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7 Irrtümer und Gerüchte rund ums Energiesparen im Haushalt

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Von: Christian Kisler

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Montage: Ein Wasserkocher; eine Frau wäscht händisch Geschirr
Zum Thema Energiesparen im Haushalt halten sich hartnäckige Gerüchte und Irrtümer. © Belga/Westend61/Imago/BuzzFeed Austria

Wenn es kalt ist, die Fenster lieber kippen, statt ganz aufzureißen. Die Heizung immer durchlaufen lassen. Geschirr lieber mit der Hand waschen. Stimmt‘s? Eher nicht. Deshalb unsere 7 Irrtümer rund ums Energiesparen.

Angesichts der Klimakrise, die sich nicht leugnen lässt, ist ein sparsamer Umgang mit Energieressourcen nie verkehrt. Wenn zusätzlich Strom und Gas nicht unbedingt billiger werden, steigt die Motivation ungemein. Dabei halten sich einige Irrtümer und Gerüchte bezüglich Energiesparen nach wie vor hartnäckig. BuzzFeed Austria hat sich der Sache angenommen und eine praktische Liste erstellt. Gut für die Umwelt, gut fürs Geldbörsel.

1. Raumtemperatur absenken bringt nichts

Okay, der Frühling scharrt jetzt wirklich in den Startlöchern, trotzdem ist es eigentlich viel zu kalt für die Jahreszeit. Folgerichtig schön eingeheizt, die Temperatur passt perfekt, du hast es richtig kuschelig. Jetzt die Temperatur absenken? No way! Bis sich der Raum wieder entsprechend aufheizt, das benötigt doch Unmengen an Energie, richtig? Falsch. In Wahrheit ist es wesentlich energiesparender, zumindest einzelne Räume über Nacht um ein paar Grad abzukühlen. Hast du einen programmierbaren Thermostat, hilft das ungemein, dann musst du nicht ständig daran denken. Die Ersparnis macht immerhin rund zehn Prozent aus.

2. Gekippte Fenster bei kaltem Wetter sind effizienter

Wenn wir schon bei kaltem Wetter zur falschen Jahreszeit sind - oder auch zur richtigen, soll es ja geben, so etwas: Frische Luft ist gerade während einer Pandemie eine feine Sache in Innenräumen, da macht man gerne die Fenster auf. Nur eben nicht ganz, sondern nur gekippt, damit die kalte Luft nicht über Gebühr hereinströmt. Auch falsch. Bleibt das Fenster tatsächlich für längere Zeit gekippt, geht nämlich auch die aufgeheizte Luft flöten, die Außenmauer kühlt ebenfalls ab, was wiederum Schimmelbildung begünstigt. Würg. Besser mehrmals am Tag das Fenster kurz ganz aufreißen, das spart letztlich Energie und Heizkosten.

3. Eisschicht im Gefrierfach ist schon okay

Wer kennt das nicht: Das Gefrierfach oder der Gefrierschrank quellen wieder einmal über, aber nicht, weil so viel Zeug drin ist. Sondern weil sich eine mehr oder weniger dicke Eisschicht gebildet hat. Ärgerlich, aber nicht weiter schlimm? Leider doch, vor allem in eigentlich energiesparenden Geräten. Ist die Eisschicht nur einen Zentimeter dick, reicht das schon aus, dass sich der Stromverbrauch um bis zu 50 Prozent erhöht. Regelmäßiges Abtauen ist also ratsam.

4. Wasserkocher fressen mehr Strom

Nicht nur, wer wie ich gerne und viel Tee trinkt, muss regelmäßig Wasser kochen, und zwar zu allen Jahreszeiten. Deswegen steht in vielen Küchen ein Wasserkocher. Manche meinen aber, Wasser in einem Topf auf dem Herd aufzukochen, sei sparsamer. Weit gefehlt: Wasserkocher verbrauchen lediglich halb so viel Strom, vorausgesetzt, sie sind entkalkt. Tipp: Auch Wasser für Spaghetti und andere Nudeln im Wasserkocher erhitzen, das spart Zeit und Energie.

5. Wäsche wird nur bei hohen Temperaturen richtig sauber

Wenn es deine Mama immer schon so gehandhabt hat, muss ja was dran sein: Wäsche immer mit möglichst hohen Temperaturen waschen, Bettzeug etwa mit 90 Grad. Das ist natürlich veraltet, da reichen heutzutage 60 Grad, was mit einer Energieersparnis von etwa 50 Prozent einhergeht. Auch sonst reichen meist 30 Grad oder bei ganz leicht verschmutzter Wäsche überhaupt nur 20 Grad. Das hat zwei Gründe: Moderne Waschmaschinen sind auf Effizienz ausgerichtet, zudem verwenden Waschmittel heutzutage Enzyme als Fleckenlöser. Diese zerlegen Fett und Eiweiße in ihre Bestandteile. Und daraus bestehen ja auch die meisten Verunreinigungen.

6. Geschirrspülen mit der Hand ist sparsamer als mit der Maschine

Interessanterweise gehören Geschirrspüler immer noch nicht zur Grundausstattung jedes Haushalts, dabei schonen sie Nerven sowie die empfindliche Haut und sparen ordentlich Zeit. Gut, manchen fehlt der Platz in ihrer Mini-Küche, weil dort Milliarden wichtigerer Kochutensilien untergebracht sind. Außerdem hält sich das Gerücht, dass Geschirrspülen per Hand sparsamer ist als mit der Maschine. Aber wie gesagt, das ist lediglich ein Gerücht. Wichtig zum Energiesparen ist, dass der Geschirrspüler voll beladen ist und das Geschirr nicht unter fließendem, warmem Wasser vorgespült worden ist. Essensreste sollten natürlich vorher im Mistkübel entsorgt werden.

7. Das Vorheizen des Backrohrs ist immer notwendig

Egal was du in den Ofen schieben willst, die Faustregel ist seit ewigen Zeiten: Das Backrohr immer vorheizen. Das ist aber nicht immer notwendig, es sei denn, du bäckst einen Biskuitteig oder eine Tiefkühlpizza mit dünnem Boden. Ansonsten erhitzt sich der sogenannte Garraum durch die bewegte Luft be Heiß- oder Umluftbetrieb sehr schnell. Nur beim Reinschieben ist Eile geboten, damit die Hitze nicht entweicht

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