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„Russisches Kriegsschiff, f*ck dich!“: Ukrainische Soldaten wollen Insel nicht aufgeben und werden getötet

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Von: Sophie Marie Unger

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Menschen begutachten an einer Straße in Kiew die Folgen des russischen Beschusses.
Menschen begutachten an einer Straße in Kiew die Folgen des russischen Beschusses. In der Ukraine herrscht seit dieser Woche Krieg. © Emilio Morenatti / AP

Zwei ukrainische Soldaten verteidigten eine Insel im Schwarzen mehr bis zum Schluss - und wurden getötet. Nun sollen sie zu „Helden der Ukraine“ werden.

Ukrainische Soldaten verteidigten an diesem Donnerstag, 24. Februar, eine Insel im Schwarzen Meer, als Russland seine tödliche Invasion startete. Sich nähernden Angreifern auf einem Kriegsschiff riefen sie „f*ckt euch“ entgegen, bevor sie getötet wurden. Eine Tonaufnahme soll das aufgezeichnet haben.

Laut der Nachrichtenagentur Ukrayinska Pravda, die über die Tonaufnahme verfügt, forderte ein russischer Beamter die Grenzsoldaten auf der Schlangeninsel auf, sich zu ergeben, ansonsten würden sie bombardiert. Zwei ukrainische Soldaten sprachen sich kurz ab, dann weigerten sie sich, sich zu ergeben. „Russisches Kriegsschiff, f*ck dich selbst“, rief dann einer beiden.

In einer Videobotschaft, die am Freitag kurz nach Mitternacht veröffentlicht wurde, bestätigte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass sich unter den mindestens 137 Zivilisten und Militärangehörigen, die bei den Angriffen am Donnerstag getötet wurden, auch die Wachen befanden, die den abgelegenen Außenposten verteidigten. Die genaue Zahl der getöteten Wachleute konnte bisher nicht bestätigt werden.

Selensky sagte, die Wachen seien „heldenhaft“ gestorben und hätten „nicht aufgegeben“. Er erklärte auch, sie würden posthum mit Medaillen als „Helden der Ukraine“ ausgezeichnet. „Möge die Erinnerung an diejenigen, die ihr Leben für die Ukraine gegeben haben, ewig leben“, so Selensky weiter.

Krieg in der Ukraine: Russland bombardiert seit Donnerstag das Land

Putins Angriff auf die Ukraine begann in den frühen Morgenstunden des Donnerstags mit Beschuss und Explosionen, die tief in das Land hineinreichten. Die Gewalt dehnte sich auch auf Regionen aus, die bisher vom Konflikt in der Ostukraine unberührt waren. Der Konflikt selbst begann, als Russland 2014 die Halbinsel Krim gewaltsam einnahm.

Die Angriffe wurden von der internationalen Gemeinschaft und sogar von russischen Bürgern verurteilt, die ihre Verhaftung riskierten, um gegen die militärische Aggression zu protestieren. Präsident Selensky schwor, dass die Ukraine sich verteidigen werde, und ordnete eine vollständige Mobilisierung des Militärs an, um dem Angriff Russlands entgegenzutreten. „Jetzt hängt das Schicksal des Landes ganz von unserer Armee ab, von unseren Helden, unseren Sicherheitskräften, all unseren Verteidigern.“

Autorin dieses Textes ist Stephanie K. Baer, Reporterin bei Buzzfeed News US. Er wurde aus dem Englischen übersetzt.

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