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24.000 junge Menschen in Österreich verraten, was ihnen die größten Sorgen bereitet

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Von: Johannes Pressler

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Demonstrationen in Berlin von Jugendlichen mit einem Schild mit einem Peace-Zeichen.
Krieg bereitet den jungen Menschen in Österreich derzeit am meisten Sorgen. © Michael Hanschke/dpa/APA-PictureDesk

Eine neue Umfrage zeigt, was den 16- bis 25-jährigen Menschen in Österreich derzeit am meisten Sorge bereitet. Mit dem Krieg in der Ukraine kam eine zusätzliche Belastung hinzu.

Durchgeführt wurde die Umfrage von ORF und Ö3 in Zusammenarbeit mit dem Sozialforschungsinsitut SORA. Dazu wurden vom 10. März bis zum 3. April 24.000 junge Menschen in Österreich im Alter zwischen 16 und 25 Jahren befragt. Konkret wollte man von den Jugendlichen und jungen Menschen wissen, welche Themen ihnen am meisten Sorgen bereiten würden. Soviel sei vorweggenommen: Der Blick in die Gegenwart und Zukunft fällt den jungen Menschen nicht leicht, es gibt aber Hoffnung.

Krieg und Klimakrise, aber auch Sorge um Armut

Aufgrund des seit über 40 Tage andauernden Angriffskriegs der russischen Truppen in der Ukraine zeigen sich die jungen Menschen in Österreich vor allem bei einem Thema besorgt, wie Martina Zandonella vom SORA-Institut gegenüber dem ORF sagt: „Der Krieg in Europa, aber auch in anderen Ländern der Welt ist aktuell die größte Sorge dieser Generation.“ Laut des SORA-Instituts würde Krieg mit ganzen 84 Prozent die mit Abstand meisten Sorgen bereiten. An zweiter Stelle kommt für die 16- bis 25-Jährigen mit 67 Prozent ganz klar der Klimawandel und die Folgen der durch den Menschen verursachten Klimakrise.

Außerdem große Sorgen bereitet den jungen Menschen die immer größer werdende Schere zwischen Arm und Reich. 59 Prozent der Befragten gaben hier an, sich darum zu sorgen. Mit der Angst vor der Wirtschaftskrise (55 Prozent) steht ein weiterer Aspekt in Verbindung mit Finanziellem ganz weit oben auf der „Sorgen-Liste“ der jungen Menschen in Österreich. Gefolgt von drei Themen, die man mittlerweile leider schon fast als Dauerbrenner bezeichnen könnte: Pandemie (55 Prozent), Terrorismus (54 Prozent) und Atomkraft (50 Prozent).

Nicht alles negativ: Junge Menschen sind international und solidarisch

Doch nicht alle Ergebnisse dieser Umfrage zeigen die jungen Menschen in Österreich von einer pessimistischen Seite. Besonders hervorzuheben sind hier die Ergebnisse auf die Frage, ob man international denken und sich vernetzen sollte. Ganze 81 Prozent der 16- bis 25-Jährigen entschieden sich hier für folgende Antwort: „Ja, wir können Probleme nur gemeinsam - in Europa oder weltweit - lösen.“ Im Vergleich zu manch anderen Altersgruppen in Österreich, die dem europäischen Gedanken eher negativ entgegenstehen, sind die jungen Menschen in Österreich davon überzeugt, dass man diese oben gelisteten Probleme nur gemeinsam auf internationaler Basis bekämpfen kann.

Ein ähnliches positives Bild zeigt sich bei der Frage, ob die Kriege zum Beispiel in der Ukraine und Syrien auch „unser Problem“ sind und wir alles tun sollten, um zu helfen. Mehr als drei von vier befragten jungen Menschen (77 Prozent) sind dieser Meinung, während nur 23 Prozent der Ansicht sind, dass diese Kriege „nicht unser Problem“ wären und man sich nicht einmischen sollte. Die aktuellen Zeiten sind also düster, so sehen es die jungen Menschen in Österreich - etwa 87 Prozent sind der Meinung, dass wir bei der Schere Arm/Reich schlecht unterwegs wären. Doch zumindest der internationale Gedanke und die große Hilfsbereitschaft zeigen, dass es für die jungen Menschen in Österreich noch Hoffnung gibt.

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