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TikTokerin hat als erste Geflüchtete ein Buch über den Ukraine-Krieg veröffentlicht

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Von: Sophie Marie Unger

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Die bekannte ukrainische TikTokerin Valeria schreibt ein Buch
Die bekannte ukrainische TikTokerin Valeria hat ihr erstes Buch über die Flucht veröffentlicht. © APA-Picturedesk/Instagram

Die mittlerweile weltbekannte ukrainische TikTokerin Valeria hat ihre Flucht nun auf Papier gebracht. Das Buch hat sie in Wien publiziert.

Mit „24. Februar ... und der Himmel war nicht mehr blau“ hat die 21-jährige Valeria Shashenok als erste ukrainische Geflüchtete überhaupt den Kriegsalltag und ihre Flucht in einem Buch verarbeitet. Zuvor wurde sie mit ihren TikTok-Videos bekannt, die sie bereits wenige Tage nach Kriegsausbruch von einem Bunker aus online stellte. Schnell erreichte die Fotografin damit Millionen Menschen. BuzzFeed Austria berichtete von jenem Tag, als sie ihre Heimat verließ.

Krieg und schwarzer Humor

Ihr Video mit dem Titel „Things that just make sense in a bomb shelter“ (deutsch.: „Dinge, die in einem Luftschutzbunker einfach Sinn ergeben“) ging um die Welt: Fast 50 Millionen Aufrufe zählt es bisher. Und genau jene Art von schwarzen Humor nutzt Valeria, um den Kriegsalltag erträglicher zu machen und nach außen hin zu provozieren. Seit ihrer Flucht von Tschernihiw über Lwiw, Polen und Deutschland lebt die 21-Jährige bei einer Familie in Italien, wo sie sich um weitere Geflüchtete kümmert. So organisierte sie in einem Mailänder Café bspw. auch das orthodoxe Osterfest.

Buch in Wien publiziert

Über den österreichischen Verlag story.one verfasste Valeria mithilfe deutschsprachiger Autor:innen ihr erstes Buch. Seit vergangenem Montag, 16. Mai, ist es in deutschen und österreichischen Buchgeschäften erhältlich, weshalb Valeria zurzeit auch zwischen Wien und Berlin herum pendelt. Das Buch kannst du bspw. auch in Thalia-Filialen und online über story.one kaufen. Valerias Ziel sei es, so viele Menschen wie möglich auf den Krieg aufmerksam zu machen.

Auf Instagram schreibt sie: „Mein Buch ist mein Tagebuch. Es ist sehr leicht zu lesen und meine Mutter sagte, dass sie mein Buch mag. Das ist für mich die wichtigste Meinung.“ Auf die Frage, wem sie es widmet, antwortet sie im Interview mit der „Kleinen Zeitung“ schnell mit: „Den Russinnen und Russen, damit sie verstehen. Noch immer glauben viele von ihnen nicht, was in der Ukraine passiert.“

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