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5 Beispiele dafür, dass Prominente in der Coronakrise bevorzugt behandelt werden

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Von: Johannes Pressler

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Links der Wiener Gastronom Martin Ho und rechts die Schauspielerin Nicole Kidman.
Martin Ho (links) und Nicole Kidman sind nur zwei Beispiele, die zeigen, wie Prominenten in der Coronakrise bevorzugt werden. (Fotomontage) © Jeff Mangione/KURIER/Chris Pizzello/AP/APA-PictureDesk

Wie war das nochmal mit „Alle Menschen sind frei und gleich“ oder so?

Es gibt sogar Studien, die beweisen konnten, dass Menschen aus der oberen Klasse mehr zu einem ungerechten Verhalten tendieren als Personen mit einem geringeren Einkommen. Das wochenlange Hin und Her zwischen Tennisstar Novak Djokovic und den australischen Behörden, ob der ungeimpfte Serbe nach Australien einreisen darf oder nicht, ist nur ein weiterer Beweis, warum besonders Prominente in der Coronapandemie gewisse Sonderrechte zu haben scheinen. Hier sind sechs Beispiele von berühmten Persönlichkeiten, die das bestätigen:

1. Nicole Kidman bekommt Quarantäne-Regeln gelockert

Schauspielstar Nicole Kidmann, bekannt aus Filmen wie „Eyes Wide Shut“ (1999) oder der Serie „Big Little Lies“ (2017-2019), reiste im August 2021 nach Hongkong. Grund waren die Dreharbeiten für die Amazon-Prime-Serie „Expats“. Für Einreisende galt dort eine verpflichtende sieben Tage lange Quarantäne. Kidman erhielt von der lokalen Regierung aber eine Sondergenehmigung und wurde bereits zwei Tage nach ihrer Ankunft beim Shoppen in einem Designer-Geschäft gesichtet.

Nicole Kidman bei Dreharbeiten in Hongkong.
Nicole Kidman erhielt in Hongkong eine Sondergenehmigung. ©  Isaac Lawrence/ AFP/BuzzFeed Austria

2. Martin Ho und sein Lockdown-Orakel

Auch in Österreich erhielten manche Prominente während der Coronakrise gewisse Vorteile. Paradebeispiel ist das mittlerweile schon legendäre Lockdown-Orakel des bekannten Wiener Gastronomen Martin Ho. In der Vergangenheit war manchen Leuten aufgefallen, dass man bei den Webseiten der Lokale von Ho, der ein guter Freund von Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz ist, aufgrund eines anstehenden Lockdowns keinen Tisch mehr reservieren konnte. Und das, obwohl dem Rest des Landes noch gar nicht bekannt war, wann genau der Lockdown starten würde.

Der Wiener Gastronom Martin Ho und Ex-Kanzler Sebastian Kurz.
Gute Freunde: Der Wiener Gastronom Martin Ho und Ex-Kanzler Sebastian Kurz. © Karl Schöndorfer/APA-PictureDesk

3. DJ Zedd bekommt in Japan Quarantäne-Erleichterungen

Der russisch-deutsche DJ Zedd war im September des letzten Jahres nach Tokio gereist, um auf dem Supersonic Music Festival aufzutreten. In Japan galten zu dieser Zeit extrem strenge Einreiseregeln. Egal, ob geimpft oder nicht, alle Einreisenden mussten nach der Ankunft für 14 Tage in Quaranäne. Gut, anscheinend nur fast alle. Denn Zedd postete auf Twitter: „Ich bin in Tokio. Jetzt muss ich für dreieinhalb Tage in Quarantäne.“

Der DJ Zedd bei einem Pressetermin.
Zedd musste in Japan anscheinend nur für dreieinhalb statt 14 Tage in Quarantäne. © Mario Anzouni/Reuters/APA-PictureDesk

4. Trotz Lockdowns: Österreichs Regierungsspitze bei Charity-Gala

Ein weiteres Beispiel aus Österreich sorgte im Dezember 2021 für Aufregung, als mehrere prominente Politiker:innen bei der im ORF übertragenen Charity-Gala für „Licht ins Dunkel“ auftraten. Wohl gemerkt: Zu dieser Zeit gab es einen österreichweiten Lockdown. Der TV-Sender antwortete auf die Kritik zwar, dass es keine Aftershow-Party gegeben hätte. Die Fotos der Politiker:innen von der Veranstaltung hinterließen jedoch den Eindruck, dass man dort eine Menge Spaß gehabt hätte.

5. Hollywood übersiedelt nach Australien

Zac Efron, Mark Wahlberg, Matt Damon und viele mehr. Im Sommer 2021 erschien der Eindruck, als würden so gut wie alle Hollywood-Stars nun in Australien leben. Da die Coronazahlen dort so niedrig wie kaum woanders auf der Welt waren, nutzten viele Filmstudios den Kontinent für ihre Dreharbeiten. So wurde aus Hollywood ganz schnell Aussiewood. Das Problem an der Geschichte: Zur selben Zeit gab es noch rund 40.000 Australier:innen, die aufgrund der strengen Einreiseregeln nicht in ihre Heimat zurückkehren durften.

Der Schauspieler Mark Wahlberg.
Mark Wahlberg war nur einer von vielen Hollywoodstars, der seit Corona viel Zeit in Australien verbrachte. © Christopher Khoury/Zuma/APA-PictureDesk

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