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Schulstart: Diese 7 Hilfsorganisationen greifen unter die Arme, wenn Federpennal und Co zu teuer sind

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Von: Christian Kisler

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Montage: ein Kind zeigt in einem Klassenzimmer auf, ein Mann kauft einen Korb mit Schulartikeln
Zum Schulstart benötigen viele finanzielle Hilfe, weil sie sich Federpennal und Co nicht mehr leisten können. © Peter Schneider/Keystone/Georg Hochmuth/APA-PictureDesk/BuzzFeed Austria

Im Osten Österreichs startet kommende Woche die Schule. Oft eine große finanzielle Belastung. Doch es gibt Hilfsorganisationen, die unter die Arme greifen.

Nicht für die Schule lernen wir, sondern fürs Leben. Doch das muss man sich erst einmal leisten können. Zwar ist der Schulbesuch in Österreich kostenlos. Dennoch benötigen die unterrichteten Kinder auch Schulmaterialien, von der Füllfeder und Buntstiften über den Handarbeitskoffer, diverse Hefte bis hin zu Schultasche, Rucksack und Federpennal, später auch Zirkel, Taschenrechner und vielleicht sogar Laptop. Pro Kind fallen so 100 bis 300 Euro an, und die musst du in Zeiten galoppierender Inflation und allgegenwärtiger Teuerung erst einmal übrig haben. Viele haben das nicht, der Ansturm auf Sozialmärkte war bereits im Frühjahr enorm.

Auch die Hilfsorganisationen sind in Sachen Schulartikel gefragter denn je, vor allem zum Schulstart in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland kommende Woche. Sie tun, was sie können, sind aber selbst oft schon selbst am Limit.

1. SOS-Ballon der SOS-Kinderdörfer

Der Andrang beim SOS-Ballon, dem Sozialmarkt der SOS-Kinderdörfer, ist groß. Im Vergleich zum Vorjahr ist er um 25 Prozent gestiegen. Zwar waren schon Mitte August Schulsachen weitgehend ausverkauft, man hofft aber auf weitere Spenden. Benötigt werden Federpennale, Werkkoffer, leere Schulhefte, Füllfedern, Stifte, Schere, Kleber, Lineale, Wachskreidestifte, Wasserfarben, Klarsichtfolien, Hefteinbände und Turnsackerl. Also eh alles. Besonders begehrt sind Schulartikel für die höheren Schulstufen, etwa Zirkel und Taschenrechner.

2. carla der Caritas

carla steht für Caritas-Lager, entsprechend gibt es hier so ziemlich alles, was im Haushalt fehlen kann. Sämtliche Waren wurden gespendet, also wenn du etwas übrig hast, für das du ohnehin keine Verwendung hast – ab zu carla. In den Läden am Mittersteig und in Floridsdorf gibt es rund um den Schulstart vor allem entsprechende Schulartikel zu sehr guten Preisen, nicht selten so gut wie neu. Um 25 Euro kannst du übrigens eine „Schultasche voller Zukunft“ spenden, gefüllt mit allem, was für einen gelungenen Schulstart nötig ist.

3. Verein M.U.T.

Lokal und unbürokratisch hilft der Verein M.U.T. seit seiner Gründung im Jahr 2005. Derzeit verteilt er Schulpakete an armutsbetroffene Familien. Bis 23. September können sich Bedürftige an den Verein wenden, nötig sind dafür lediglich eine Materialliste, eine Schulbesuchsbestätigung und ein Einkommensnachweis. „Der Schulstart reißt ein großes Loch in die Haushaltskasse von armutsgefährdeten Familien und die aktuelle Situation verschärft die finanziell prekäre Situation noch zusätzlich“, heißt es vonseiten des Vereins.

4. Volkshilfe gemeinsam mit Libro

Die Volkshilfe hat gemeinsame Sache mit Libro gemacht und Gutscheine zur Verfügung gestellt. So schnell wie heuer waren sie noch nie vergriffen, innerhalb von fünf Stunden waren sie alle weg. Mit der Aktion „Schulstartklar!“ und der Unterstützung des Sozialministeriums wurden weiter Gutscheine im Wert von 80 Euro für Libro und Pagro auf die Beine gestellt. Dazu kommen weitere 40 Euro in Form von Sodexo-Gutscheinen, die in jedem Supermarkt eingelöst werden können.

5. Samariterbund

Der Samariterbund lässt sich ebenfalls nicht lumpen und organisiert Gutscheine sowie Sachspenden, also Schultaschen und Rucksäcke, Werkkoffer, Turnbeutel und Schreibwaren. Diese werden dann an bedürftige, armutsgefährdete Familien weitergegeben. „Viele Familien wissen nicht mehr, wie sie den bevorstehenden Schulstart noch schaffen sollen“, so eine Mitarbeiterin des Samariterbundes.

6. Diakonie

„Alle Schüler sollen gleiche Möglichkeiten haben, prinzipiell und gerade jetzt in Teuerungszeiten“, heißt es in einer Aussendung der Diakonie. Sie hat ein eigenes Spendenkonto eingerichtet, sammelt Geld und lässt dieses oder gleich Rücksäcke und dergleichen den Bedürftigen zukommen.

7. Schulstartgeld im Rahmen der Familenbeihilfe

Jeden September wird in Österreich das sogenannte Schulstartgeld ausbezahlt. Das beläuft sich auf 100 Euro für jedes Kind von sechs bis 15 Jahren und geschieht im Rahmen der Familienbeihilfe. Das Gute daran: Es passiert ganz automatisch und ist mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein.

Hier erfährst du übrigens, was du über die Corona-Maßnahmen zum Schulstart wissen musst.

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