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Neue Studie zeigt, in welchem Alter Menschen zum ersten Mal depressiv werden

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Von: Johannes Pressler

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Eine junge Frau mit dem Kopf gesenkt hält einen Regenschirm und hört Musik mit ihren Kopfhörern.
Eine neue Studie zeigt, ab welchem Alter Menschen am meisten depressiv werden. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago

Menschen, die an Depressionen leiden, werden immer jünger. Doch ab welchem Alter taucht diese Krankheit erstmals auf? Dazu gibt es nun neue Erkenntnisse.

Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Online-Publikation „Our World in Data“, die ein Teil der sozialwissenschaftlichen Abteilung an der Universität in Oxford ist. Konkret wurde folgende Frage gestellt: In welchem Alter leiden Menschen zum ersten Mal an Depression? Dieser Punkt gilt offiziell als das Erkrankungsalter, kann allerdings auf unterschiedliche Art und Weisen ermittelt werden.

In welchem Alter sind Menschen zum ersten Mal depressiv?

Grundsätzlich muss festgehalten werden: Depression kann dich über längere Zeiten deines Lebens begleiten. Für manche Menschen ist die Krankheit ein dauerhafter Zustand, während andere in Episoden mit ihrer Mental Health zu kämpfen haben und in der Zwischenzeit überhaupt keine Symptome aufweisen. Daher ist es bei einer Studie zu mentaler Gesundheit auch nicht so einfach, den genauen Zeitpunkt des Erkrankungsalters zu ermitteln.

Eine Möglichkeit ist der Moment, wo man zum ersten Mal depressive Symptome bekommt. Eine Alternative ist jener Zeitpunkt, in dem man offiziell von einer Ärztin/einem Arzt mit der seelischen Erkrankung diagnostiziert wird. Daher war für die Forschenden von „Our World in Data“ klar, dass am Ende ihrer Datenerhebung, die auf mehreren Studien auf der ganzen Welt basiert, zwei wesentliche Zahlen herauskommen müssten.

Bei jenem Alter, wo zum ersten Mal depressive Symptome auftauchen, liegt der Durchschnitt bei 26 Jahren. Menschen, bei denen erstmals eine Depression diagnostiziert wird, sind durchschnittlich 31 Jahre alt. Im Großen und Ganzen kann also festgehalten werden, dass es im Schnitt fünf Jahre lang dauert, bis man nach den ersten depressiven Symptomen auch von einer Ärztin/einem Arzt die Nachricht erhält, dass man an einer mentalen Erkrankung leidet.

„Mentale Gesundheit darf keine Frage des Einkommens sein“

Dass Menschen immer jünger werden, wenn sie zum ersten Mal an Depressionen erkranken, zeigt eine Studie aus Dänemark. Hierbei kam man zur Erkenntnis, dass 2016 die durchschnittliche Person mit einem ersten Mental-Health-Problem viel jünger war als 1996 bzw. 2006. Einer der Hauptgründe dafür ist sicherlich, dass junge Menschen heutzutage viel mehr dazu bereit sind, sich ärztliche Hilfe zu holen. Darum die Diagnosen im jüngeren Alter.

Neben der Corona-Pandemie gibt es nun mit dem Ukraine-Krieg noch weitere äußere Umstände, die eine große Herausforderung für die mentale Gesundheit junger Menschen darstellen. Dazu wurde von der Österreichischen Hochschüler:innenschaft der Universität Salzburg im März eine wichtige Initiative gestartet: ein eigener Fond für die mentale Gesundheit der Studierenden. „Mit dem neuen Mental-Health-Fonds schaffen wir jetzt Abhilfe, damit Studierende bei der Inanspruchnahme von Psychotherapie-Angeboten finanziell unterstützt werden”, heißt es dazu von Lara Simonitsch, der ersten stellvertretende Vorsitzenden, in einer Presseaussendung.

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