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Joyce Ilg postet „geschmacklosen“ Witz über K.O.-Tropfen unter Bild mit Luke Mockridge

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Von: Pia Seitler

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Komikerin Joyce Ilg bekommt viel Kritik für Witz über K.O.-Tropfen.
Komikerin Joyce Ilg bekommt viel Kritik für Witz über K.O.-Tropfen. © N. Kubelkax/Imago/ Nicolas Armer/dpa/Screenshot/Twitter/@ebonyplusirony/Collage/BuzzFeed

Für ihren Witz erntet Komikerin Joyce Ilg viel Kritik. Ein Überblick zu den Geschehnissen und Reaktionen im Netz.

Wo sind die Grenzen des Humors? Was darf Comedy? Die Diskussion, ob Chris Rocks Witz auf Kosten von Jada Pinkett Smith bei den Oscars zu weit ging, ist gerade erst wieder abgeflacht, da sorgt ein Post der Schauspielerin und Komikerin Joyce Ilg im Netz für Aufregung. Die 38-Jährige hat ein Foto von sich und Luke Mockridge auf Instagram gepostet und dazu geschrieben: „Hat hier irgendwer von euch Eier gefunden? Ich hab nur ein paar K.O. Tropfen bekommen.“

Viele User:innen kommentierten den Post und Joyce ergänzte ein Statement, wonach das kein Witz auf Kosten von Opfern von K.O.-Tropfen sein soll, sondern eine Anspielung auf Mockridges Bühnenprogramm, in dem er diesen „K.O. Tropfen Gag“ brachte und der später in den Vorwürfen gegen ihn thematisiert wurde.

Hintergrund der Kritik am Posting von Joyce Ilg mit Luke Mockridge

Worum geht es hier genau? Die Podcasterin Ines Aioli hatte Mockridge, ihren Ex-Freund, angezeigt, nachdem sie nach eigenen Angaben einen Vorfall in einer gemeinsamen Nacht als versuchte Vergewaltigung wahrgenommen habe. Mockridge wies die Vorwürfe zurück, die Staatsanwaltschaft Köln stellte ein entsprechendes Verfahren nach ein.

Mockridge und Ilg sind befreundet und die Komikerin versuchte Mockridge zu verteidigen, als dieser sich im Sommer 2021 mit Vorwürfen seiner Ex-Freundin Ines konfrontiert sah.

Joyce Ilg bekommt Kritik in den Kommentaren auf Instagram

Die Moderatorin und Podcasterin Louisa Delllert schrieb zum Post von Ilg: „Geschmacklos und überhaupt nicht auf der Höhe aller Missstände. Und: respektlos allen Betroffenen gegenüber.“ Und Autorin Madeleine Alizadeh kommentiert: „Verharmlosung von sexualisierter Gewalt gegen Frauen. Wow, selten so gelacht.“

Vor allem Joyce Ilgs verwendeter Hashtag #FreedomOfHumour, der auf die Freiheit von Satire und Humor anspielt, wird kritisiert:

Autorin Sophie Passmann äußert sich in einem Video auf Instagram speziell zu der Kritik, dass man darüber keine Witze machen dürfe. Sie findet, streng genommen dürfe man über alles Witze machen, selbst über K.O.-Tropfen und Vergewaltigung, aber der Witz müsse halt gut genug sein.

„Wenn man schon einen Witz macht über etwas, wo man potenziell wirklich viele Leute verletzt, dann sollte man wenigstens einen Witz machen, der irgendwie überraschend ist, eine gute Wendung hat oder handwerklich zumindest toll geschrieben ist. Der Witz ist ja wirklich so schlecht, das ist ein Kündigungsgrund im Autorenraum“, sagt sie. „Vielleicht war es auch einfach eine geschmacklose Art, einen besten Freund zu verteidigen.“

Das sieht die Comedy- und Buchautorin Jasmina Kuhnke ähnlich:

In einem zweiten Post geht Joyce Ilg auf den Shitstorm ein:

Dazu schreibt eine Nutzerin: „Der Shitstorm ging erst richtig los als du allen betroffenen Opfern nicht zugehört hast und dich weiter entschieden hast den Post so stehen zu lassen. Shitstorm ist immer falsch, aber das meiste war absolut konstruktive Kritik.“ Noch ist unklar, was Ilg mit der „Idee“ meint, um miteinander ins Gespräch zu kommen.

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