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So süß freuen sich Schwarze Mädchen weltweit über die neue Arielle

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„Arielle, die Meerjungfrau“: Halle Bailey als Arielle.
Schwarze Mädchen freuen sich über die neue Arielle Halle Bailey – sie sieht ihnen endlich ähnlich! © Disney via youtube.com

Der erste Trailer vom neuen „Arielle, die Meerjungfrau“ mit Halle Bailey ist da. Er macht Schwarze Mädchen auf der ganzen Welt glücklich.

Eltern weltweit filmten in den vergangenen Tagen ihre kleinen, glücklichen, Schwarzen Töchter, während sie den neuen Trailer zu „Arielle, die Meerjungfrau“ sahen und sich freuten, dass Halle Bailey die erste Schwarze Arielle ist.

Am Wochenende vom 10. September fand die „D23“ statt, eine Messe, auf der Disney seinen Fans verrät, was als Nächstes kommt. Dort zeigte die Kult-Marke einen Teaser des mit Spannung erwarteten Live-Action-Films „Arielle, die Meerjungfrau“ der vorausichtlich am 26. Mai 2023 in die Kinos kommt (siehe unten).

Der erste Blick auf den Film zeigt Arielle, gespielt von Schauspielerin Halle Bailey, die als eine Hälfte des beliebten Musikduos „Chloe x Halle“ bekannt ist, die „Ein Mensch zu sein“ (engl „Part of Your World”) singt. Ein Video von der Messe, das inzwischen wieder gelöscht wurde, zeigt, wie die Menge jubelt, als die Vorschau zu Ende ist. Auf der Veranstaltung verriet Bailey, dass es allein drei Tage gedauert hatte, diesen Song zu filmen.

„Halle Bailey erzählt, wie es war, das Lied ‚Ein Mensch zu sein‘ zu filmen.“

„Arielle, die Meerjungfrau“-Trailer begeistert Schwarze Mädchen

Der Ausschnitt kam nicht nur auf der Veranstaltung gut an, sondern auch online. Posts und Videos in den sozialen Medien zeigen, dass vor allem junge, Schwarze Mädchen von dem Song begeistert waren. Sie sahen sich endlich in einer klassischen Disney-Prinzessin wieder. „Während ich auf TikTok war, habe ich immer wieder Videos von Eltern gesehen, die ihre Kinder filmten, wie sie auf den Trailer von ‚Arielle, die Meerjungfrau‘ reagierten.

Anstatt mich also zu sehr auf das Negative zu konzentrieren, mache ich lieber einen Thread mit kleinen Schwarzen Kindern, die überglücklich sind, dass ihre Lieblingsprinzessin aussieht, wie sie“, schreibt eine Twitter-Userin. Repräsentation ist nicht nur in Filmen wichtig, sondern auch im Alltag. Deswegen will ein Stifte-Hersteller mit Buntstiften in diversen Hauttönen gegen Rassismus vorgehen.

Ein TikTok-Video mit dem Titel „Wenn deine Lieblings-Disney-Prinzessin aussieht wie du“ zeigt ein kleines dreijähriges Mädchen, das sich aufrichtet, sobald sie Arielle auf dem Bildschirm sieht. „Ich glaube, sie ist braun“, sagt sie in dem Video. Sie strahlt über das ganze Gesicht: „Die braune Arielle ist süß.“ Szenen wie diese zeigen, wie wichtig es ist, dass sich Schwarze Kinder in Geschichten sehen. Auch bei der Autorin Cornelia Funke wären heute deswegen nicht mehr alle Wilden Hühner weiß.

„Küss den Frosch“ war Disneys erster Film mit einer Schwarzen Prinzessin

Ein anderes Video zeigt zwei Schwestern, von denen eine ein Tiana-Kleid (Disneys erste Schwarze Prinzessin aus dem Film „Küss den Frosch“ aus dem Jahr 2009) trägt und deren Münder vor Überraschung offen stehen, als sie sehen, wie Bailey als Schwarze Arielle zum Leben erwacht. Hier erweckt eine KI auch andere Disney-Prinzessinnen wieder zum Leben.

