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„schools4ukraine“: Wiener Schulen tun sich zusammen und sammeln Sachspenden für die Ukraine

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Von: Sophie Marie Unger

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Schüler in Wien versammeln sich vor einer Schule und die Aktion „schools4ukraine“ wird beworben
Schüler:innen in Wien beteiligen sich an „schools4ukraine“ und stellen Sachspenden zur Verfügung. © APA Picturedesk/Instagram

Für Jugendliche stellt die derzeitige Situation rund um den Ukraine-Krieg eine enorme Belastung dar. Viele wollen helfen. Einige Wiener Schulen haben nun gemeinsam ein Hilfsprojekt auf die Beine gestellt, dass sich gezielt an Schüler:innen richtet.

Die Betroffenheit an heimischen Schulen ist enorm. Nach der Pandemie, ständig neuen Maßnahmen, Tests und Krankheit, ist der Krieg in der Ukraine eine weitere große Belastung. Doch auch österreichische Schüler:innen verharren nicht in ihrer Schockstarre, sondern wollen einfach nur helfen. Laut Schulsprecher Mati Randwo ist der Wunsch bei vielen groß, in der Ukraine - und damit de facto auch ihren Mitschüler:innen - zu helfen. Um dieses Engagement bestmöglich zu nutzen, haben sich auch einige Schulen in Wien zusammengetan und gemeinsam die Initiative „schools4ukraine“ ins Leben gerufen.

Wie kannst du mitmachen?

Da das Projekt in nur wenigen Tage auf die Beine gestellt wurde, läuft alles über Social Media ab. Einzige Voraussetzung für‘s Mitmachen: Du musst Schüler:in in Wien sein. Über die Instagram-Seite „schools4ukraine“ erhältst du wichtige Infos. Solltest du kein Instagram haben, kannst du auch dieses Formular aufrufen. Auf Basis von Google Maps werden hier in Echtzeit alle Schulen aufgelistet, welche bereits an der Aktion teilnehmen. Zudem sind die Kontakte der jeweils zuständigen Schüler:innenvertretung angegeben. Sollte deine Schule noch nicht dabei sein, kannst du sie gerne über Instagram oder bei der Schüler:innenvertretung vorschlagen.

Auf dem Instagram-Kanal werden regelmäßige Updates darüber gepostet, welche Sachspenden gerade am dringendsten benötigt werden. Informiere dich daher vorher, was genau gebraucht wird, um die Verteilung optimal zu gestalten. Über den Kanal erfährst du auch, wie du anderswärtig - etwa über Geldspenden - helfen kannst.

Wer steckt dahinter?

Initiator der Aktion ist ein Schüler des GRG3 Kundmanngasse, Jakob Gramelhofer. Er hat kurzerhand einige Wiener Schulsprecher:innen kontaktiert und gefragt, ob sie bei der Initiative dabei sein wollen. Dabei können alle Schulen Wiens teilnehmen und sich niederschwellig über Social Media melden. Das Projekt sorgt dafür, dass Sachspenden von Schüler:innen entgegengenommen, sortiert, verpackt und dann dorthin geschickt werden, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Auch Faher:innen werden organisiert.

Schüler:innen schätzen das Angebot

Bei den Schüler:innen kommt die Aktion besonders gut an. Auch wenn das Angebot an Hilfsprojekten für die Ukraine mittlerweile groß ist, schätzen sie die leichte Handhabe und die starke Gemeinschaft dahinter. „Es ist schön zu sehen, wenn die eigene Schule da da wirklich mitmacht, man hat endlich das Gefühl seinen Beitrag leisten zu können“, sagt Elina gegenüber BuzzFeed Austria. Auch die verständliche und leichte Abwicklung lobt sie. „Wir sind sowieso alle auf Social Media unterwegs und da macht es einfach Sinn, darüber zu kommunizieren und auch etwas zu erschaffen und nicht nur irgendwelche TikTok-Videos zu schauen.“ Sie freue sich einfach nur darüber, dass sie helfen konnte.

Helfen hilft

Natürlich sind zahlreiche Ukrainer:innen auf unsere Hilfe angewiesen und das steht auch an erster Stelle. Aber darüber hinaus hilft es uns selbst, zu helfen. Etwas beitragen zu können, unterstützt uns, das Gefühl der Ohnmacht besser unter Kontrolle zu bringen - darüber sind sich zurzeit auch viele Psycholog:innen einig. Neben Geldspenden, welche bspw. von der Caritas, Nachbar in Not und Save The Children initiiert wurden, gibt es immer mehr Möglichkeiten, Sachspenden abzugeben. Wer kein:e Schüler:in mehr ist, kann sich an die viele Sammelstellen in Wien wenden. Zahlreiche Privatpersonen bringen die Sachspenden sogar auf eigene Faust dorthin, wo sie gerade am meisten benötigt werden.

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