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Wer zur Arbeit pendelt, schadet womöglich seiner Gesundheit - laut Forschenden

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Menschen mit Masken warten an einer Busstation auf einen Bus.
Pendler:innen warten auf ihren Bus zur Arbeit in Chelsea, New York. © Richard B. Levine/Levine-Roberts/IMAGO

So manche:r musste durch die Pandemie seinen Arbeitsweg ändern – oder darauf verzichten. Wir zeigen dir, wie sich Pendeln auf deine Gesundheit auswirkt.

Vor zwei Jahren bist du vielleicht noch im Eiltempo zu deinem Job gerannt, mit verschüttetem Kaffeebecher und richtig mieser Laune, weil dein Arbeitsweg ehrlich gesagt einfach nur besch*ssen war. Dann schlug die Pandemie zu und veränderte so einiges. Hier zeigen wir die neun (jetzt unvorstellbare) Dinge, die wir im ersten Corona-Jahr gemacht haben. Für viele Menschen veränderte sich auch die Bedeutung des Begriffs „zur Arbeit gehen“. Es zeigte sich, wie der tägliche Weg zur Arbeit – und die damit verbundenen überfüllten Züge und Auto-Staus – die eigene geistige und körperliche Gesundheit vielleicht stärker als gedacht beeinträchtigen.

Kann man es überhaupt noch als „ständigen Konkurrenzkampf“ bezeichnen, wenn man nicht jeden Tag hektisch von A nach B hetzen muss? Untersuchungen bestätigen das Bauchgefühl, dass Pendeln nicht unbedingt gut für die Gesundheit ist. So zeigen mehrere Studien, dass Pendeln mit Stress und Unvorhersehbarkeit verbunden ist, was sich wiederum negativ auf deinen Schlaf, Blutdruck, deine Beziehungen und vieles mehr auswirken kann.

„Stress geht mit vielen medizinischen und körperlichen Auswirkungen auf unsere Gesundheit einher. Daher sollte alles, was Stress begünstigt, sehr ernst genommen werden und dazu zählt auch Pendeln“, sagt Dr. Marlynn Wei, eine Psychotherapeutin, die sich auf „achtsamkeits-integrierte“ Psychiatrie spezialisiert hat.

Pendeln schadet der Gesundheit: Dank Home-Office mehr Zeit für Familie

Natürlich konnte nicht jede:r während der Pandemie aufs Pendeln verzichten, denn für viele Menschen war Home-Office keine Option. Diejenigen, die von zu Hause aus arbeiten konnten, erinnern sich jedoch mit Sicherheit nur zu einem kleinen Teil gerne an ihr Pendeln vor der Pandemie zurück. Eine Studie, die Twitter-Posts auswerte kam sogar zu dem Schluss, dass die Stimmung der Menschen während des Lockdowns deutlich besser war, als gedacht.

Eine Umfrage von Morning Consult aus dem Jahr 2020 ergab, dass die Mehrheit der Menschen in den USA, die normalerweise zur Arbeit pendeln müssen, aufgrund des fehlenden Pendelns mehr Zeit für ihre Gesundheit und Familie hatten. Ihre Arbeitsproduktivität litt darunter nicht. Vor der Pandemie waren die Pendelwege lang – und wurden immer länger. Laut Daten des Census Bureau erreichte 2019 der durchschnittliche einfache Arbeitsweg in den USA einen neuen Höchststand von 27,6 Minuten, gegenüber 25 Minuten im Jahr 2006, was ein Anstieg von etwa zehn Prozent ist.

Dabei muss man jedoch erwähnen, dass eine andere Art des Pendelns nicht immer schlecht für die Gesundheit ist. Zu Fuß zur Arbeit und nachhause zu gehen oder mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, kann sich durchaus positiv auf deine Gesundheit auswirken und dich in Bewegung halten. Das ist nur schwer möglich, wenn du dich nur vom Bett zum Schreibtisch in die Ecke deines Zimmers bewegst.

