1. BuzzFeed.at
  2. News
  3. Flucht & Migration

Freiwillige kritisieren Situation am Wiener Hauptbahnhof: Geflüchtete mussten aus Zug aussteigen

Erstellt:

Von: Emily Erhold

Kommentare

Geflüchtete aus der Ukraine steigen in Wien aus einem Zug.
Helfer:innen kritisieren die Situation am Hauptbahnhof in einem offenen Brief an die Stadt Wien. © Annegret Hilse/APA-PictureDesk

Laut dem Journalisten Michael Bonvalot mussten Geflüchtete aus der Ukraine am Wiener Hauptbahnhof einen Zug nach München verlassen. Helfer:innen kritisieren das Vorgehen. Die ÖBB bezog auf Twitter Stellung.

Laut den Vereinten Nationen sind seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine bereits mehr als zwei Millionen Ukrainer:innen geflüchtet. In Wien kommen mittlerweile täglich etwa 50 Züge mit Geflüchteten an. Der Journalist Michael Bonvalot veröffentlichte am 10. März auf seiner Website einen Lokalaugenschein vom Wiener Hauptbahnhof. Darin berichtete er von Geflüchteten aus der Ukraine, die gezwungen wurden, einen Zug nach München zu verlassen. „Die Flüchtlinge und ihre Helfer:innen sind verzweifelt“, twitterte der Journalist.

Geflüchtete mussten Nacht auf dem Bahnhof verbringen

Laut den Angaben des Journalisten mussten die Geflüchteten den Zug Richtung München am Wiener Hauptbahnhof verlassen, da es nicht genug Sitzplätze gab. Die Situation vor Ort schien chaotisch. Die Notschlafstelle mit 50 Betten öffnete erst um 23 Uhr. Freiwillige Helfer:innen zeigten sich wütend über das Vorgehen der ÖBB. Schon zuvor hatten sie einen offenen Brief an die Stadt Wien verfasst, da es am Hauptbahnhof an Ärzt:innen und Infrastruktur fehlen würde. Viele der Geflüchteten verbrachten die Nacht auf dem Bahnhof.

Die ÖBB bezog zu dem Vorfall bereits Stellung. Laut den Bundesbahnen kam der Zug aus Budapest Richtung München mit 350 Passagieren statt der höchstzulässigen Anzahl von 300 an. Der Zug sei so „überfüllt gewesen, dass wir eine sichere Reise nicht gewährleisten konnten“, erklärte das Unternehmen auf Twitter. Daher mussten 50 Passagiere aussteigen. Etwa 300 Menschen, die in Wien auf den Zug gewartet hatten, mussten ebenfalls eine weitere Nacht in der österreichischen Hauptstadt verbringen.

Im Gespräch mit BuzzFeed Austria hatte ein Sozialarbeiter die Situation in österreichischen Geflüchtetenlagern kritisiert.

Auch interessant

Kommentare