1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Meinung

Der Trailer zum neuen „Jurassic World“-Film ist da und bestätigt meine Faszination für Dinosaurier

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Christian Kisler

Kommentare

Model eines Tyrannosaurus Rex, der auf Autosin einer Großstadt herumtrampelt
Würde ein Tyrannosaurus Rex auf eine Großstadt losgelassen, nähme das kein gutes Ende. © Science Photo Library/APA-PictureDesk/BuzzFeed Austria

Gerade ist der Trailer zum dritten „Jurassic World“-Film erschienen. Davor wurde ein österreichischer Dinosaurier untersucht. Jetzt wurde bekannt, dass auch Dinos an Grippe erkrankten. Welchen Reiz üben sie immer noch aus? Meine 2Cents dazu.

„Schöpfung ist ein reiner Akt des Willens.“ Oder: „Das Leben wird einen Weg finden.“ Das sind nicht Sätze aus einem Rundschreiben einer neuen Esoterik-Schwurbler-Truppe. Es sind die legendären Worte von Richard Attenborough, Darsteller von John Hammond, dem Gründer eines Erlebnisparks voller Dinosaurier. Gesprochen wurden sie im ersten „Jurassic Park“-Film aus dem Jahr 1993, also vor Ewigkeiten. Der Streifen unter der Regie von Seven Spielberg setzte nur fort, was ohnehin schon lange im Gang ist: eine Dinomania. Kaum ein Kind, das nicht früher oder später einen kleinen Plastik-Dino als Spielzeug sein Eigen nennt und mit Leichtigkeit einen Brachiosaurus von einem Stegosaurus oder einem Tyrannosaurus Rex unterscheiden kann.

Neuer „Jurrassic World“-Film mit alten Held:innen

Dinosaurier tauchten schon in frühen Stummfilmen Anfang des 20. Jahrhunderts auf, „Jurassic Park“ erweckte sie damals nur als Erstes zum Leben. „Jurassic Park“ beruht jedenfalls auf dem gleichnamigen Buch von Michael Crichton, der schließlich auch am Drehbuch zum Film mitwirkte. Auf den ersten folgten ein zweiter, dann ein dritter Teil, bevor es 2015 mit „Jurrassic World“ quasi einen Neustart der Serie gab - dem 2018 der zweite Teil folgte. Grundlage für alle Filme aus der Reihe: Dinosaurier werden geklont und in einem Vergnügungspark ausgestellt, irgendwas geht schief und schließlich steht die Zukunft der Menschheit auf dem Spiel. Ganz grob zusammen gefasst. Statt Richard Attenborough, Sam Neill, Laura Dern und Jeff Goldblum spielen in den neuen Produktionen Chris Pratt und Bryce Dallas Howard die wackeren Held:innen.

Für den gerade erschienenen Trailer zum dritten Teil, „Jurassic World: Ein neues Zeitalter“, wurde nicht nur die Stimme des längst verstorbenen Attenborough aus dem Archiv gekramt. Auch das Personal der „alten“ und der „neuen“ Reihe wird für den am 9. Juni startenden Streifen zusammen geführt. Schnappatmungsgefahr! Ist ja auch bitter nötig, die Dinosaurier sind ihrem Zoo entkommen und schicken sich an, die Erde erneut zu bevölkern. Wie sie es bis zu einem Kometeneinschlag vor etwa 65 Millionen Jahren ja bereits einmal getan haben.

Wären die Dinosaurier nicht ausgestorben, hätte sich der Mensch nicht durchgesetzt

Allerdings muss man festhalten: Wären die Dinosaurier nicht ausgestorben, hätten sich Säugetiere nicht durchgesetzt, der Mensch hätte nicht die mittlerweile fast zweifelhafte Entwicklung durchmachen können. Genau dieses „Was wäre, wenn?“ fasziniert uns ja seit jeher. Auch die schiere Größe mancher dieser Exemplare. Nicht umsonst hielten Menschen früher die Knochenfunde für die Überreste von Drachen oder Riesen.

Die Frage, ob Dinosaurier und Säugetiere, allen voran Menschen, friedlich zusammenleben können, stellt sich schon. Waren ja nicht alle räuberische Fleischfresser, es gab auch friedlich in Herden zusammenlebende Urzeitriesen, die sich nur von rein pflanzlicher Kost ernährten. Sozusagen vegan lebte auch der auf dem Gebiet des heutigen Österreichs lebende Austro-Dino, der neuesten Untersuchungen zufolge schwerhörig war, sich sehr behäbig fortbewegte und Gesellschaft mied. Typisch österreichisch halt.

Dinosaurier werden immer wieder vermenschlicht

Nicht nur in alten Serien wie „Die Dinos“ werden Dinosaurier immer wieder vermenschlicht. Auch neueste wissenschaftliche Entdeckungen neigen dazu. Dass auch die Urzeittiere an Atemwegsentzündungen erkranken konnten, wurde mit „grippeähnlichen Symptomen“ beschrieben, also etwas, dass die meisten von uns schon einmal erlebt hat: Fieber, Husten und Atembeschwerden. Die untersuchten Überreste stammen von einem Diplodocide, der von den Forscher:innen „Dolly“ genannt wurde. Auch ein Schritt zur Vermenschlichung des Untersuchungsgegenstands. Für mich etwas befremdlich.

Auf alten Seekarten wurde dort, wo sich unerschlossenes oder potenziell gefährliches Gebiet befand, der Hinweis „Here be Dragons“, also in etwa „Hier gibt es Drachen“ versehen. Dass die Darstellungen einigen Flugsauriern ähnelten, hat mich immer schon fasziniert. Auch die Tatsache, dass die Nachfahren der Dinos nicht etwa diverse Echsen, sondern Vögel sind, kluge Krähen etwa. Dumm waren vor allem die kleineren, im Rudel jagenden Velociraptoren auch nicht, dagegen hätte so ein Menschlein keine Chance. Die hilft auch technische Überlegenheit wenig. Allerdings braucht es keine Dinosaurier, um die Menschheit zu vernichten. Das schaffen wir schon ganz alleine.

Auch interessant

Kommentare