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Ukrainerin fährt mit dem Rad von Oslo nach Kiew, um Spenden für Kriegsopfer zu sammeln

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Von: Johannes Pressler

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Montage von links Steff Gutovska vor ihrem Rad stehend und rechts auf ihrem Rad vor einem zerbombten Haus.
Die 29-jährige Steff Gutovska ist mit dem Rad von Oslo nach Kiew gefahren, um Geld für die Kriegsopfer zu sammeln. © Instagram: @steff.gutovska

Um Geld für die Opfer des Kriegs in ihrer Heimat zu sammeln, schlug die 29-jährige Ukrainerin Steff Gutovska einen besonders harten Weg ein.

Wir schreiben den 24. Juli um 6 Uhr in der Früh. Exakt fünf Monate ist es her, dass die russischen Truppen den Invasionskrieg in der Ukraine begannen. Genau an diesem Tag startet für eine Ukrainerin eine weite Reise, deren Ziel es ist, so viel Geld wie möglich zu sammeln - für die ukrainischen Opfer des Krieges in ihrer Heimat. Ihr Name: Steff Gutovska. Die Route: von Oslo nach Kiew. Das Transportmittel: ein Fahrrad.

Spendenaktion: Mit dem Rad von Oslo nach Kiew

„Ich bin Steff, ich bin Ukrainerin, ich bin traurig, ich bin wütend, aber vor allem möchte ich meinem Land und meinem Volk helfen.“ Mit diesen einleitenden Worten gab Gutovska in einem Blogpost bekannt, mit dem Rad von Oslo bis in ihre Heimat in Kiew fahren zu wollen. Die Ukrainerin arbeitet in Norwegen und Barcelona als Content-Creatorin, auf Instagram folgen der fleißigen Radfahrerin mehr als 18.000 Menschen. Diese Bühne nutzte die 29-Jährige nun dazu, um auf das Leid der Menschen in ihrer Heimat aufmerksam zu machen.

Der Weg von Oslo nach Kiew beträgt mit dem Rad rund 2.000 Kilometer. Gutovska setzte sich für die Spendenaktion als Ziel, diese Strecke in zehn Tagen hinzulegen. Am Dienstag (2. August) war es dann tatsächlich so weit. Die Ukrainerin war in ihrer Heimat angekommen. Obwohl es aufgrund von Knieproblemen gar nicht klar war, ob sie den ganzen Weg überhaupt schaffen würde: „Ich hatte solche Schmerzen, dass ich teilweise sogar nur mit einem Bein treten konnte.“ Zu diesem Zeitpunkt war sie gerade erstmal bei der Hälfte angelangt.

Karte mit Route von Oslo nach Kiew.
Das ist die Radstrecke, die Gustovska von Oslo nach Kiew hingelegt hat. © Steff Gustovska

Gustovksa: Glücklich und traurig zugleich

In Kiew angekommen, schrieb Gustovksa: „Es macht mich glücklich, in meiner Heimat zu sein. Es bricht mir aber auch das Herz, sie so zu sehen.“ Genau so hätte sich auch ihre Reise angefühlt. Auf der einen Seite glückliche Momente, andererseits sehr traurige Gedanken über Krieg und das viele Leid der Menschen in der Ukraine. Als Ziel für die Spendensammlung setze sich Gustovksa 50.000 Euro, derzeit sind es knapp 1.500 Euro. Nichtsdestotrotz eine beachtliche Leistung - und für die Menschen in der Ukraine zählt ohnehin gerade jeder Cent.

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