2019 pendelten in den USA etwa 133 Millionen Menschen mit dem Auto zur Arbeit

Durch Probleme des öffentlichen Nahverkehrs und große Entfernungen zwischen Wohnort und Arbeitsplatz müssen in den USA viele Leute das Auto nehmen – das Verkehrsmittel mit den schlechtesten gesundheitlichen Auswirkungen. Etwa 85 Prozent der US-Beschäftigten über 16 Jahren, d. h. etwa 133 Millionen Menschen, fuhren 2019 mit dem Auto zur Arbeit, wie Daten des Census Bureau zeigen.

Weitere fünf Prozent der US-Beschäftigten, also etwa 7,7 Millionen Menschen, nutzten öffentliche Verkehrsmittel. (Öffentliche Verkehrsmittel sind mit noch längeren Fahrzeiten verbunden; Menschen, die mit dem Bus fuhren, hatten einen durchschnittlichen Arbeitsweg von 46,6 Minuten). Vor der Pandemie gingen nur 2,6 Prozent bzw. 4,1 Millionen Menschen zu Fuß zur Arbeit und nur 0,5 Prozent bzw. etwa 806 000 Menschen fuhren mit dem Fahrrad.

Einige Fahrgäste sitzen auf einer Bank in einer Untergrund Metro Station in New York City und warten auf ihre Metro.
Fahrgäste warten auf ihre Metro in New York City. © Niyi Fote/TheNews2/IMAGO

Die Rückkehr zum Pendeln stellt für viele Menschen einen Stressfaktor dar

Wer vor der Pandemie über Staus, überfüllte Züge und andere lästige Dinge beim Pendeln geflucht hat, wird jetzt wahrscheinlich einen zusätzlichen Stressfaktor beim Weg zur Arbeit zu spüren bekommen – wenn auch seltener als davor. Und wenn man mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kommt noch die Ungewissheit hinzu, ob man eine Maske trägt und möglicherweise Keimen ausgesetzt ist, die Covid-19, eine Grippe oder etwas anderes übertragen könnten.

„Für Menschen, die früher von zu Hause aus gearbeitet haben und nun wieder pendeln müssen, ist das eine weitere mentale Hürde, an die man sich erst einmal gewöhnen muss“, so Wei. „Man hat sich an die Routine gewöhnt, nicht mehr pendeln zu müssen und morgens mehr Zeit für die Familie oder Sport zu haben.“ Jetzt habe man beim Pendeln das Gefühl, Zeit zu verlieren, so Wei.

Das bedeutet, dass man nach dem Arbeitstag möglicherweise müder ist, als wenn man von zu Hause aus arbeitet. Du solltest dich auch nicht wundern, wenn du dich am Abend vor dem Pendeln unruhig fühlst. Zum ersten Mal seit langer Zeit wieder Pendeln zu müssen, erfordert eine gewisse Anpassung. „Anpassungsfähigkeit und Flexibilität sind ein wichtiger Teil, um unsere psychische Gesundheit zu schützen, denn dieses Hin und Her war stressig“, sagt Wei BuzzFeed News US. Während der Pandemie haben wegen dieser Ungewissheit psychische Probleme zugenommen. Gerade queere Jugendliche sind davon betroffen.

Viele Autos befahren eine mehrspurige Autobahn in San Francisco.
Eine mehrspurige Fahrbahn auf der San Francisco Oakland Bay Bridge, San Francisco. © Michael Ho Wai Lee/ZUMA Wire/IMAGO

Pendeln schadet der Gesundheit: „Wir haben ein System geschaffen, das Autofahren fördert“

Mit dem Auto hast du mehr Kontrolle über deinen Arbeitsweg als mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Allerdings kann die Fahrt auch mit Staus, Unfällen, schlechtem Wetter und Verkehrs-Rowdys verbunden sein. Hinzu kommen die zusätzlichen Kosten für den Besitz, die Wartung, die Reparatur und Sprit für dein Auto.

„Unsere Flächennutzungspolitik hat zu einer Abhängigkeit vom Auto geführt, und zwar wegen der Einweg-Zonierung und der Zersiedelung der Vorstädte, die im Grunde genommen den Wohnort der Menschen von allen Orten trennt, die sie gerne besuchen würden“, so James Sallis, emeritierter Professor an der Herbert Wertheim School of Public Health der University of California, San Diego.

