzt will es der pensionierte Richter noch einmal wissen. Von 1980 bis 2005 war Wabl SPÖ-Gemeinderat in Fürstenfeld, außerdem war der heute 77-Jährige auch im Steirischen Landtag und im Bundesrat in Wien. Für Aufsehen sorgte Wabl im Jahr 2007, als er ein Buch zum Fall Natascha Kampusch schrieb. Der Titel: „Natascha Kampusch und mein Weg zur Wahrheit“.

Martin Wabl spricht und hebt seine rechte Hand.
Der frühere Richter Martin Wabl, hier im Jahr 2004. © Markus Leodolter/APA-PictureDesk

6. Rudolf Remigius Kleinschnitz

Bereits seit rund zwei Monaten ist bekannt, dass der Schauspieler Rudolf Remigius Kleinschnitz kandidieren möchte. Bis vor der Corona-Pandemie war der 54-Jährige mit der Diskothek Moonbite Club im 4. Bezirk selbsständig. Kleinschnitz sei davon überzeugt, „das Amt des Bundespräsidenten soll nicht länger als Pensionsvorsorge für ausgemusterte und ausgediente Berufspolitiker“ dienen, wie er auf seiner Webseite schreibt.

7. Thomas Schaurecker

Geboren in Salzburg, ist Thomas Schaurecker laut eigener Webseite unter anderem Krisenmanager, Berufsdetektiv und Friedensaktivist - für Mathematik und Fremdsprachen könne er sich aber „nicht so begeistern“. Auf seiner YouTube-Seite finden sich zudem zahlreiche Videos von Corona-Demonstrationen.

8. Konstantin Haslauer

Der parteilose Wiener ist Unternehmer und Buchautor. Vor allem mit dem ersten Lockdown hatte der bis heute ungeimpfte Haslauer sein Problem: „Im März 2020 haben Sebastian Kurz und Frau Merkel meinem Unternehmen den Todesstoß versetzt.“

9. Barbara Rieger

Die Tirolerin gab im April bekannt, die erste Bundespräsidentin Österreichs werden zu wollen. Sie ist diplomierte Montessori-Pädagogin, Energetikerin und Kräuterpraktikerin. Bei der Coronaimpfung sei ihr Entscheidungsmöglichkeit am wichtigsten. Sie selbst ist jedoch ebenfalls nicht geimpft, „da ich mich nicht dem unerforschten Gen-Experiment unterwerfen möchte“.

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10. Johann Peter Schutte

Der 61-Jährige ist Landwirte-Berater und Mitgründer der Partei „Referendum.jetzt“. Schutte ist offenkundiger Impfpflichtgegner: „Ungespritzt und werde das auch bleiben.“

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11. Hubert Thurnhofer

Das größte Ziel des gebürtigen Steirers sei es, für die „Wiederherstellung unserer Demokratie“ zu sorgen. Thurnhofer gehört derzeit keiner Partei an. Das Impfpflichtgesetz sollte so schnell wie möglich abgeschafft werden - „so wie übrigens alle Verordnungen und Gesetze, die in den vergangenen zwei Jahren seit Ausbruch der Corona-Herrschaft erlassen wurden“, ist Thurnhofer der Meinung.

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