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Vom Aussterben bedroht: 7 erstaunliche Fakten über Eisbären, die du vorher noch wissen solltest

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Von: Christian Kisler

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Montage: eine Eisbärenfamilie, ein Eisbär im Wasser mit erhobenen Tatzen
Eisbären sind ganz erstaunliche Tiere. © polar_bears.ig/smartbear/Instagram/BuzzFeed Austria

Eisbären sind durch die Folgen der Klimakrise besonders bedroht. Dabei gibt es erstaunliche Fakten über sie, die du nicht verpassen solltest.

Die Klimakrise schreitet unaufhaltsam voran, sie macht auch vor dem ewigen Eis in der Arktis, dem Nordpol nicht halt. Dort sind die Eisbären beheimatet. Und so ewig scheint das Eis nicht zu sein, schmilzt es doch zusehends, Eisberge treiben ab, Eisschollen lösen sich im Wasser auf. Dadurch wird die Erderwärmung zusätzlich erhöht, der Meeresspiegel steigt - ein Teufelskreis. Damit geht auch den Polarbären der Lebensraum verloren. Auf ihrer Suche nach Nahrung verirren sich die größten an Land lebenden Raubtiere immer öfter in die Dörfer Grönlands. Was naturgemäß nicht ganz reibungslos vonstattengeht. Auch dazu gibt es eine der sieben spannenden Fakten rund um Eisbären.

1. Eisbären haben eingebaute Sonnenbrillen

Nicht ganz, aber fast. Das in den Polarregionen scheinende Licht kann ganz schön grell werden, schließlich gibt es dort viel Weiß. Wird es zu hell, wird es von den transparenten Augenlidern der Eisbären abgeschwächt.

2. Im kanadische Städtchen Churchill gibt es ein Eisbärengefängnis

Churchill gilt als „Eisbären-Hauptstadt der Welt“. Warum? Weil etwa 900 von ihnen alljährlich im Herbst ausgehungert vom Landesinneren an die Küste des Städtchens wandern. Dort warten sie, bis das Meer zufriert und ihre Beute, bevorzugt Robben, auftaucht. Es gibt aber auch „Problembären“, die direkt in die Stadt kommen und dort die Mistkübel plündern. Für sie gibt es ein eigens Eisbärengefängnis, in das sie 30 Tage lang ohne Nahrung eingesperrt werden. Danach werden sie ausgeflogen, in der Hoffnung, dass sie sich daraufhin nicht mehr nach Churchill wagen. Das Eisbärengefängnis muss einer der traurigsten Orte der Welt sein.

3. Infolge der Klimakrise paaren sich immer mehr Eisbären mit Grizzlys

Aufgrund der Erderwärmung vermischen sich die Lebensräume von Grizzlys und Polarbären zusehends - was bedeutet, dass sie einander auch intim näher kommen. Der so entstandene Nachwuchs wird „Grolar“ oder „Pizzly“ genannt, aufgrund ihrer Fellfärbung sogenannte Cappuccino-Bären. Diese sind allerdings paarungsunfähig.

4. Auf Latein heißt der Eisbär ganz anders

Nämlich „Ursus maritimus“, also „Meerbär“. Wahrscheinlich, weil er seine Beute aus dem Wasser fischt und auch sonst nicht wasserscheu ist. Wieder was gelernt.

5. Manche Eisbären sind grün

Allerdings nicht in ihrem natürlichen Lebensraum, sondern lediglich in Zoos in wärmeren Gefilden. Das erste Mal wurde das Phänomen 1979 in einem Tiergarten in kalifornischen San Diego wahrgenommen. Der Grund dafür sind Algen, die sich in den hohlen Haaren einnisten können. Dadurch, dass die Haare sonst keinen Farbstoffe enthalten, erscheinen sie ansonsten weiß. Gesundheitsschädlich ist das nicht, die harmlosen Algen können mit einer Salzlösung wieder herausgewaschen werden.

6. Eisbären sind keine guten Jäger:innen

Eine niederschmetternde Bilanz: Lediglich zwei (!) Prozent der Jagdausflüge der Eisbären sind erfolgreich. Umso tragischer, wenn das Futterangebot in freier Wildbahn durch Klimakrise, Robbenjagd und Überfischung immer weniger wird.

7. Eisbären könnten die Klimakrise überstehen - irgendwie

Das Ende der Eisbären scheint besiegelt, rund um das Jahr 2100 sollen die letzten ihrer Art das Zeitliche segnen müssen. Allerdings könnte zumindest eine kleine Population überleben. Forscher:innen haben in Grönland Tiere entdeckt, die nicht wie sonst vom Packeis aus leben und jagen, sondern von Eisschollen aus. Es ist also nicht alle Hoffnung verloren.

Vom Nordpol zum Südpol. Dort leben bekanntlich keine Eisbären, dafür Pinguine. Hier sind 9 Gründe, warum Pinguine zu den besten Tieren der Welt zählen.

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