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17.595 gestohlene Fahrräder im Vorjahr: So sicherst du dein Rad am besten

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Von: Christian Kisler

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Montage: Ein Fahrrad mit Schloss, ein ausgeweidetes Fahrrad ohne Räder
Damit das geliebte Fahrrad nicht gestohlen wird, sind einige Sicherheitsmaßnahmen notwenig. © Karl Schöndorfer/Wolfgang Steche/Visum/APA-PictureDesk/BuzzFeed Austria

17.595 sind Fahrräder 2021 gestohlen worden. Das ist zwar das siebente Jahr in Folge ein Rückgang, aber immer noch zu viel. Wie man das verhindern kann, erfährst du hier.

Es ist einfach ein unfassbares Ärgernis: wenn dir das Fahrrad gestohlen wird. Ich kenne mittlerweile kaum Personen, denen das nicht auch schon mal passiert ist. Die Chance den geliebten Drahtesel wiederzusehen, geht gegen null, die Aufklärungsquote ist mit neun Prozent entsprechend gering. Immerhin: Zum siebenten Mal in Folge ist die Anzahl der Fahrraddiebstähle in Österreich im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr zurückgegangen, und damit 2021 um rund 10.000 niedriger als noch im Jahr 2015.

2021 wurden 490.000 Fahrräder neu gekauft

Mit 17.595 gemeldeten Delikten wurde überhaupt der niedrigste Wert im 21. Jahrhundert verzeichnet, dafür wurden 2021 490.000 Fahrräder neu gekauft. Insgesamt gibt es hierzulande über sieben Millionen Fahrräder - wie viele davon tatsächlich genutzt werden, darüber schweigt sich die Statistik freilich aus. „Über die vergangenen Jahre macht sich die bessere Sicherung der Fahrräder bemerkbar. Auch die Zunahme der Fahrradabstellplätze wirkt sich positiv aus“, so Sprecher Christian Gratzer vom Verkehrsclub Österreich (VCÖ).

Von den Diebstählen wurden rund zwei Drittel in den Landeshauptstädten verübt. Wenig verwunderlich ist Wien Spitzenreiter, hier gibt es ja auch die meisten Räder, ob Rad-Highway oder nicht. Die absolute Zahl beläuft sich auf 7.504, dahinter sind Graz mit 1.105 und die Stadt Salzburg mit 896. In Letzterer gab im Verhältnis zur Einwohnerzahl die meisten Fahrraddiebstähle, nämlich 58 pro 10.000 Einwohner:innen. Die wenigsten gab es übrigens im Bezirk Zwettl, wo es gerade einmal zwei waren. Einen Wermutstropfen findet man aber sehr wohl. Während die Zahl der Diebstähle auf Gesamtösterreich gerechnet zurückgegangen sind, wurde in der Steiermark, in Tirol und Wien wieder mehr gefladert als zuletzt.

Ausreichend Fahrradabstellplätze sind ein guter Anfang

Was lässt sich nun im Vorfeld tun, damit die Radeln nicht ungewollt die Besitzer:innen wechseln? Besonders wichtig zur Vorbeugung: ausreichend Fahrradabstellplätze. „Mit der steigenden Anzahl an Radfahrer:innen braucht es auch mehr Abstellplätze für Fahrräder, insbesondere in Einkaufsstraßen, vor Geschäften, bei Freizeiteinrichtungen und Sportanlagen. Bei Bahnhöfen sollten auch abschließbare Fahrradboxen zur Verfügung stehen“, erklärt Gratzer. Außerdem sind für Kinder und Jugendliche gute Abstellmöglichkeiten bei Schulen unbedingt notwendig.

Rahmen an Fahrradbügel mit Schloss befestigen

Darüber hinaus bist natürlich auch du selbst für die Sicherheit deines Fahrrads verantwortlich. Also: Immer, immer, wirklich immer absperren, auch wenn du es nur kurz abstellst, um etwa in ein Geschäft zu gehen. Merke: Gelegenheit macht Dieb:innen. Dabei unbedingt darauf achten, dass der Rahmen mit dem Schloss an einem Fahrradbügel befestigt wird. „Wird nur das Vorderrad am Fahrradständer angehängt, besteht die Gefahr, dass das Rad abmontiert und der Rest des Fahrrads gestohlen wird“, so Christian Gratzer. Ganz wichtig auch: Die Schnellspanner bei Sattel und Vorderrad unbedingt durch Sicherheitsschrauben ersetzen. Außerdem in vernünftige, also hochwertige Fahrradschlösser investieren. Auch die erleichtern Dieben das Handwerk.

Rahmennummer notieren

Da die Aufklärungsquote nach wie vor bescheiden, empfiehlt es sich, die Rahmennummer zu notieren. So kann der Drahtesel leichter den rechtmäßigen Besitzer:innen zurückgegeben werden. Bleiben aber immer noch über 90 Prozent für alle Zeiten verschwundene Räder. Bei neueren oder kostspieligeren, also qualitativ besseren Exemplaren, ist eine Diebstahl-Versicherung ratsam, auch eine, die gestohlene Teile beinhaltet. So ist das Radel vielleicht weg, der finanzielle Schaden aber kleiner und der Ärger weniger groß.

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