„Deswegen ist Repräsentation wichtig! Wir können es kaum erwarten, den Film zu sehen!“, schreibt die Mutter, die das Video ihrer Töchter aufgenommen hat. Auch die Schauspielerin Bailey selbst retweetet ein Video. In dem ist ein kleines Mädchen grinsend zu sehen und fragt: „Das ist Arielle?“

„Ok, ich habe gerade geheult, als ich das gesehen habe, danke. Das ist so süß.“

„Arielle, die Meerjungfrau“: Die Repräsentation, die Schwarze Mädchen brauchen

In einem anderen Video sind die drei Schwestern Ke‘iona, Lai‘anna und Ea‘iona Shanks im Alter von sieben, sechs und zwei Jahren zu sehen, die den Trailer mit Spannung verfolgen. „Sie ist Schwarz? Juhu!“ freut sich Ke‘iona. „Ich habe den Trailer in der Nacht zuvor gesehen“, sagt Sterling Shanks, der Vater der drei Mädchen, gegenüber BuzzFeed News US. „Ich wusste einfach, dass sie sich sehr darüber freuen würden.“

„Ich denke, dass die Repräsentation wichtig ist“, so Sterling. „Es gibt ein Zitat, das ich mir auf aufschrieb, als ich Viola Davis einmal im Fernsehen sah, und sie sagte, dass Repräsentation wichtig ist, weil man die physischen Manifestationen seiner Träume sehen muss. Wenn man sie nicht sieht, ist es schwieriger daran zu glauben, dass man sie verwirklichen kann.“ Umso wichtiger ist es, dass Schwarze Mädchen auch diese 11 historische Fotos von Schwarzen Frauen, die Geschichte geschrieben haben, sehen.

Seitdem sie den Trailer das erste Mal gesehen haben, hören die Mädchen laut Shanks nicht auf, über ihre Begeisterung zu sprechen. „Stunden nach dem Video fuhren wir mit dem Auto und Lai‘anna sagte: ‚Sogar ihre Haare sehen aus wie wir, hast du gesehen, dass sie Braids hat‘“, erzählt der Vater. „Und in dieser Nacht haben sie so getan, als wären sie Meerjungfrauen.“

„Mama, sie ist Schwarz“, freut sich ein weiteres Mädchen, während ihre Mutter filmt.

Kritik am neuen „Arielle, die Meerjungfrau“-Film mit Halle Bailey

Die Besetzung von Bailey, die zum ersten Mal 2019 angekündigt wurde, brachte viele rassistische Reaktionen mit sich, da behauptet wurde, dass die fiktive Meerjungfrau eben weiß sei.

Jodi Benson, die Ariel im Original-Zeichentrickfilm von 1989 verkörperte, machte ihre Unterstützung für Bailey seit der Ankündigung ihrer Rolle deutlich. Wer wohl Prinz Erik spielen wird? Schließlich zählt er zu einem der bekanntesten Disney-Prinzen. Hier findest du eine Liste mit den heißesten Disney-Prinzen nach Hotness gerankt.

Obwohl der Trailer viel Lob erhielt, gab es einige Leute, die meinten, dass Bailey nicht so aussah, als ob sie unter Wasser wäre. Andere sahen darin einen weiteren unfairen Vorwurf gegen Bailey in der Rolle.

„Es stört mich, dass es nicht so aussieht, als ob sie überhaupt unter Wasser wäre“, kommentiert eine Userin.
„Dieselbe Szene, dunkler Hintergrund, wehendes Haar, glitzerndes Gesicht. Keine Blasen oder Schwämme, die im Hintergrund herumschwimmen. Wo liegt das Problem?“, fragt eine andere.

Natürlich wurde das schnell zu einem Meme:

„Ist das realistisch genug?“

Autorinnen sind Ikran Dahir und Anna Betts. Der Artikel erschien am 12. September 2022 auf buzzfeednews.com. Aus dem Englischen übersetzt von Friederike Hilz.

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