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Wie es Geflüchteten in Wien zwei Monate nach Kriegsbeginn geht und was sie noch dringend benötigen

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Von: Sophie Marie Unger

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Flüchtlingshilfe Train of Hope empfängt Geflüchtete aus der Ukraine freundlich und ein ankommender Bus aus Lwiw
Die Flüchtlingshilfe „Train of Hope“ ist im Ankunftszentrum und zählt auch auf deinen Einsatz. © Instagram/APA Picturedesk

Die russischer Invasion dauert nun schon mehr als zwei Monate an. Wie es den nach Österreich Geflüchteten geht und wie du weiterhin helfen kannst, erfährst du hier.

67.491 Menschen, vorwiegend Frauen und Kinder, wurden seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine am 24. Februar bis dato behördlich erfasst, sagt Flüchtlingskoordinator Michael Takacs am Mittwoch. Obwohl die Zahl der in Wien Ankommenden in den vergangenen Wochen bereits gesunken ist, bleibt das Ankunftszentrum beim Ernst-Happel-Stadium wichtige Anlaufstelle.

Train of Hope und die Stadt Wien organisieren

Die Flüchtlingshilfe Train of Hope, die bereits 2015 unermüdlich im Einsatz war, übernahm auch diesmal einen Teil der Organisation. Anfangs war es dem Train of Hope-Team vor allem wichtig, so vielen Menschen wie möglich einen ersten sicheren Schlafplatz und wichtige Versorgung zur Verfügung zu stellen. Knapp 60.000 Menschen konnte so bereits geholfen werden. Nun hat sich eine Dynamik entwickelt, die wirklich berührend ist. Neben den weiter neu ankommenden Menschen besuchten in den letzten Wochen auch immer wieder bekannte Gesichter - Familien aus der Ukraine, die bereits eine Unterkunft gefunden haben, das Zentrum. Sie tauschen sich dann mit Gleichgesinnten aus oder bringen die Kinder zum Spielen, was für alle ein wenig Ablenkung darstellt. Die Organisation veranstaltete sogar ein Osterfest und sammelte ukrainische Spezialitäten und Osterkörbchen für die Kleinen.

Sachspenden weiterhin relevant

Obwohl österreichweit bereits mehr als 1.700 Vertriebene aus der Ukraine Jobs gefunden haben und auch arbeiten dürfen, müssen viele noch auf eine Beschäftigungsbewilligung warten. Zahlreiche Menschen sind zudem auf finanzielle Unterstützung angewiesen, was zahlreiche Menschen verzweifeln lässt. Damit jene trotzdem über die Runden kommen, bietet das Aufnahmezentrum weiterhin die wichtigsten Sachspenden an. Zudem steht man den Menschen mit Beratung und Dolmetsch zur Seite. Das Team arbeitet hierbei ehrenamtlich und spendenfinanziert, deshalb ist deine Hilfe so wichtig.

Was kannst du also tun?

Da der Platz für Geflüchtete und ihr Wohlergehen benötigt wird, ist der Platz im Lager knapp. Falls du Sachspenden beisteuern willst, ist es somit wichtig, dass du dich vorher über die Website von Train of Hope oder über ihre Social-Media-Kanäle informierst, was gerade dringend gebraucht wird. Immer gefragt sind aber Hygieneartikel - hier vor allem Slip-Einlagen für Frauen, Shampoos, Mundhygiene-Artikel, aber auch Babyprodukte wie Windeln und Puder. Auch Sommerkleidung ist zurzeit gefragt.

Essenziell seien auch freiwillige Helfer:innen, hieß es vonseiten des Teams. Damit aufgrund von Corona-Maßnahmen Freiwillige bestmöglich eingeteilt werden, ist es wichtig, dass du dich vorher über where2help anmeldest. Es wird vor allem in Schichtsystemen gearbeitet - eine Tagschicht kannst du bereits ab 16 Jahre machen, in der Nacht werden Freiwillige ab 18 gesucht. Dringend benötigt werden derzeit etwa Dolmetscher:innen für Ukrainisch und Russisch, aber auch Helfer:innen in der Küche, bei der Spendenannahme, in der Kinderecke, bei der Kleidersammlung und im Lager werden gesucht.

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