„Wir haben also ein System geschaffen, das Autofahren fördert und die Möglichkeiten des Gehens und Radfahrens einschränkt, während die Möglichkeiten des öffentlichen Nahverkehrs sehr begrenzt sind – der Unterschied bei den gesundheitlichen Auswirkungen des Autos im Vergleich zum aktiven Pendeln ist enorm.“

Regelmäßiges Pendeln kann unsere Lebensqualität einschränken

Die Studie „Canadian General Social Survey“ aus dem Jahr 2014, an der mehr als 3.400 Menschen in Kanada teilnahmen, ergab, dass ein höherer Zeitaufwand für das Pendeln mit dem Auto mit einer geringeren Lebenszufriedenheit und einem stärkeren Gefühl von Zeitdruck einherging. Richard Schmitz kann das nachvollziehen. Der 47-Jährige fuhr früher jeden Tag mit dem Auto von Nord-Virginia zu seinem Job nach Washington DC – ein unvorhersehbarer Arbeitsweg, der je nach Wetter, Unfällen und anderen Verkehrsereignissen zwischen 30 Minuten und einer Stunde dauerte, wie er gegenüber BuzzFeed News US berichtete.

„Allein der Zeitaufwand war enorm“, sagte er. Sogar so sehr, dass er den Job wechselte und jetzt nur noch 15 Minuten mit dem Auto fährt. Hinzu kommt jetzt die Möglichkeit, mehrere Routen zu nehmen, wenn eine zu stark befahren sein sollte. „Ich stresse mich nicht mehr damit, ob ich nun pünktlich zur Arbeit komme oder ob ich mit den Herausforderungen beim Fahren zurechtkommen muss“, sagte Schmitz. „Diese Zeit zurückzubekommen, ist der größte Vorteil für mich.“

Er hat nicht unrecht damit, den Weg nach DC vermeiden zu wollen. Laut neuen Daten der Navigations-App „Waze“, die BuzzFeed News US vorliegen, erlebt der Stau dort und in anderen Städten ein Comeback. Die Hauptstadt des Landes verzeichnete in den letzten acht Monaten den bisher größten Anstieg des Verkehrsaufkommens. Im März 2022 waren es rund 12,5 Prozent mehr im Vergleich zum letzten Juli. Houston, New York City, Chicago und Los Angeles liegen an zweiter Stelle.

Wer regelmäßig längere Strecken fährt, riskiert Fettleibigkeit und Bluthochdruck

Natürlich ist das alles keine gute Nachricht, denn wenn man im Verkehr sitzt, ist man laut den „Centers for Disease Control and Prevention“ (CDC) einer bedenklichen Luftverschmutzung ausgesetzt, die zu Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Problemen führt. Eine Studie aus dem Jahr 2007 ergab, dass 33 Prozent bis 45 Prozent der Gesamtbelastung der Einwohner:innen von Los Angeles durch ultrafeine Feinstaubpartikel während der Autofahrt entsteht. Diese winzigen Partikel können Asthma und Lungenerkrankungen verschlimmern. Die von Autos verursachte Luftverschmutzung kann auch Kohlenmonoxid, Stickoxide und Ozon enthalten.

Die Studie „Commuting Distance, Cardiorespiratory Fitness, and Metabolic Risk“ mit mehr als 4.000 Personen in Texas ergab, dass diejenigen, die längere Strecken zur Arbeit fuhren, mit größerer Wahrscheinlichkeit an Fettleibigkeit und Bluthochdruck litten und seltener das empfohlene Maß an täglicher körperlicher Bewegung erreichten. Das ergibt Sinn, so Sallis gegenüber BuzzFeed News, denn durch häufiges und langes Pendeln verbringen wir einen großen Teil unserer Lebenszeit im Sitzen. Dies wiederum kann zu Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Krebs und Herzerkrankungen führen, wie John Hopkins Medicine schreibt.

