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Erneuerbare Energie in Bars: Bierkonzern Budweiser will sich für mehr Nachhaltigkeit einsetzen

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Von: Johannes Pressler

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Bierdosen von Budweiser zwischen Eiswürfeln.
Die US-amerikanische Biermarke Budweiser startet ein globales Nachhaltigskeitsprojekt. © Gene J. Puskar/AP/APA-PictureDesk

Bier und Nachhaltigkeit - im ersten Moment nicht zwei Dinge, die man miteinander verbinden würde.

Die US-amerikanische Biermarke Budweiser, Teil des Braukonzerns Anheuser-Busch Companies, startet ein globales Nachhaltigskeitsprojekt. Unter dem Titel „The Energy Collective“ sollen Bars, Stadien und Veranstaltungsorte auf der ganzen Welt mit erneuerbarer Energie versorgt werden. Eine gut gemeinte Initiative oder nur Ablenkung von früheren Kontroversen?

Klimafreundliche Bars in Irland und Brasilien, große Nachhaltigkeitsziele für Zukunft

Erst kürzlich kündigte die Muttergesellschaft von Budweiser an, ihre gesamte Wertschöpfungskette bis 2040 vollkommen klimafreundlich machen zu wollen. Ein Teil davon ist „The Energy Collective“. Hierbei hat Budweiser schon jetzt 2.000 Kneipen in Brasilien und Irland auf erneuerbare Energien umgestellt. Die Zusammenarbeit in Brasilien mit einem Energiekollektiv, das auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen setzt, soll dazu dienen, bis 2025 ganze 250.000 Standorte auf nachhaltigere Energie umzustellen. Das würde umgerechnet pro Jahr dem Wegfall von 7991 Autos auf der Straße entsprechen.

„Die Verbraucher sehnen sich nach einer besseren Welt, in der die Dinge, die sie lieben, nachhaltig sind“, so Todd Allen von Budweiser in einer Presseaussendung. Das laut eigenen Angaben „weltweit führende“ Bierunternehmen hat also in puncto Nachhaltigkeit einiges vor. Bereits 2015 hatte man sich vorgenommen, jedes Bier bis 2025 mit 100 Prozent erneuerbarer Energie brauen zu wollen. Das „The Energy Collective“-Projekt soll dazu beitragen, dieses hochgesteckte Ziel tatsächlich zu erreichen. So viel Zeit ist ja nicht mehr.

Wasserverbrauch bei Bierproduktion, vergangene Kritik von Greenpeace

An und für sich klingt der Plan von Budweiser nach einer guten Initiative, um für eine gesündere Umwelt zu sorgen. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden, dass die Bierproduktion selbst schon einen unglaublich großen Verbrauch darstellt. Für die Produktion von einem großen Bier (0,5 Liter) benötigt man nämlich eine Menge von rund 150 Litern Wasser. Ähnlich drastisch ist es bei Kaffee: Für die Produktion einer Tasse braucht es etwa 132 Liter Wasser.

Zudem geriet Budweiser in der Vergangenheit auch schon mit der Umwelt-Non-Profit-Organisation Greenpeace in Konflikt. 2007 kam ein unabhängiges Labor, in Auftrag gegeben von Greenpeace, nämlich zur Erkenntnis, dass das beliebte US-Bier mit gentechnisch verändertem Reis gebraut worden sein soll. Dabei soll es sich um eine Gen-Reissorte gehandelt haben, die „fast überall auf der Welt“ verboten sei - nur in den USA nicht. Für ein so globales Unternehmen wie Budweiser natürlich ein No-Go. Laut Angaben des Bierkonzerns hätte man aber ohnehin nur gentechnikfreies Bier exportiert.

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