Eine Gallup-Umfrage aus dem Jahr 2018 ergab, dass Arbeitnehmer:innen, die täglich eine Stunde oder länger pendeln, ihre Fahrten mit mehr als dreimal so hoher Wahrscheinlichkeit als „sehr oder etwas“ stressig empfanden. Eine andere Umfrage von Ford Media aus dem Jahr 2015 zeigte, dass Pendler:innen in europäischen Großstädten ihre Arbeitswege sogar als stressiger empfanden als ihren Job.

Pendeln schadet der Gesundheit: Bei langem Arbeitsweg, bleibt keine Zeit für Soziales

Untersuchungen zeigen auch, dass das soziale Leben leiden kann, je länger der Arbeitsweg ist. Menschen, die mehr als 20 Minuten für den Weg zur Arbeit benötigten, hatten eher weniger Zeit für Soziales wie Besuche bei Freunden und Familie, Sport, Hochzeiten und religiöse Feiern. Dies kann natürlich auch Beziehungen schaden. Eine 2011 in Schweden durchgeführte Umfrage ergab, dass Fernpendler:innen ein 40 Prozent höheres Risiko haben, sich von ihren Partner:innen zu trennen.

Ganz zu schweigen davon, dass Pendeln auch bedeutet, weniger Schlaf abzubekommen. Einer 2018 im American Journal of Preventive Medicine veröffentlichte Studie zufolge, entspricht jede zusätzliche Stunde Pendelzeit einem Schlafverlust von 15 Minuten. Im Laufe der Zeit könnte dies zu Angstzuständen, geistiger Abschlagenheit und einem potenziell höheren Risiko für Typ-2-Diabetes und Herzerkrankungen beitragen. In der Nacht regeneriert sich unser Körper – und unser Geist: Wir träumen. Hier 10 Dinge, die deine Träume beeinflussen.

Eine ältere Frau überquert eine Straße in New York auf einem Fahrrad, hinter ihr sind einige Fußgänger
So manche Arbeitnehmer:innen entkommen dem morgendlichen Stau mit dem Rad. © Richard B. Levine/ZUMA Wire/IMAGO

Alternative Fortbewegungsmittel werden in den USA immer beliebter

Autofahren ist in den USA immer noch die vorherrschende Fortbewegungsart. Dennoch nahm die Nutzung „alternativer“ Fortbewegungsmittel, einschließlich öffentlicher Verkehrsmittel, zu Fuß gehen, Radfahren und Arbeiten aus der Ferne, vor der Pandemie zu und stieg von neun Prozent im Jahr 2007 auf 16 Prozent im Jahr 2018, wie eine Gallup-Umfrage zeigte. Laut Sallis sei der Prozentsatz wahrscheinlich nicht höher, da insbesondere der öffentliche Nahverkehr „wirklich schlecht ist und im Vergleich zu anderen Orten relativ selten verkehrt“.

Laut einer Studie unter italienischen Industriearbeiter:innen, müssen Pendler:innen in Zügen, Bussen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln in der Regel lange Wartezeiten in Kauf nehmen, die durch Verspätungen und Unannehmlichkeiten wie Überbelegung und Lärm verursacht werden. Diese Pendler:innen berichteten auch von erhöhtem Stress, vermehrten Gesundheitsbeschwerden, Schlafproblemen und häufigeren krankheitsbedingten Fehltagen am Arbeitsplatz. Auch zu viele Meetings am Arbeitsplatz können der Gesundheit schaden, fanden Forschende letztens heraus.

Einige Nachteile für die psychische Gesundheit, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in den USA verbunden sind, bestehen darin, dass Pendler:innen „Nutzer:innen aus der Not heraus sind“, so Sallis. Zu etwas gezwungen zu werden oder nur eine einzige Fortbewegungsmöglichkeit zu haben, macht die Erfahrung noch viel schlimmer.

Wer aufs Pendeln verzichtet, spart Zeit und Nerven

Trevor R., 39, erzählte BuzzFeed News US, dass seine 30- bis 40-minütige Zugfahrt zur Arbeit in DC vor der Pandemie nicht allzu schlimm war. Dank Verspätungen, steckengebliebener Aufzüge und anderer „Frustrationen“ wurde es jedoch zu einer „Einmal und nie wieder“-Erfahrung. Jetzt arbeitet er vollständig im Außendienst, und die Flexibilität, die er durch diesen Wechsel gewonnen hat, ist seiner Meinung nach mehr wert als alle Vorteile, die ihm sein Pendeln gebracht hätte.

„Wenn man das alles zusammenzählt, habe ich hunderte Stunden gespart“, sagte Trevor. Er ergänzte, dass er jetzt noch aktiver und gesünder lebt, da er sich ein Laufband gekauft habe, das unter seinen Schreibtisch passt, und dank dessen er mehr als 10 Meilen (ca. 16 km) pro Tag läuft. „Ich war nicht übergewichtig, aber ich habe das Gefühl, dass meine Fettpölsterchen weniger geworden sind. Und allein durch diese simple Tätigkeit fühle ich mich auch mental aktiver.“

Zur Arbeit zu gehen oder mit dem Rad zu fahren fördert einen gesunden Lebensstil

Auch als aktive:r Pendler:in kannst du von einigen körperlichen Vorteilen profitieren. Eine 2014 im BMJ veröffentlichte Studie ergab, dass Männer und Frauen, die mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fuhren, etwa 6,6 Pfund (ca. 3 kg) bzw. 5,5 Pfund (2,49 kg) leichter waren als diejenigen, die das Auto nutzten.

Eine 2012 veröffentlichten Studie im International Journal of Environmental Research and Public Health ergab, dass die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel mit einem zusätzlichen Fußweg von 8 bis 33 Minuten pro Tag verbunden ist. Eine andere Studie von der Polytechnic- und Cornell University zeigte, dass Bahnpendler:innen durchschnittlich 30 Prozent mehr Schritte pro Tag zurücklegen als Autopendler:innen.

Gehen und Radfahren sind wahrscheinlich sogar besser für deine Gesundheit. Eine Studie aus dem Jahr 2008 von Hamer und Chida ergab, dass diese Art des aktiven Pendelns mit einem um 11 Prozent geringeren Risiko für die Entwicklung von Herzproblemen, einschließlich Schlaganfall, Herzkrankheiten, Bluthochdruck und Diabetes, verbunden ist. Trotz der eindeutigen Vorteile kommt es laut CDC eher selten vor, zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Grund dafür sind die Bedenken um die Sicherheit im Verkehr und ein Mangel an Rad- und Fußgängerwegen.

Pendeln schadet der Gesundheit: So gehst du mit dem Stress um

Dennoch gibt es Möglichkeiten, den Stress zu bewältigen, den jede Art des Pendelns mit sich bringt. Laut den Expert:innen, mit denen wir gesprochen haben, sei der wichtigste Tipp, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Wenn du zum Beispiel im Auto oder im Zug unterwegs bist, kannst du beruhigende Musik oder deine Lieblings-Podcasts hören. Auch Meditations-Podcasts können dir helfen, Ängste und Stress abzubauen – laut einer Umfrage wird die Mehrheit junger Menschen momentan von Zukunftsängsten geplagt. Ebenso können Telefonate mit deinen Liebsten während dem Pendeln Stress reduzieren.

Wenn du einen recht unregelmäßigen Arbeitsrhythmus hast, solltest du versuchen, jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen, um deinen Körper an die neue Situation zu gewöhnen – egal ob du pendelst oder nicht. Und gehe, wenn möglich immer an den gleichen Tagen unter der Woche zur Arbeit und wechsel ab und an die Transportmittel. „Um eine gute Balance zu finden, ist es hilfreich zu verstehen, welcher Art von Stress du ausgesetzt bist und wie du ihn reduzieren kannst“, erklärte Wei. „Nutze diese Zeit, um Dinge zu tun, die gesund für Geist und Körper sind.“

Autorin ist Katie Camero. Dieser Artikel erschien zuerst am 25. April 2022 auf buzzfeednews.com. Aus dem Englischen übersetzt von Aranza Maier.

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